A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 25-26. Tanulmányok Szabadfalvi József tiszteletére. (1988)

RÉGÉSZETI TANULMÁNYOK - WOLF Mária: Elpusztult középkori település Sajólád határában

VERNICHTETE MITTELALTERLICHE SIEDLUNG IN DER GEMARKUNG VON SAJÓLÁD (Auszug) 1982 stießen wir im Laufe einer Geländebegehung in der Gemarkung von Sajólád auf einen weitausgedehnten arpaden- und spätmittelalterlichen Fundort. Auf Grund der Schriftquellen und Karten identifizierten wir den Fundort mit dem Dorf Kemej . Ke­mej war im mittelalter die südlichste Gemeinde im Komitat Abauj und wurde zuerst 1275 erwähnt. Das Dorf wurde zur Mitte der Jahre 1600 durch die die Gegend heimsu­chenden Türkenkriege verwüstet. Auf dem Fundort führten wir eine kurze Kontrollausgrabung durch. Hierbei ka­men die Reste eines auf das Erdniveau gebauten Objekts sowie mehrere Gruben zum Vorschein . Das auf dem Erdniveau errichtete Objekt war wahrscheinlich ein Wohnhaus und nach Beweis der hier zutage geförderten Funde im 12-13. Jh. bewohnt. Die Form der in der Nähe zum Vorschein gekommenen Grube I ist unregelmäßig, die dort gefun­denen Pfostenlöcher und Eisennägel lassen auf eine Holzkonstruktion schließen. Die Funktion und die Analogien dieser Grube sind vorläufig unbekannt. (Abb. 5) Südwestlich von der erwähnten Grube, etwa 5 m weit in einer vom heutigen Niveau 2,66 m tief eingegrabenen Grube mit 1 m Durchmesser fanden wir eine völlig unversehr­te, mit der Mündung nach W gedrehte Flasche. (Abb. 13) Daneben lagen das Kiefer­fragment eines Schweines, das Schienbein eines Pferdes sowie ein menschliches Schen­ke lbein. Die zum Vorschein gekommenen Objekte sind arpadenzeitlich, jedoch auch die in großer Menge erhalten gebliebenen Keramikbruchstücke verweisen auf das spätmittel­lalterliche Dorf. Mária Wolf 202

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