Nagy Gyula: Parasztélet a vásárhelyi pusztán (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 4. Békéscsaba, 1975)

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der Magen wurden mit fettigem Brei, Leber, Blut, Fleisch, Fettstoffen gefüllt und bald nach dem Schweineschlachten verspeist. Die kleineren Fettstücke, das Schmer und viel­leicht ein Stück des äußeren Specks wurde ausgelassen. Weil sie die fettigen Speisen gern hatten, war der Überfluß an Speck und Fett unerläßliche Bedingung der Wohlhabenheit. Das Schaafschlachten war nicht so wichtig, aber zum Namenstag, oder zu größeren Festen schlachteten sie gerne je eines. Mit dem wurde der Bauer auch allein einen halben Tag über fertig, da dessen Fleisch frisch verzehrt und die Eingeweiden nur teilweise benutzt wurden. Nach dem Schwinden wurde es an einen Hacken aufgehängt, zerstückelt, meistens für Schaafpaprikasch gekocht. Wenn es die Familie während ein paar Tagen nicht hätte verspeisen können, so verkauften sie die Hälfte des Schaafes. Aus dem, im Haushalt angehäuften wertlosen tierischen Fettstoffen kochte man ein­mal jährlich Seife zu Hause. Mit dieser im Haushalt hergestellten Seife, noch früher mit dem Klotz hielten sie im Sommer fast jede Woche, im Winter zweimonatlich große Wäsche. Wo 5—6 Milchschaafe gezüchtet wurden, dort lohnte sich vom 24. April vom Hl. Georg­Tag bis Ende August die Herstellung des Schaafkäses. In den Schaafmagen steckten sie Lab, das sie selbst vom Schweinemagen herstellten. Davon geleerisierte die Milch in 15—20 Minuten, dann ließen sie es erwärmen, im Leinen absieben und ausdrücken. Den so zu­bereiteten Käse verspeisten sie meistens im Sommer anstatt des Specks mit Brot zum Früh­stück. Marmelade wurde meistens von Pflaumen gekocht und mit Kuchen und Mehl­speisen gegessen. Auch Branntwein wurde regelmäßig aus Obst oder Mais häuslich ge­brannt. Ausführlich wird durch den Verfasser die Herstellung der bei dem Bewachen der Tiere unentbehrlichen Riemenpeitschen eingegangen, eben so ausführlich wie bei dem Ablauf der Saisonarbeiten. Unter dem Titel „Verbotene Sachen" beschäftigt sich der Band im Abschlußkapitel damit, wie die Bauern zum steuerfreien Tabak gelangten und wie sie ihn benützten. Es wird noch behandelt, wie die Sperren während der Tierseuche von den Bauern ubgïerliste und die Tiere doch verkauft wurden. Es wird die Frage der Geliebten mit der Meinung der hiesigen Leute 4eirr.e:'cen, laut deren daiiiter nicht reden dürfe, jedech für keine roße Sünde gehalten werde. Im Rahmen des VI. Kapitels werden unter dem Titel „Wofür wir gearbeitet haben" die Malzeiten, die Speisearten, die Bekleidung behandelt.Es werden die wichtigsten Gerichte und auch die Art ihrer Zubereitung nacheinander erwähnt. Die Reihe wird dem Rang entsprechend mit dem Brot und dessen Backen geöffnet. Tägliche hochgeschätzte Speise war das aus Weizenmehl gebackene Weißbrot, das man aus Kleie hergestellter Germ ganz hoch aufgehen ließ. Aus der feineren Sorte des Weizenmehls bereitet und kennt man noch heutzutage eine große Zahl der gebackenen und aufgeriebenen Kuchen, die leer oder gefüllt ein Gang der Malzeiten waren. Aus dem Maismehl wurden Fladen gebacken und Knödel gekocht. Man zählte zu den Leckerbissen im Winter aus der gekeimten Getreide zubereiteten süßen Fladen. Der mit Mohn, Quark, Kohl gefüllte, fettige Kuchen stand auf der ersten Rangliste. Bei dem Hochzeitsritus war eine aus aufgetriebenem Teig eigenartig geformte geflochtene Brezel unentbehrlich. Es sind noch immer im Schmalz gebratene Kuchen beliebt, aber im alltäglichen Essen haben die gekneteten, im Wasser ausgekochten Mehlspeisen eine viel größere Rolle. Nach­dem der Teig auf 1—2 mm breite kleine Streifen oder quadratförmig geschnitten worden ist, wird im Wasser ausgekocht, dann ausgenommen, Quark, Kohl, Mohn, Marmelade dazugegeben und wöchentlich zweimal bei den Hauptmahlzeiten verspeist. Derselbe wurde im Sommer in größerem Quantum zubereitet, in der Sonne getrocknet, aufbewahrt und erst dann verspeist wenn man für das Kochen wenig Zeit hatte. Eben so werden die im Wasser gekochten, aus Mehl und Kartoffeln zubereiteten Nockerl gemacht, deren Vorteil in ihrer schnellen Zubereitung ist. Unter den Suppen sind die Bohnen-Kartoffel-Tomaten­656

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