A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve: Studia Archaeologica 3. (Szeged, 1997)

VÁLYI Katalin: Árpád-kori harangöntő gödör és bronzolvasztó kemencék a szeri monostor udvarán

PATAY 1992 Patay P.: Két harang az Árpád-ház korából. FolHist 17(1992) 7-17. SCHLECHTRIËM é. n. Schlechtriem , G.: Bronzeguß im Mittelalter nach einem Fund in der Kirche von Cappel, Kj-eis Wesermünde. In: Marschenrat zur Förderung der Forschung im Küstengebiet der Nordsee. 20 Jah­re Marschenrat 1950-1970. Wilhelmshaven é. n, 40­44. SZŐKE 1982 Szőke M.: Művészet I. Lajos király korában 1342-1382. Katalógus a székesfehérvári István Király Múzeum kiállításához. Szerk.: Marosi E. - Tóth M. ­Varga L. Budapest 1982. THEOPHILUS Theophilus presbyter: SchedulaDiversa­rumArtium. —A különféle művességekről. Ford.: Ta­kács V. Budapest 1986'. TROGMAYER 1980 Trogmayer O. - Zombori I.: Szer monostorától Opusztaszerig. Budapest 1980. TRO GM A YER 1992 Trogmayer O. : A pusztaszeri temp­lomrom. Műemlékvédelem 36 (1992:2) 88-94. TROGMAYER 1996 Trogmayer O.: ...de diruto cpion­dam monasterio... (Szer és Szermonostor) In: Árpád előtt és után. Szerk.: Kristó Gy. - Makk F. Szeged 1996,117-131. VÁLYI 1986 Vályi K.: Árpád-kori falusi építmények a szeri monostor területéről. — Arpádenzeitliche Land­bauten aus dem Gebiete des Klosters von Szer. ArchÉrt 113 (1986)224-236. VÁLYI 1989 Vályi K.: XLV-XV. századi falusi építmé­nyek Szer mezőváros területéről. — Village-Buildings in Szer Countiy-Town in the 14 th-15 th Cenüiry. In: Építészet az Alföldön. Szerk.: Nóvák L. - Selmeczi L. AJMK6(1989) 79-87. ZEUNE 1990 Zeune, J.: Zwei Glockengussanlagen vom Bamberger Domberg. In: Das archäologische Jahr in Bayern 1989. Hrg.: Keller, E. Stuttgart 1990, 193­195. ZOLNAY 1965 Zolnay L.: Pénzverők és ötvösök a ro­mánkori Esztergomban. — Monnayeurs et orfèvres à Esztergom à l'époque romane. ArchÉrt 92 (1965) 148-162. ARPÁDENZEITLICHE GLOCKENGIESSGRUBE UND BRONZESCHMELZOFEN IM HOF DES KLOSTERS VON SZER Katalin VÁLYI Das Kloster von Szer und die mittelalterliche Siedlung be­fanden sich 25 km nördlich von Szeged entfernt, am rechten Hochufer des einstigen Überschwemmungsgebietes der Theiß, auf dem halben Weg zwischen Szeged und Csongrád, entlang der Militär- und Handelsstraße, die den Balkan mit Buda verband. Auf dem, stellenweise 1,5-2 m dick geschichteten Fundort sondern sich drei Siedlungsperioden ab: 1: Die Objekte des Marktfleckens aus dem 14. und 15. Jahrhun­dert (Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, Brunnen und Gruben) (VÁLYI 1989); 2: Die Klosterperiode: 3: Die in die Erde getieften Reste der früharpadenzeitlichen Siedlung (VÁLYI 1986). Im Wirtschaftshof des Klosters wurde eine Glocken­gießgrube vom Anfang des 13. Jahrhunderts freigelegt, und in ihrer Nähe kamen vier Bronzeschmelzöfen vor. Die Gießgrube wurde zweimal unmittelbar nacheinander benutzt, und es wurden separate Brennöfen für die zwei Güsse gebaut. Nach dem ersten Guß wurden die westli­chen Steine des Sockelpaares entfernt (Abb. 4), die Reste des Ofens 20-30 cm dick mit Erde aufgefüllt und gründ­lich festgestampft. Darauf baute man einen kleineren Brennofen für den zweiten Guß. Die Reste des zweiten Gusses blieben im besseren Zustand erhalten, und auch die Bruchstücke der erwähnten Gußformen stammen davon. Die Restaurierung des äußeren Mantels der Gußform ergab wichtige Informationen über die Größe und äußeres Aussehen der Glocke. Mit Hilfe der Bronze­gießerei, der Schmelzöfen und der restaurierten Gießform konnte man dem Vorgang des Glockengießens bis in die kleinsten Einzelheiten auf der Spur folgen. Die Gießgrube und die Schmelzöfen werden aufgrund der, im an der Wende des 11. und 12. Jahrhunderts vom Presbyter Theo­philus geschaffenen Werk „Schedula diversarum artium" (THEOPHILUS) angegebenen, sich auf das Glockengießen beziehenden Anweisungen, ferner unter Berücksichtigung der bei der Freilegung der Werkstatt von Szer vorgekom­menen Funde und Befunde bzw. nach dem Vegleich der obigen von Arbeitsphase zu Arbeitsphase behandelt. 1/ Die Verfertigung der Form. Auf den Resten der Gußform konnten der schichtenweise ausgebildete Kern und der äußere Mantel, die selbständige Formung der Glocke vom Rand bis die Schulter, die negativen Abdrük­ke der Ringe, die Reste der Eingußöffnung und die Ver­stärkung der Form mit Eisenbändern — was diese Arbeitsphase betrifft — beobachtet werden. 2/ Das Ausgraben der Gießgrube, die Ausbildung des Feuerraumes und die Absenkung der Gußform. Die Maßangaben der Gießgrube waren: Länge: 6 m, größte Breite: 2,5 m, Tiefe: 1,60 m. Der Sockel: Auf die Sohle der Gießgrube wurden vier Steine gestellt, unter ihnen befand sich der 40 cm breite, 260 cm lange, von beiden Seiten heizbare Feuerraum. Weder die Steine des Sockels noch der Heizkanal wurden mit Lehm bedeckt. Keinerlei

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