A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)
B.HELLEBRANDT Magdolna: A mezőnyárádi bronzkincs
Sobota), wie in Pétervására und Felsőzsolca. Im I. und IV. Bükkaranyoser Fund kommen sie ebenfalls vor. Zur zweiten Gruppe wurden die Speerspitzen gezählt, deren Klingen die Form eines Lorbeerblattes hatten (4. Bild 3., 5. Bild 4., 6. Bild 5.) und bei denen von den drei mittleren Zinken die beiden äußeren Zinken unter das Blatt gebogen waren. Die in der Mitte gerippte lorbeerblattförmige Lanzenart ist in den Opályer Fundtypen, so in Demecser und Abaújkér, sowie im Groß-Steffelsdorfer Fundtyp von Felsőzsolca und im vierten, aus der zeit der Pilinyer Kultur stammenden Bronzeschatz von Bükkaranyos zu finden. Diese Speerspitzen wurden erstmals zur Zeit der Pilinyer Kultur hergestellt, später aber wurde ihre Herstellung mit Beginn der Ha A Zeit langsam eingestellt und mit der Anfertigung der lorbeerblattförmigen, kurzscheidigen Lanzenform begonnen, die dem Mezőnyáráder dritten Typ oder Gruppe Entspricht (4. Bild 2., 6. Bild 4.). Hierzu bildet die Lanzenspitze aus den Zempléner und Kérer Funden teilweise eine Analogie. Eine Analogie stellen auch die Lanzenspitzen aus den Funden der Bonyháder Region, aus Öreglak, Marok, Tab, Lovasberény und des vierten Fundes aus GyöngyössolymosKishegy dar. Im ersten Fund von Gyöngyössolymos kommt ebenfalls eine kurzschaftige Lanzenspitze mit drei gerippten Zinken in der Mitte vor. Die Fundorte veranschaulichen ohne Anspruch auf Vollständigkeit, daß diese Gegenstände bei den Fundorten des A. Mozsolicser Kurdi-Horizontes allgemein vorkommen und auch zur Zeit des Gyermelyer Horizontes benutzt wurden. Alle drei Speerspitzentypen sind charakteristische Stücke der früheren Urnenfeldkultur. Die über einen kurzen Schaft verfügenden Exemplare sind bei den Funden aus der jüngeren Urnenfeldperiode zu finden. Schmuckstücke Ein dekoratives Stück des Mezőnyáráder Fundes ist der hohle Armreifen mit einem „C" förmigen Querschnitt (8. Bild 15.), von welchem mehrere Analogien aus unserer Region publiziert wurden und der ein charakteristischer Bestandteil der Kyjatizer Kleidungskultur war. In unserem Fund kommen fünf geschlossene Armreifen vor (6. Bild 1-3., 8. Bild 1-3.) und mit Ausnahme des 6. Bild 1. waren sie, wenn auch nur in Spuren, verziert (12. Bild). Ein beliebtes Motiv war die „X" Variation, die nicht nur auf Armreifen, sondern auch auf Ringen, Gürtelschnallen, ja sogar auf Sicheln vorkommen. Nach Ansicht von Eva Bonis wurden dem „X" Zeichen Zauberkräfte zugeschrieben. Unser Fund enthält acht spiralförmig gedrehte Drahtringe (8. Bild 4-11.), die seit der Kosider Metallschmiedekunst gern getragen wurden. Die dicken Drahtringe (4. Bild 3-4.) kommen in den Bronzeschätzen der Pilinyer, Gawaer und Kyjatizer Kultur im allgemeinen paarweise vor. Die Bronzedrahtstücke (13. Bild) sind drei Meter lang. Ihre Analogie kommt im Pörtéter Schatz vor. Donja Hunyady erwähnt ähnliche aus Dolina. Vermutlich waren es Teile von Halsketten, Brustschmuck oder Gürteln. Die zwei Spiralanhänger mußten mit den daran befestigten Ketten sehenswerte Schmuckstücke gewesen sein (9. Bild 2.) Ähnliche brillenförmige Spiralanhänger mit längerem oder kürzerem Ansatz waren vom Anfang der Bronzezeit bis zur frühen Eisenzeit beliebte Schmuckstücke. Die Analogien zur feingliedrigen Kette sind in den Bronzefunden von Borsodgeszt, Tállya, Felsőzsolca und Kisgyőr zu finden. Die Länge der Mezőnyáráder Ketten betrug insgesamt 667,2 cm. Sie wurden ähnlich wie die während der Eisenzeit an Ketten befestigten Fiebeln getragen. Bronzegefäße (9. Bild 1.5.8., 10. Bild 4., 9. Bild 3.6.9, 10. Bild 2.) Der Mezőnyáráder Fund enthält zwei Fragmente von Bronzeschalen. Obwohl an jeder nur ein Henkel hinterblieben ist, mußten diese nach Meinung von Pál Patay zwei 165