A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)
B.HELLEBRANDT Magdolna: A mezőnyárádi bronzkincs
Szamosflusses nach Westen und nach Piscolt ist ihre Wegrichtung von Hajdúböszörmény, Mezőnyárád, Mezőkövesd, Szikszó, Keresztéte, Lúčky, Žaškov, sowie durch die Funde von Béla Spišská (3. Bild) gekennzeichnet, durch die Flußtäler gelangten sie bis zur Oder und entlang des Flusses bis hin zum Baltischen Meer. Diese Weglinie stimmt im wesentlichen mit dem Verbreitungsweg der sogenannten Maskenperlen in der späten keltischen Eisenzeit überein. Auf diesem Handelsweg (3. Bild) wurden in den verschiedenen Zeitabschnitten der Vorzeit unterschiedliche Waren befördert, Kupfer, Zinn und Bernstein, darüberhinaus war dies der Weg für den Tausch der kulturellen Endprodukte und ebenso der Völkerwanderung - siehe die trojanischen Parallelen zu den Ozdzenter-Urnen. In Kenntnis des oben Erwähnten kann festgestellt werden, daß sich das Tragen von Helmen vom Ägäentum ausgehend in Osteuropa verbreitete. Vermutlich wurden sie zur gleichen Zeit über die Adria auch in Italien bekannt. T. Kemenczei setzte voraus, daß sich die Benutzung von Helmen zur Zeit der Urnenfeldkultur im Zeitabschnitt Ha A 1 im gesamten Karpatenbecken verbreitete. Dies hält auch Hencken für wahrscheinlich, der allerdings aufgrund der Umstände des Vorkommens, bzw. des Verbergens der Helme die westliche Zone mit einer scharfen Grenzlinie von der östlichen trennte. In den westlichen Gebieten wurden die Helme im allgemeinen in Sümpfen und Flüssen gefunden, waren also Opfergegenstände, während sie in den östlichen Gebieten gewöhnlich in Schatzfunden vorkommen. Bei den Bräuchen der beiden Gebiete kann eine grundsätzliche weltanschauliche Abweichung festgestellt werden. Auf der Verbreitungskarte von Mozsolics kann beobachtet werden, daß die Helmfundorte in Transdanubien und die in Nordungarn zum gleichen Fundhorizont, dem Kurdi gehören. In der heutigen Slowakei benutzte vermutlich ab Mitte des Zeitabschnittes Ha A das Volk der Gawakultur Helme. Das Mezönyárader Ohrenschutzfragment eines Helmes wird von Kemenczei aufgrund der Handschutzspirale und des hohlen Armreifens als Nachlaß der Kyjatizer Kultur betrachtet, wobei er aber vermutet, daß das Helmfragment ein Produkt des Bronzegewerbes der Gawakultur ist. Die Helme mit Ohrenschutz wurden von Schauer in Mitteleuropa auf die Zeit Ha A 1 datiert. Es ist vorauszusetzen, daß bei den Funden viel mehr auf Helme hinweisende Spuren gefunden werden können, wenn wir die Helmbüsche oder die Versteifungen aus Knochenplättchen oder Metall bei Lederhelmen in Betracht ziehen. Handschutzspiralen (7. Bild 1-2.) sind Teile von Schutzwaffen. Als ihr Ursprung können die kurzschaftigen Exemplare betrachtet werden. Am Ende der Bronzezeit treten sie auch beim Hajdusamsoner Depothorizont auf. In der späten Bronzezeit verbreitete sich in Nordungarn und auf dem Gebiet der Ostslowakei der Salgótarjáner Handschutztyp. Ihre Anwendung ist auch für die Kyjatizer Kultur charakteristisch. Stücke mit einem Stern oder Kamm in der Mitte sind selten, ähnliche sind vom Šwedlarer Fundort bekannt. Mit einem Stern in der Mitte und einem Rand versehene Exemplare sind aus dem Westen, von den Fundorten Hesseiberg (Bayern) und Este (Provinz Padova) bekannt, beim letzten handelt es sich um einen sechszackigen Stern. Speer- oder Lanzenspitzen gibt es in unserem Fund 9 Stück. Ihr Gewicht schwankt zwischen 51,79-199,2 Gramm und sie können in drei Typen geteilt werden. Der ersten Gruppe wurden die Speerspitzen mit flammenartigem Blatt (5. Bild 3., 6. Bild 6.) zugeordnet. Die mit einem flammenartigen Blatt versehenen Speerspitzen verbreiteten sich in Mitteleuropa nach Reinecke in der Periode BD und Ha A. In den östlichen Gebieten Ungarns sind sie in den Opälyer Bronzefundtypen zu finden, so zum Beispiel bei den Bronzefundtypen von Demecser und Groß-Steffelsdorf (Rimavská 164