A Herman Ottó Múzeum évkönyve 48. (2009)

Orosz György: Mikoron az Úristen, a Sátán és Szent Péter a teremtéssel foglalatoskodtak (Dualisztikus teremtésmondák a svéd, a magyar és az orosz kultúrában)

OROSZ György 1996 Nézzetek rám szemetekkel, hallgassatok fületekkel (Orosz vallásos népéne­kek kétnyelvű tára). Nyíregyháza 2002 A „Mélységek könyve" című orosz egyházi népénekekről. In: PÖCS Éva (szerk.): Mikrokozmosz - makrokozmosz. Vallásetnológiai fogalmak tudo­mányközi megközelítésben. Tanulmányok a transzcendensről III. Budapest. Balassi Kiadó, 78-89. 2007 Aus der „Wunderbaren Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen". Die Sage von Smäland. In: Acta Ethnographica Hungarica, 52 (2), 329-334. PETKANOVA, D. 1988 Die kulturelle Bedeutung der Apokryphen. In: Slavjanska filologija. Dokladi i statu za X mezdunaroden kongres na slavistite. Tom XX. Literaturoznanie i folklór. Sofija: Izdatelstvo na Balgarskata Akademija na Naukite, 35-46. SANTOS Otero, Aurelio de 1978 Die handschriftliche Überlieferung der altslavischen Apokryphen. Bd. 1. Berlin - New York. Walter de Gruyter TOKAREV, Sz. A. (föszerk.) 1988 Mitológiai enciklopédia I— II. Budapest. Gondolat VESELOVSKIJ, A. N. 1879 Razyskanija v oblasti russkich duchovnych stichov. I. Greceskij apokrif o svjatom Feodore. In: Sbornik otdelenija russkogo jazyka i slovesnosti Imperatorskoj akademii nauk. Tom XX. N° 6. Sanktpeterburg, 1-22. ALS DER HERRGOTT, DER SATAN UND SANKT PETRUS MIT DER SCHÖPFUNG BESCHÄFTIGT WAREN Dualistische Schöpfungssagen in der schwedischen, ungarischen und russischen Kulmr Die bogumilische Ketzerbewegung entstand um die Mitte des 10. Jahrhunderts, auf bul­garischem Gebiet, vermutlich in Makedonien (Bogomil 'Gottlieb' war der Name des Gründers, des Popen Jeremij). In Westeuropa verbreiteten sich seit dem 12. Jahrhundert Sekten (Katharer, Albigenser), die mit ihr mit großer Sicherheit in Zusammenhang gebracht werden können und ihre Lehren waren in enger Verbindung mit denen der Bogumilen. Das heilige Buch der Bogumilen, Tajnaja Kniga (Geheimes Buch), wurde wahrscheinlich auf Grund eines im 10. Jahrhundert entstandenen, aber verloren gegangenen bulgarischen Werkes verfasst. Es sind zwei lateinsprachige Handschriften von ihm überliefert, die davon zeugen, dass die dualistischen bogumilischen Lehren auch von den lombardischen Katharem und südfranzösi­schen Albigensern aufgenommen wurden. Die bogumilischen heiligen Bücher formulieren die dualistische Sage über die Schöpfung der Erde nicht, wie sie uns aus der Folklore bekannt ist. Die Bogumilen beabsichtigten nicht, eine eigene Kosmogonie aufzustellen, verewigten deshalb ihre religionsphilosophische Auffassung über die Entstehung der Welt, die Abstammung, den Fall und die Erlösung des Menschen auf populäre Weise, in Form von naiven Legenden, in einer Darstellungsweise, die sich zwischen dem Mythos und der Allegorie bewegte. Gott und Satan, die zwei Urprinzipien, verkörpern in der bogumilischen Ideologie eigent­lich das Gute und das Böse, und sie gestalten und bevölkern das Weltall beinahe als gleichgcsetz-

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