A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 13-14. (1975)

K.VÉGH Katalin: Régészeti adatok Észak-Magyarország i.sz. I-IV. századi történetéhez

ARCHÄOLOGISCHE BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE NORDUNGARNS IM L—IV. JAHRHUNDERT N. Z. (Auszug) Die planmässige Erforschung der Geschichte Nordungarns während der Römerzeit und die Erforschung der archäologischen Denkmäler dieser Zeit ist verhältnismässig zurückgeblieben und kann nur auf eine Vergangenheit von etwas mehr als 15 Jahren zurückblicken. Die bedeutendsten Siedlungsfreilegun­gen dieses Zeitraums sind folgende: M. Párducz und J. Korek — Rettungs­grabung im Ózd-Stadion 1 , Á. Salamons Forschungen in Szilvásvárad, Arka, Garadna, Gibárt und Zalkod 2 , I. Erdélyis Ausgrabungen in Ipolytölgyes 3 , und die Ausgrabungen der Verfasserin in Miskolc, Sajókeresztúr, Szirmabesenyő 4 . Das archäologische Material aus dem Gebiet zwischen Ipoly und Donauknick fasste I. Bona 1963 zusammen und behandelte es im Zusammenhang mit den Forschungen zur Geschichte der Quaden 5 . Wegen des verhältnismässig geringen publizierten Fundmaterials behandeln wir noch vor der Aufarbeitung der erwähnten Ausgrabungen die auf nord­ungarischem Gebiet bisher freigelegten Funde aus der Römerzeit. Hier erläutern wir nicht publiziertes, älteres Material aus dem Komitat Borsod. Aggtelek. Die bisherigen Funde lassen an hand des ungegliederten Vorrats­gefäßrandes Nr. Taf. I, 1 auf eine Siedlung vom Ende des II. Jahrhunderts schliessen. Arka. Der Vorratsgefäßrand (Taf. I, 9.) weist auf eine Siedlung aus der späten Kaiserzeit hin. Bodrogkeresztúr. Durch die Funde in der Kutyasor in erster Linie der ge­gliederte Vorratsgefäßrand (Taf. II, 4.) Scherben vom Typ Blazice (Taf. II, 2,5—6.), Fibel mit umgeschlagenem Fuß (Taf. II, 7.) kann die Siedlung in die späte Kaiserzeit, in den Zeitraum zwischen II. und IV. Jahrhundert datiert werden. Boldogkőváralja. Die gegliederten Vorratsgefäßränder (Taf. III, 1—4.) in der Főutca und am Ufer des Tekeres-Baches lassen auf eine Ansiedlung aus der späten Kaiserzeit schliessen. Felsőzsolca. Das Gefäß, Nr. Taf. IV, 1 stammt aus der späten Römerzeit. Die Funde (Taf. IV, 2—4.) aus der Sandgrube der LPG stammen ebenfalls aus der späten Römerzeit. Das Terra sigillata Bruchstück unterstreicht das, da es erst ab Mitte IL Jahrhundert vorkommt, wahrscheinlich ist es nach den Mar­komannen-Kriegen hierhergekommen. Die Schale weist auf ein eventuelles Grab hin.

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