A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1969. 2. (Szeged, 1969)

Csallány, Dezső: Der Schatz der Csanáden

Zusammenfassung der schriftlichen Beziehungen der Gefäße aus Nagyszent­miklós: 1. Zu dem Geschlecht Csanád gehören: die Schalen Nr 9 und 10, die letztere im Zusammenhang mit dem Gut Sáp; Trinkhorn Nr 17 ; die Kelche Nr 22 und 23; der Krug Nr 6 im Zusammenhang mit dem Gut Вех; der Krug Nr 2 mit einer "tamga" u. auf der Fahne der Reiterfigur mit einer Kerbinschrift; die Parallele der Turulvogel-Darstellung des Kruges Nr 7, finden wir am Kruge Nr 2. 2. Zum Geschlecht Кап' gehören: die Schüssel Nr 8: Bol'a, in Zusammenhang mit dem Szanad-er Gut der Csanádén; die Krüge Nr 3, 4: mit dem Namen Bol'a. Vermutlich hängen sie mit seinen Bestattungszeremonien (+ 1046) zusammen; der Becher Nr 11, mit seinem Seitenstück: Sanäg ~ Sanäd sind Na­menvariante; die griechischen Buchstaben an der Schale Nr 21 : Bol'a. 3. Zum Geschlecht Becse-Gergely 'gehören: die andere Inschrift der mit griechischen Buchstaben geschriebenen Schale Nr 21: Bot-alj. (ihr Seitenstück ist die Schale Nr 20). Das heißt, die Arbeit von Bol'a beendete Botalj-zsupán; Kelch Nr 23: Bat-alja (im Komitat Bodrog). Das Seitenstück unter Nr 22; Die Schalen Nr 15 und 16 mit je einem Stiel: Inschrift Bat-anad (der Name von Battony a vor dem Mongolensturm). Krug Nr 5: El'e ~ II'a (Komitat Bodrog); Auf dem Krug Nr 1 ist keine Inschrift an dem verlorengegangenen Seitenstück konnte sie sein (?), in seinem Stil hängt er mit dem Krug Nr 5 in Zusammenhang. Unbestimmbare Stücke: Die Beziehungen der tierköpfi-gen Trinkschalen Nr 13—14, 18, zu dem Gefäß Nr 19 können wir mangels Inschriften in keine der erwähnten Gruppen eingliedern. Ich möchte bemerken, daß der Fundort dieses Schatzes ein Gut des Ge­schlechtes Csanád war u. so auch das Verbergen des Schatzes mit ihm in Zu­sammenhang steht. Die Inschriften beschäftigten sich mit den Herren der einzelnen Güter der Komitate Csanád und Bodrog (kän, sabän, zupän, Gespan, großer Herr, Herr, bég) sowie mit dem Geschlecht Csanád und mit anderen Geschlechtern. Man findet also keine Hinweise auf gewisse Gefäß-Arten. Das Alphabet und den Lautwert der nagyszentmiklóser Kerbzeichen mache ich bei der Publikation des Schriftmaterials bekannt. Es kommt nicht jedes Kerbzeichen des Alphabets vor, aber die Verwendung der velaren Lautan­schlüsse (die man auch bei der szeklerischen Kerbschrift entdeckt hat) zeigt 204

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