A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)
FAZEKAS Csaba: „Az idő ránk is terhesedett...” Adalék a politikai katolicizmus reformkori történetéhez
Leben viel aktiveren Abgesandten der Kapitel) besonders bedeutende, erwähnte Sitzung vom 27. Oktober, und zwar gleich von zwei Gesichtspunkten her. In den die Verlautbarungen fixierenden Dokumenten unterbreiten wir einesteils kurz und in Punkte gegliedert (in „kristallklarer" Form) die ideologische Grundlage der öffentlichen Strategie des politischen Katholizismus, andernteils die konkreten, auf die Verwirklichung der Aufgaben des Reformzeitalters zielenden Vorstellungen der Kirche. Was ersteres betrifft, geht auch aus dem Protokoll hervor, daß die Kirche in ihrer Gesamtheit die liberale Reformpolitik der Opposition scharf zurückgewiesen hat, weil sie darin glaubte grundlegend gegen die Kirche gerichtete, antiklerikale Tendenzen zu entdecken, deren unverhülltes Ziel die Vernichtung der katholischen Kirche oder zumindest ihre Verdrängung in den Hintergrund ist. (Siehe z. B. „Was in der Landesversammlung zur Debatte stand und von der Opposition unterstützt wurde, wenn das wirklich zu einem Beschluß der Landesversammlung wird, was wir in Anbetracht unserer gegenwärtigen politischen Lage nicht als eben unmöglich ansehen, wird das den Klerus in Gefahr bringen und die politischen Rechte der katholischen Kirche zerstören, unsere gegenwärtige Lage genauso verschlechtern, wie das schon in anderen katholischen Ländern [...] geschehen ist. So ist es, - der ernste Fingerzeig der Zeit hat uns zu diesem Schritt gebracht, unsere Gedanken haben sich aus dem Gefühl unseres schmerzenden Herzens ergeben." usw.) Die konkreten Aktivitäten betreffend wurde auf folgendes gedrungen: - Man wollte die gesteigerte Teilnahme kirchlicher Personen (der Mitglieder des Episkopates, der Kapitel, sogar des unteren Priestertums) am öffentlichen Leben, in erster Linie an den Komitatsversammlungen, dort die Vertretung des Standpunktes der Kirche, die Gewinnung des weltlichen Adels erreichen. - Die Forderungen des sich modernisierenden öffentlichen Lebens wurden erkannt, die wichtige politische Rolle des Informationsflusses, weshalb man die institutionalisierte und schnelle Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen den ins politische Leben eingeschalteten kirchlichen Personen betrieb. - Aus ähnlichen Erwägungen erkannte man die außerordentliche Rolle der Presse für die Formung der öffentlichen Meinung, weshalb man sich für die Herstellung von den Standpunkt der Kirche popularisierenden, sich an historischen Argumenten orientierenden Tageszeitungen, Zeitschriften und Flugblättern, die kräftige materielle und ideelle Unterstützung der vorhandenen entschieden hat. (Später führte das auch zur Schaffung des Vorläufers der heutigen Gesellschaft des Heiligen Stephans, weiterhin sind in den darauffolgenden Jahren tatsächlich zahlreiche Presseartikel und Flugschriften in dieser Richtung erschienen.) - Man wünschte den Grad des katholischen Charakters der Bildung zu erhöhen, das gesellschaftliche Gewicht der kirchlichen Einrichtungen, weil diesen entscheidende Bedeutung für die Herausbildung der „entsprechenden" politischen Ansichten der heranwachsenden Generationen beigemessen wurde. - Als wichtigste konkrete Zielstellung wurde die Wiederherstellung des den Gesandten der Kapitel 1825 entzogenen Stimmrechts der Landesversammlung der Stände betrachtet, weshalb man wollte, daß dies in den Diskussionen des politischen Lebens mit der den freien königlichen Städten das Stimmrecht zu gebenden Bewegung verbunden wird. Auf Grund des Inhalts des Dokuments können zahlreiche weitere Lehren aus der sich 1846-47 formenden Verbindungsaufnahme zwischen der katholischen Kirche und der konservativen Partei und ihrer Interessengemeinschaft festgestellt werden. Csaba Fazekas 272