Nagy Gyula: Parasztélet a vásárhelyi pusztán (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 4. Békéscsaba, 1975)

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suppen am begehrtesten. Es werden die verschiedenen gerösteten Fleische und Paprikasch­Gerichte erwähnt, die auch beliebt, aber doch viel seltener sind, als die Mehlspeisen. Am Ende berichtet der Verfasser über mehrere, konkrete, wöchentlich gepflegte Speisenfolge. Die Bekleidung wird geschlechtlich verteilt, und nach Alter behandelt. Bis zum ersten Weltkrieg hatten die Kinder im Alter von 3—4 Jahren nur ein aus Leinwand genähtes Hemd an, danach erhielten die Mädchen Röcke, die Jungen Gatjen, übe die bei den Schulkindern noch eine Hose angezogen wurde. Die Kinden gingen oft im Sommer auch zwischen den beiden Weltkriegen barfüßig. Die Wohlhabenden ließen schon den Schul­kindern Stiefel machen. Die Bekleidung der erwachsenen Männer wich nur weniger von der städtischen bürgerlichen ab. Ihr Stoff wurde schon in der Fabrik erzeugt. Als Aus­nahme galten die von Kleingewerbern aus Schaffell hergestellten Kleidungsstücke. Aus der Bekleidung der Männer fehlte hier ganz die gestickte Verzierung. Der schwarze oder blaue in der Fabrik erzeugte Tuchanzug war allgemein verbreitet. Im Sommer als Oberkleidung getrangene Gatje verschwand hier an der Jahrhundertwende. In Schnittart und Form gab es doch kleine Differenzen zwischen den sich aus zweierlei Abstammung ge­bildeten Bevölkerung und so konnte man feststellen, wer von Orosháza oder von Vásárhely entstammte. Die Kleider der Frauen wurden auch aus in der Fabrik erzeugten Stoffen hergestellt, die von heimischen Näherinnen genäht wurden. Es bildete sich hiesige, besondere Frauen­tracht nicht aus — es herrschte die Richtlinie der städtischen Mode — die auf sich einige Jahrzehnte warten ließ. Die zwei wichtigsten Elemente der Frauenbekleidung bedeuteten der Rock und die Bluse, deren Stoffe sehr wechselreich waren. Es werden von dem Ver­fasser Inventare der verschie denen Vermögensverhältnissen lebenden Familien mitgeteilt, die voneinander bedeutend abwichen. Bei der Bekleidung der älteren Generation domi­nierte die dunkle Farbe. Das VII. Kapitel prüft die Formen, Arten und Rahmen des gesellschaftlichen Zusam­menlebens. Auch das Führen der Wirtschaft läßt manchmal Gelegenheit für die Zusammen­kunft zahlreicher Leute schaffen, wo das Verhalten durch Konventionen geregelt wird. Es gab z. B. wöchentlich Markttage, wo sie ihre Produkte verkauften. Das bedeutete nicht nur ein einfaches wirtschaftliches Geschäft, sondern Halbfeier, als jede Gelegenheit, durch die alltägliche strenge Arbeitsrhytmus ein wenig aufgelöst wurde. Die Waren — Milch­produkte, Eier, Geflügel — wurden schon am Vortag des Marktes vorbereitet, dann schon in der Früh auf einen Pferdewagen aufgeladen um je früher verkaufen zu können. Ferkel, Schweine, größere Tiere, Getreide wurden nur einmal jährlich auf den Markt geliefert. Es gab schon unterwegs Gelegenheit, aber am meisten an Ort und Stelle zum Vergleich nicht nur in Betriff der Waren, sondern auch der Gespanne und der Bekleidung. Das ist auch als eine Art der Erfahrungsammeln zu betrachten. Wenn die Ware verkauft wurde, machten sie Einkäufe und beeilten sich, so schnell es möglich war, nach Hause. Inzwischen redeten sie mit Bekannten, Verwandten und sammelten Nachrichten. Nicht nur der Erfolg der Märkte, sondern auch der Erfolg des Wirtschaftens lag im großen an der zweckmäßigen Lieferung, so ist es selbstverständlich, daß man sich um die Fuhrwerke kümmerte. Es war teilweise auch Prestigefrage. Sie hatten für verschiedene Gelegenheiten und Zwecke mehrerlei Wagen, deren Erzeugung und eigehende Beschreibung auch vom Verfasser gegeben werden. Ohne Transportmittel konnte man nicht einmal in die Mühle gehen die sie jährlich mindestens viermal aufsuchten. Eine Familie die vier Mitglieder zählte, brauchte für ein Vierteljahr 3—4 Säcke von Weizen, die sie gelegentlich in die Mühle brachten. Am liebsten warteten sie ab, bis der Müller mit dem Mahlen fertig wurde, so konnten sie die Kleie, das Mehl, die Graupe gleich nach Haus liefern. Im vorigen Jahrhundert gab es noch auf der Pußta Windmühlen, an der Jahrhundertwende waren noch einige Trockenmühlen im Gange, 42 657

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