A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 39. (2000)

B.HELLEBRANDT Magdolna: Szirmabesenyő-Földvár

Pesty Frigyes 1988 Borsod vármegye leírása 1864-ben. Sajtó alá rendezte és a bevezető tanul­mányt írta Tóth Péter. Dokumentatio Borsodiensis. SZIRMABESENYŐ - ERDVERSCHANZUNG (ERDBURG) Die sich auf dem Gebiet der Gemeinde, im Margit Hotter befindliche Erdburg (1. Bild) wurde schon im 19. Jahrhundert erwähnt, sogar ihre Funde, Tonurnen, Gewähre aus Bronze sind von Kandra Kabos (1) angeführt worden. Frigyes Pesty (2) berichtete über ihre doppelte Schanze. Die Burg geriet mit der Zeit in Vergessenheit, und das Gebiet ist während der Bewirtschaftung durch die Genossenschaft eingeackert worden, so daß praktisch keine Spur mehr von ihr übrigblieb. Gyula Nováki und György Sándorfi haben 1977 nur noch einen kleinen Teil von ihr gesehen (4-7). Einen Wendepunkt in der Forschung bedeuteten die Untersuchungen von Péter Szolyák und Tamás Bodnár im Archiv des Komitates Borsod-Abaúj-Zemplén: Beim Ordnen alter Akten fanden sie Dokumente, die bezüglich des Grenzstreites zwischen Sajókeresztúr und Sajóvámos (8­13) Verhöre von Zeugen aus den Jahren 1772-1776 enthielten. Die Grenze wird in diesen Dokumenten mehrere Male (Bild 2.) mit dem Schanzgraben (Wallgraben) und dem Schanzufer verglichen. Die Erdburg befindet sich eigentlich an der Grenze von drei Gemeinden, dort wo sich Keresztúr, Vámos und Besenyő treffen. Als Beweis für die Existenz dieser Erdburg dient auch eine Luftaufnahme, auf die Dezső Nagy im ökologischen Institut aufmerksam wurde (Bild 3). Das Photo ist in einer Höhe von 1760 Meter (14) am 8. März 1990 gemacht worden. All dies zusammenfassend dachten wir mit Gyula Nováki, daß es sich lohnt, die Frage durch eine sondierende Ausgrabung zu entscheiden. Der Bürgermeister, Vince Fedor gab uns eine Maschine und drei Männer, mit denen wir die Arbeit begonnen haben. Im III. Abschnitt fanden wir das doppelte Grabensystem. Die Länge des Abschnitts beträgt 38 Meter, seine Breite 1 Meter (Bild 5 und 6). Die Breite des äußeren Grabens (Bild 7a) beträgt 11 Meter, seine Tiefe 1,8-2,0 Meter, doch hier erreichten wir bereits eine Kieselschicht. Als die Greifermaschine den Kiesel jedoch heraushob, damit wir uns über die Dicke der Schicht ein Bild machen konnten, rutschte von beiden Seiten der herausgehobene Kiesel wieder zurück, die sich darüber befindliche Erdschicht stürzte auch ein, so daß wir mit dem Vertiefen aufhören mußten. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Graben ursprünglich auch als Wassergraben gedient und Schutz gewährt hat. Der Stand dieses Grundwassers stimmt zu jeder Zeit mit dem Wasserstand des Flusses Sajó überein. Die 9,5 Meter Entfernung zwischen dem äußeren und dem inneren Graben ist der Platz der Schanze. An ihrer verlängerten Linie ist das Bild 8 gemacht worden. Die Breite des inneren Grabens (Bild 7b) beträgt 9 Meter, er ist 1,7 Meter tief, auch hier kommt das Grundwasser zur Oberfläche. Im dritten Abschnitt bei den Gräbern haben wir den Abschnitt in südliche Richtung ausgebreitet, um den westlichen Wandschnitt photographieren zu können. Auf Befundmaterial sind wir nicht gestoßen, so steckten wir unseren vierten Abschnitt oben auf dem Hügel ab, der archäologisch leer ist (Bild 4). 49 Meter entfernt von hier bestimmten wir den V. Abschnitt, hier fanden wir beim Abschreiten des Geländes winzige Strohlehmkrummen an der Oberfläche. Hier fanden 92

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