Fitz Jenő: L. Alfenus Avitianus - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 10. (Székesfehérvár, 1960)

Legaten rechnen müssten. Somit lässt sich die Dienstzeit von L. Alfenus Avitianus — in Anbetracht der Aufeinanderfolge der pan­­nonischen Statthalter — nicht in die Zeit des Elagabal setzen. Demgegenüber aber können wir fast mit Gewissheit annehmen, dass zur Zeit Caracbailas, also vor und nach dem Jahr 214 sich je ein Statthalter, deren Namen uns aber unbekannt sind, in Niederpanno­nien aufhielten. Die drei inschriftlichen Steine von Aquincum,9 die C. Iulius Septimius Castinus zu Ehren errichtet worden waren, be­ziehen sich — wie wir bereits andernortes darauf verwiesen10 — aller Wahrscheinlichkeit nach auf den blutigen Angriff der Barbaren gegen Ende des Jahres 212.11 Möglich, dass die drei Inschriften als eine Kundgebung des in den Legaten gesetzten Vertrauens — im Hinblick auf zeine früheren militärischen Verdienste — zu werten sind, viel wahrscheinlicher jedoch scheint, dass die Steindenkmäler der Ehrung des siegreichen Feldherrn dienten. Hinsichtlich der Datierung steht jedenfalls fest, dass den Inschriften der Steine des Geschehnisse zu­grundeliegen, die sich in den letzten Monaten des Jahres 212 ereignet hatten und auch die Steine aus dieser Zeit stammen. Mit diesem Zeitpunkt fällt auch die Kandidatur des C. Iulius Septimius Castinus zum consul designatus zusammen, was wiederum ein Hinweis auf das Vierteljahr vor seiner Ernennung zum Konsul ist.12 Seine Amtszeit in Pannonia Inferior dauerte somit bis zum Ende des Jahres 212, bzw. in Anbetracht der Kriegsgeschehnisse, bis zum Beginn des Jahres 213, spätestens bis zu der Zeit, da er consul suffectus wurde. Demnach musste sich in der Zwischenzeit, vom Beginn des Jahres 213 bis zur Mitte des Jahres 214,13 als anlässlich der Reorganisierung der Provinz, da der Statthalter vom Range eines Prätors durch einen consular abgelöst wurde, noch ein Legat in Pannonien aufgehalten haben. E. Ritterling nimmt an, dass der erste Statthalter Pannonia Inferiors vom Range eines Konsuls C. Octavius Appius Suetrius Sabinus gewesen sein mag.1* Die Beweisführung E. Ritterlings ist — obwohl sie historisch dadurch begründet secheint, dass Caracalla Suetrius Sabinus, der einer seiner Getreuen war, mit der in Pannonien geplanten Reorganisation betraute — eine unannehmbare Gewalttat an der bekannten Laufbahn des Statthalters. Wie wir sehr wohl wissen, war Suetrius Sabinus nach seiner Statthalterschaft in Raeti en (213)'5 consul ordinarius.“ Laut seines cursus honorum17 von Aquincum bekleidete er in der Zeit zwischen seinem Amt als consul und der pannonischen Statthalterschaft folgende Ämter: iudex ex delefg(atione)] cogniticm(um) Caesarian(arum),1’ praef(ectus) aliment(orum),'!‘ und elect(us) ad corrig(endum) statum Itafl(iae)]. Da Angaben fehlen, ist uns nicht bekannt, in welcher Zeit nach der Erlangung des Konsul­titels die dazu ausersehenen Konsule die Statthalterschaft in der 6

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