Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)

Programme

Dr. L. Pauli Institut für Vor- u. Früh­Dr. M. Szabó SzépinűVészeti Múzeum geschichte der Universität 1396 Budapest XIV. München Dózsa Gy. u. 41. Pf. 463. 8 München 2 Meisei'straße 6. Dr. J. Todorovié Gradski Muzej Zmaj Jovina St. 1. Ing. E. Penninger Keltenmuseum Hallein Beograd P.O.B. 87. Frau Penninger A-5400 Hallein Dr. A. Uzsoki Művelődési Ház Dr. K. Peschei 69 Jena Naumburger Straße 29 b. Tihany Dr. J. Waldhauser Muzeum Teplice Dr. É. F. Petres István király Múzeum 41500 Teplice 8001 Székesfehérvár Zámecké nám. 14. Gagarin tér 3. Pf. 12. Dr. Z. Woiniak Zaklad Archeologii Malopolski P. Popovic Narodni muzej ul. Slawkowska 1 7 Beograd, Trg. Republike 1. 31 — 01 6 Krakow P. Posniowski, EditorUNESCO M. de Wilde 8 München 5 Unesco Features Place de Fontenoy 75007 Paris Am Glockenbach 12. P. Batimorskd Podunajské Múzeum Komárno Dr. P. Wyss Schweizerisches Landesmuseum Postfach 2760 8023 Zürich Dr. U. Schaaff Römisch-Germanisches Zentral­museum, Ernst Ludwig Platz 2. Dr. V. Zirra 1 nstitut d’Archéologie Mainz Str. I. C. Frimu 1 1. Bucureşti Dr. F. Schwappach Universität Hamburg Seminar f. Vor- u. Frühgeschichte 2 Hamburg 13 Von-Melle-Park li * Contributors who werw not be able to participate on the conference but we have received their manuscripts. I >KR GOLDSCHATZ AUS K KST FF LI ) Kin Beitrag zum Handel über die Alpen (Zusammenfassung) 1 )as Jahr 1962. hat zur Erforschung der keltischen Kultur in der Schweiz einen der bedeutendsten, sicher aber den kostbarsten Fund aus der Latènezeit beschert. Gemeint ist der Goldschatz aus Erstfeld UR, umfassend 4 reich­verzierte Halsringe und 3 Armringe. Wir verdanken die Entdeckung italienischen Gastarbeitern, die in der Ribi­­täler Rüfi beim maschinellen Abtragen eines Schuttkegels für die Anlage einer Wildwasser- und Lawinenverbauung in 9 Meter Tiefe auf den Goldschatz gestossen sind. Erstfeld liegt am Weg über den Gotthard, der die zent­ralste Verbindung von Norden nach Süden über die Alpen ermöglicht. Der Schatzfund läßt das Problem der bege­­hung der Alpenpässe in völlig neuem Licht erscheinen. - Weitere Fragen die sich an diese Goldarbeiten aus der Frühlatönezeit knüpfen, betreffen die Datierung anhand stilistischer Merkmale, ferner den Motivschatz im Sinne einer kulturgeschichtlichen Analyse und schließlich technologische Aspekte zur Ergründung und Vermittlung von Werkstattkreis und bestenfalls der Kegion ihrer Entstehung. Aus dem Kreis der aufgezeigten für sich im einzelnen anspruchsvollen Probleme sei hier dasjenige der Bedeu­tung tier Gebirgspässe für den Handel über die Alpen herausgegriffen, während zu den weiteren Fragen bei der Veröffentlichung des Goldschatzes eine Stellungnahme erfolgt. Zunächst jedoch sollen die Geschmeide aus hochwerti­gem Gold von 93 bis 95% Feingehalt anhand einiger Bild­vorlagen in Erinnerung gerufen werden, umsomehr als der Fundkomplex bis heute noch keiner eingehenden wissenschaftlichen Würdigung unterzogen worden ist. Zwei der hohl und in zwei Hälften über eine Form getrie­benen Halsringe sind praktisch identisch. Sie zeigen in symmetrischer Anordnung, und auf eine zentrale Vogel­figur ausgerichtet ineinanderverschlungene Menschenges­talten, die in Verbindung mit Greifen ttr.d drachenartigen Wesen stehen. Sehr ähnlich ist die Verzierung des dritten Halsringes, auf welchem die Verbindung der Menschen­gestalten mit den Vögeln als Ausdruck geistiger Symbolik noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Der vierte Hals­ring dagegen hebt sich deutlich ab durch eine schlichtere Ornamentik. Zwei gegenständig angeordnete Fabelwesen erinnern an eine Art geflügelter Pferde mit Greifenklauen. Unt er den drei Armringen mit Stöpselverschluß ist wiede­rum ein Ringpaar anzutreffen. Die Verzierung ist rein ornamentaler Natur und zeigt stark plastisch hervortre­tende S-Spiralen. Der dritte Armring indessen zeigt je zwei menschliche, mit apotropäischen Hörnern bewehrte Antlitze. Die Fundstelle bei Erstfeld liegt auf gut tiOO m Höhe, also rund 100 Meter über einem alten Handelsweg, dessen Benützbarkeit man der Wildheit der Reuß und der grau­sigen Schöllenenschlucht mit senkrecht abfallenden Wän­den wegen für ur- und frühgeschichtliche Zeit bis anhin für unmöglich gehalten hatte. Man vergegenwärtige sich, daß in nur vier Kilometer Entfernung von der Fundstelle der Gipfel der Großen Windgällen bereits eine Höhe von gegen 3200 m erreicht. Der Schatzfund beweist also jetzt das Gegenteil der früheren Vorstellung vom Alpentransil und liefert einen unmittelbaren Beleg für die Begehung des zentralsten sämtlicher Alpenpässe, führt die Route doch aus dem schweizerischen Mittelland zum Vierwald­stättersee und über den St. Gotthard auf 2112 m sowie dem Ticino entlang hinunter zum Lago Maggiore und schließlich in die oberitalienische Po-Ebene. Dem alten Saumpfad stellten sich wie erwähnt streckenweise völlig unpassierbare Hindernisse entgegen, so vor allem im Abschnitt der Schöllenenschlucht mit der sagenumwobe­nen Teufelsbrücke, ein Abschnitt der nur durch Auswei­chen in die Höhe um 600 m auf 2000 m zu umgehen war. 251

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