Fitz Jenő (szerk.): Der römische Limes in Ungarn - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 22. (Székesfehérvár, 1976)

Der Pannonische Limes

DER PANNONISCHE LIMES In der römischen Provinz Pannonien bildete die Donau die Grenze des Imperiums. Entlang des rechten Ufers lief eine Heerstraße (Itin. Ant. 242, 1—248, 3; Tab. Peut.), die, wie durch die Meilensteine bezeugt, planmäßig ausgebessert wurde. Die längs der Straße in Abständen von 1 1/2 bis 2 km errichteten Wachttürme waren aus Holz oder Stein gebaut. Neben Abbildungen der Traian- und Marcus-Säulen sind uns auch zahlreiche Bauinschriften bekannt (CIL III 3385, 3653; Soproni, 1967: 138—141; Soproni, 1976; Intercisa I. Nr. 297—307), und es konnte bereits die genaue Lage zahlreicher Wachttürme ermittelt werden (Barköczi, 1951:5; Soproni, 1959:139; Soproni, 1960:207—209; Soproni, 1976; Fitz, 1955: 69—79). Reste von Palisaden sind bisher nicht bekannt. Die Verteidigung der Grenze versahen die Hilfstruppen der Auxiliar-Lager, und vor allem die an der Donau gelegenen Legionslager: Vindobona und Carnuntum gegenüber der marko­­mannischen, Brigetio der quadischen und Aquincum der sarmatischen Front. Der Grenzschutz wurde durch die am linken Donauufer errichteten Römerfesten gegenüber Carnuntum, Brigetio (Celementia), Aquincum (Transaquincum, Contra Aquincum), Lussonium, Lugio (Contra Florentiam), Bononia (Castellum Onagri­­num) ergänzt und vervollständigt. Die Auxiliar-Lager im Inneren der Provinz gehörten einerseits zu der vorclau­­dischen Verteidigung (neben der Bernsteinstraße: Mattersdorf, Gyalóka), anderer­seits zur Eroberungszeit des östlichen Provinzteils (Gorsium). Die Besetzung des Donaulimes begann unter Tiberius. Die legio XV Apollinaris kam im Jahre 14 n. Chr. nach Carnuntum. Die Besetzung der wichtigeren Orte 7

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