A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)

HOFFMANN Tamás: A változó változatlan (böngészők, halászok, vadászok)

DAS VERÄNDERLICHE UNVERÄNDERLICHE - SAMMLER, FISCHER, JÄGER ­Zur Erinnerung an Ottó Herman Ein Kapitel der Studie über die Arbeitskultur der Erbeutung (Jagd, Fischfang, Sammeln) aus dem Buch des Verfassers über die Geschichte der materiellen Kultur der europäischen Bauern. Strukturell den Darlegungen des Buches angeglichen. Als Gegenstand seiner Untersuchungen behandelt der Verfasser die Wechselwirkung zwischen Umwelt und Mensch. Er berichtet über die ökologischen Gegebenheiten, die darin stattgefundenen Veränderungen (wenn auch nicht ausführlich, da das Buch dieses Problem in einem anderen Teil weitläufig behandelt), vor allen Dingen über die Biotopie der Walddecke und Süßwasservorkommen und die den Umfang des Wild- und Fischbestandes, bzw. die Nahrung des Menschen bestimmende Historie. Er schafft eine Übersicht über das Schicksal der Hochseefischerei, da deren Ausbeute die im Süßwasser erreichbaren Leistungen schon immer bei weitem übertraf. Von den Erinnerungen an die Eiszeit (die mit dem Zurückweichen der Eisdecke in die südlichen Gewässer von Island und Grönland zurückgedrängt wurden) bis hin zum Fischfanggewerbe im Mittelalter behandelt er die wichtigeren Merkmale der Technologien und Arbeitsmethoden. Er charakterisiert kurz (da er diese Frage in anderen Teilen des Buches ausführlicher darlegt) die Hering- und Störfischerei, bzw. die Gestaltung des Handels, sowie des Konsums, daß heißt die Modifikation der kulinarischen Moden. Er geht auch auf die Charakterisierung des Sportangelns ein, da er darstellen möchte, wie sich die Laufbahn einer Tätigkeit von der Selbsterhaltung zum Hobby gestaltet und kennzeichnet auch kurz deren letzten Stationen. Der Verfasser wird von den gleichen bestrebungen geleitet, als er den funktionswandel der Jagd schematisiert. Er legt dar, wie sich der Weg der Jäger im Mittelalter in zwei Richtungen teilt, einerseits geht er auf die Anlässe der - mit einer Jagd verbundenen ­gesellschaftlichen Repräsentation und andererseits auf die Vorbedingungen für ein Entstehen der Wilderei ein. Auf die Veränderungen der territorialen und chronologischen Rolle des Sammeins übergehend stellt er - die literarischen Trivialitäten anerkennend - fest, daß die Jahrtausend alten Verfahren während einer Hungersnot wieder aufleben. In einigen Fällen erwähnt er, wie aus gesammelten angebaute Pflanzen werden, bzw. wie Kulturpflanzen verwildern, obwohl der Mensch diese, zwar in geringerem Maße, aber dennoch weiterhin beansprucht. Er ist gezwungen auch zur Kenntnis zu nehmen, daß die Wertproduktion der erwähnten Verfahren innerhalb der Wirtschaftsgeschichte nicht mit den gewohnten Methoden quantifiziert werden kann, höchstens dann, wenn diese gewerbsmäßig produziert wurden. Damit versucht er dem Leser zugleich seine Überzeugung davon mitzuteilen, daß er mit der Methodik der herkömmlichen ethnologischen Beschreibungen unzufrieden ist. Die Mehrheit dieser Abhandlungen wurden von den Verfassern unter Darstellung von Gruppen in marginaler Lage angefertigt, wobei sie hauptsächlich interessierte, in welchem Maße die Menschen bei ihren Erbeutungsmethoden die ethnischen Wurzeln ihrer Herkunft bewahrten. Die Fragestellung stand Ottó Herman, dem in der ungarischen Fachliteratur als „letzten ungarischen Polyhistor" qualifizierten Fachliteratur fern, der in Wirklichkeit ein Autodidakt war und als ergebener Anhänger des Evolutionismus sein Werk mit dem Titel „Buch der ungarischen Fischerei" vor 565

Next

/
Thumbnails
Contents