Szabadfalvi József - Viga Gyula szerk.: Répáshuta : egy szlovák falu a Bükkben (A miskolci Herman Ottó Múzeum néprajzi kiadványai 13. Miskolc, 1965)

Mádai Gyula: Hagyományos erdőgazdálkodás

DIE TRADITIONELLE FORSTWIRTSCHAFT IN RÉPÁSHUTA Die Siedlung Répáshuta und die Wälder in der Umgebung gehörten bis zu der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts der Domäne von Diósgyőr. Danach blieb der grösste Teil der Wälder weiter in Staatsverwaltung. Schon in den Jahrhunderten des Feudalismus sind hier bedeutende Wald­arbeiten zugegangen: schon im XIV. Jahrhundert zB. Holzgewinnung, Kalkbrennen, Kohlenbrennen. Diese Arbeiten hat seit dem frühen Mittelalter ununterbrochen die ungarische Urbevölkerung des Bükk-Gebirges verrichtet. In dem vergangenen Jahrhundert waren das Zerreichenschälen, die Hers­tellung von Rebstecken und Holzsattel, das Waldweiden, das Schweinemästen mit Eicheln, die Jagd, die Bienenzucht, die Sammlung der Waldfrüchte, die Holzgewinnung, das Kalkbrennen, das Kohlen­brennen, das Pottaschenbrennen, die Waldausrottung haufenweise verbreitet, die Technik dieser Ar­beiten weist auf frühere Zeiten hin. Viele Siedlungen sind auf einer Ausrottung gebaut, auch die Mehrheit der Weiden, der Gärten und der Weinberge war früher ein Wald. Répáshuta ist eine Siedlung vom XVIII. Jahrhundert. Ihre Bevölkerung - die Arbeiter der einstigen Glashütten und die Waldarbeiter - stammt von dem slawischen Sprachgebiet der Habs­burg-Monarchie und aus den ungarischen Nachbardörfern. Die Bevölkerung kam hierher in mehren Wellen. Dem Taldorf der ehemaligen Ansiedler gehörten auch gemeinsame Wälder und Gärten. Der Aufbau der Dorfgesellschaft hat sich nach der Einstellung der Glashütten umgewandelt: die ehemaligen Hüttenarbeiten wurden Fuhrleute oder Fussgänger. Die vorigen (furman) waren die Wohlhabenden, sie hatten Zugtiere, Ochsen und seit den 1920-er Jahren auch Pferde. Sie haben vor allem Holz und Kalk transportiert. Sie hatten eine eigene Wohnung. Die Fussgänger hatten kein Haus, sie mussten allerleie Arbeiten angenommen. Die unbedeutende Landwirtschaft, vor allem der Kartoffelnanbau hatte in der wirtschaftlichen Ordnung des Jahres ihre Stelle. Die Zeitperiode der Holzgewinnung waren traditionell die Monaten von Herbst bis Frühjahr. Die Waldarbeiter haben seit dem vorigen Jahrhundert mit Handsäge gearbeitet, vorher haben sie Beil gehabt. Die wichtigsten Geräte zum Holzfällen sind das Beil, die Hacke, die Grossäge, zweierlei Keulen und der Keil. Wenn die Holzhacker (slogárj im Walde, ferner vom Dorfe arbeiteten, haben sie in einer Hütte gewohnt, hier haben sie selbst gekocht. Die grundlegende Arbeitsorganisationsform war das Paar. Die Holzhacker von Répáshuta waren im allgemeinen von ihrer Höchstleistung berühmt. Heute sind die ständigen Waldarbeiter schon weniger an der Zahl. Sie arbeiten in Brigade und mit modernen Motorsägen, auch der Transport ist mechanisiert. Die Mehrheit der Bevölkerung von Répáshuta arbeitet heute in Fabriken, aber doch sind sie der Wald nicht abtrünnig geworden. Gyula Mádai 74

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