A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)

KEMENCZEI Tibor: A zöldhalompusztai aranyszarvas

Sulimirski, T. 1958 Die Skythen in Mittel- und West-europa. In: Bericht über den V. Internatio­nalen Kongress für Vor- und Frühgeschichte Hamburg 1958, 793-799. Ber­lin 1961. 1978 The Background of the Ziwiye Find and its Significance in the Develop­ment of Scythian Art.Bull. Inst. Arch.Univ.London, 15, 1978, 7-33. Talbot Rice, T. 1975 Die Skythen. Köln Venedikov, I.-Gerassimov, T. 1973 Thrakische Kunst. Wien-München Vékony, G. 1972 Adatok a közép-európai vaskor iránti kapcsolataihoz. Rég.Dolg. ser.II. 1, 7-34. DER GOLDHIRSCH VON ZÖLDHALOMPUSZTA Die zweifellos bedeutendsten Stücke im skythenzeitlichen Material Ostungarns sind die Schildzeichen mit Hirschfigur aus Gold- und Elektronblech von Mezőkeresztes-Zöldhalompuszta und Tápiószentmárton. Ihre technischen und Goldschmiedespezifika analysierte Nándor Fettich schon in den 1920er Jahren und datierte sie, weil er einen zeitlichen Unterschied zwischen ihnen voraussetzte, auf das 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. Auch danach haben sich mehrere Forscher mit diesen Funden befaßt und sie im allgemeinen ins 5. Jahrhundert datiert. Neuerlich hat S. A. Skoryj diese Hirschfiguren behandelt und sie zusammen mit den bekannten Vettersfelder Funden als Werke der thrakischen skythenzeitlichen Kunst von Siebenbürgen aus dem 5. Jahrhundert bestimmt. Alle formalen und technischen Charakteristiken der Goldhirsche von Zöldhalompuszta und Tápiószentmárton wurden bereits mit ähnlichen Werken der skythischen Kunst verglichen, weshalb die detaillierte Darstellung der Ähnlichkeiten hier überflüssig ist. Allgemein aber ist zu sagen, daß genau solche Tierfiguren im Steppengürtel nicht gefunden wurden. Deshalb auch haben einige Forscher angenommen, daß diese Gegenstände im Ostteil des Karpatenbeckens hergestellt wurden. Zu dieser Feststellung ist allerdings zu bemerken, daß auch ähnliche Werke aus der Steppe einzigartig sind, es keine indentische unter ihnen gibt, folglich die Individualität jedes Stückes keinerlei Aufklärung über den Ort der Werkstätte bietet. Einzelne Motive und Zierelemente der griechisch-skythischen Goldschmiedekunst wurden länger als zwei Jahrhunderte fast unverändert beibehalten. Die Forscher, welche die Hirschfiguren von Zöldhalompuszta und Tápiószentmárton ins 5. Jahrhundert datierten, berücksichtigten nur die skythischen Parallelen aus demselben Jahrhundert. Doch finden sich in ähnlichem Stil geformte und verzierte Hirschfiguren auch im früheren Material der skythischen Kunst. Die Darstellung eines mit untergeschlagenen Beinen galagerten Hirsches von Tápiószentmárton gehört zu den Elementen iranischer Herkunft der skythischen Goldschmiedekunst, die im Steppengürtel auch unter den Funden aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. auftauchen. Die von der 178

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