A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1989/90-1. (Szeged, 1992)

Régészet - Vályi Katalin: Külső kemencék Szer Árpád-kori településén

Méri István 1952 Beszámoló a Tiszalök-rázompusztái és Túrkevemórici ásatások eredményeiről. I. ArchÉrt 79 (1952). 49—67. 1963 Árpád-kori szabadban lévő kemencék. ArchÉrt 90 (1963) 273—280. 1964 Árpád-kori népi építkezésünk feltárt emlékei Orosháza határában. RégFüz Ser. II. 12/a, Budapest. 1—75. 1969—70 Árpád-kori falusi gabonaőrlő és kenyérsütő berendezések. MMMK, Budapest. 69—84. Miklós Zsuzsa 1985 Árpád-kori (XII— XIV. századi) kisvárak Magyarországon. Középkori régészetünk újabb eredményei és időszerű feladatai. Budapest. 143—158. Pauler Gyula—Szilágyi Sándor (szerk.) 1900 A magyar honfoglalás kútfői. Budapest. Sabján Tibor 1988 A búbos kemence. Múzsák Közművelődési Kiadó. Trogmayer Ottó 1973/a Szer monostora. Művészet, XIV. évf. 8. szám. 1973/b Ond és az utódok. Magyar Hírlap, 1973. IX. 2. Trogmayer Ottó—Zombori István 1980 Szer monostorától Ópusztaszerig. Gyorsuló idő sorozat, Magyvető Kiadó, Budapest. Vályi Katalin 1986 Árpád-kori falusi építmények a szeri monostor területéről. ArchÉrt 111 (1986/2). 224—236. 1989 14—15. századi falusi építmények Szer mezőváros területéről. Építészet az Alföldön I. Szerk.: Nóvák László, Selmeczi László. Acta VI, Nagykőrös, 79—87. Zádor Mihály 1978 Román építészet. Az építészet története. Középkor. Tankönyvkiadó, Budapest, 237—430. Aussenöfen an dem frühmittelalterlichen Fundort Szer Vályi, Katalin Während den letzten neun Jahren sind auf dem Gebiet des Klosters in Szer zahlreiche Objekte des frühmittelalterlichen Dorfes zum Vorschein gekommen. Jetzt veröffentlichen wir die Unter­suchung von zehn Aussenöfen, die wir nach ihrem Baumaterial in drei Gruppen eingeteilt haben. 1. Die in die Erde hineingewühlten Öfen: Ofengruppe No. 1 und der Ofen No. 2 (T. 1—2.). Merkmale: die Backfläche wurde gelehmt und kräftig durchgebrannt, die Innenhöhe ist niedrig (40—45 cm), die Mundöffnung ist eng ausgestattet. Unter das Lehmen des Ofens No. 2 wurden Tiernochen gelegt. Sie wurden aufgrund der archeomagnetischen Altersbestimmung: der Ofen No. 2 gegen 1050, der No. 1/a gegen 1100 verwendet. 2. Die in die Erde vertieften Steinöfen: Öfen No. 4,5 und 3 (T. 2; 3, 4; T. 3; 5). Merkmale: die in die Erde eingegrabene Grube ohne Bindstoff gebauten Ofen, die aus grösseren und kleineren Steinen bestanden, waren von aussen mit Erde bedeckt. Ihr ohne Lehmen fertigter Feuerraum war mit dicker Aschenschicht abgedeckt. Im Vorraum des Ofens No. 4 haben wir die Spuren der Tragsäulen vom Schutzdach gefunden. (Ihr Alter: 11. Jh; und die erste Hälfte des 12. Jh-s. 3. Die völlig oder bis zur Hälfte in die Erde vertiefte Ziegelöfen: Öfen No 7 und No. 8 (T. 3; 7, 8). Die Backsteine wurden in gelben Lehm gestellt. Der Ofen No. 7 besass keinen gelehmten Feuer­raum, aber sein Vorraum war bedeckt. Ofen No. 8: In das Gewölbe wurden auch Kieselsteine gemischt, die Backfläche bestand aus einer mit Lehm angeklebten Ziegelreihe, die nicht kräftig durchgebrannt wurde. Aus den zwei Säulenstellen, die sich in den geziegelten Seitenwänden befinden, können wir auf einen gedeckten Vorraum schliessen. Die Mundöffnung ist besonders hoch (70 cm) und ist mit mit der Höhe des Gewölbes fast gleich. Der Verfall beider Öfen wurde wahrscheinlich durch das in der Mitte des 12. Jh-s darüber gebaute Klostergebäude verursacht. — also ist es zu vermuten, dass sie um Ende des 11. Jh-s und am Anfang des 12. Jh-s verwendet wurden. Sogar zweimal haben wir direkt nebeneinander gebaute Stein- und Ziegelofenpaare (9/a —b, T. 4) gefunden. Die Mundöffnung wurde durch einen späteren Graben zerstört. Beide waren mit angeklebter Backfläche versehen, welche des Steinofens in geringem Masse, aber des Ziegelofens kräftig durchgebrannt war. Ins Gewölbe der Öfen wurden auch Kieselsteine einge­baut. Ihr Alter: Die zweite Hälfte des 11. Jh-s und die erste Hälfte des 12 Jh-s. Jeder behandelte Ofen war in die Erde vertieft und war von den Bewohnern des frühmittelalterlichen Dorfes zu benutzen. Schliesslich erwähnen wir zwei Beispiele für die Aussenöfen, die nicht in die Erde vertieft wurden und deren Zugehörigkeit zum frühen Dorfe auch fraglich ist: der Ofen No. 6 und No. 10. (T. 3. 6; T. 4. 10.). 5 156

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