Rémiás Tibor szerk.: Miskolc város történetének dokumentumai II. Régészeti tanulmányok Miskolc korai történetéből (Miskolc, 1992)

Lovász Emese: Késő avar temetőrészlet feltárása Alsózsolcán

AUSGRABUNG EINES SPÄT A WARENZEITLICHEN GRABERFELDES IN MISKOLC-ALSÓZSOLCA Nach den heute zur Verfügung stehenden Daten wurde das Gebiet des Komitates Borsod-Abaúj-Zemp­lén zur Zeit des ersten Einbruchs der Awaren in das Karpatenbecken (um 568) nicht besetzt. Nach der Verbreitungskarte der spätawarischen Funde kann man die Besetzung (um 670) folgendermas­sen rekonstruieren: die auserhalb der Interessensphäre des Awarenreiches gelegenen nördlichen Gebiete wurden langsam, den Fusstälern aufwärts in Besitz genommen. Ebenso wie in Trandanubien hat offensichtlich die einstige, wahrscheinlich noch benutzbare römische Strasse eine Bedeutung gehabt, da sie von Aquincum über Hatvan und Miskolc in die heutige Slowakei führ­te. Die 1968 von Katalin K. Végh veröffentUchte Verbreitungskarte konnte mit neuen Fundorten ergänzt werden, würde jedech kaum geändert. Zu den Dundorten im Hernádtal sind neue gekommen (Hernádnémeti, Bocs, Gesztely) und eine weiter gelegene, der Friedhofsteü bei Hidasnémeti. Die Fundorte wurden wie folgt unterschieden: Friedhof Skelettgrab (offensichtlich waren dort auch andere Gräber) Funde aus Siedlungen sogenannte „Einzelfunde" unbekannter Fundumstände. 1983 wurde in Alsózsolca am Grundstück Petőfi-Str. 18 beim Graben des Hausfundamentes ein awaris­ches Grab mit Rankenmustern verzierten, gegossenen Gürtelbeschlägen entdeckt (Taf. TB). Anlässlich der Rettungsgrabung haben wir weitere sechs Gräber entdeckt. Interessant war ein sehr tief gelegenes Grab mit Spuren einer gezimmerten Holzkonstruktion, worin die stark gestörten und nur teüweise erhaltenen Kno­chen von zwei Männern und zwei Gürtelfragmente mit rankenverzierten, gegossenen Beschlägen lagen (Taf. I-m). Zwischen den Gürtelbeschlägen und den Knochen befanden sich teils blasige, mit blauem Muster ver­zierte Glasstücke, wahrscheinlich Bruchstücke eines byzantinischen Glasbechers. Mit der Publikation der neueren Funde von Alsózsolca-Tósor wollen wir einen Beitrag zum langsam sich klärenden Büd der awarischen Besetzung unseres Komitates beisteuern. Emese Lovász

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