A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 13-14. (1975)
K.VÉGH Katalin: Régészeti adatok Észak-Magyarország i.sz. I-IV. századi történetéhez
100 Hangony. Die grosse Siedlung in der Sandgrube bestand während der frühen und späten Römerzeit, das beweisen die Keramik. Auf das Bestehen in der frühen Römerzeit verweisen die Scherben keltischer und dakischer Art. Hét. Die Keramikfunde verweisen auf eine Siedlung, deren Alter im III. und IV. Jahrhundert verbreitete Bruchstücke (Taf. IV, 11.) mit Grübchenverzierungen beweisen. Hidasnémeti. Der Rand Nr. Taf. V, 1 datiert die Siedlung in die späte Kaiserzeit. Kistokaj. Die aus der Sandgrube stammenden Gefäßbruchstücke waren zum Teil keltischer (Taf. VI, 5., 7; Taf. VII, 4; Taf. VIII, 1-4., 6; Taf. IX, 1—3.) und dakischer Art (Taf. VII, 1—2.; Taf. VIII, 7.; Taf. IX, 4.), auf Grund derer der Anfang der Siedlung ins späte La Téne- oder frühe Römerzeitalter datiert werden kann. Die Terra sigillata (Taf. V, 3—5.; Taf. IX, 5.), die Schalenbruchstücke mit Zahnradverzierung (Taf. VII., 9.) und Bemalung (Taf. IX, 6.) sind Waren aus Pannonién, die nach den Markomannen-Kriegen hierhergelangten. Die Terra sigillata Nr. Taf. V, 5 kann in das erste Drittel des III. Jahrhunderts datiert werden. Die Funde ermöglichen die Datierung der ausgedehnten Siedlung vom Anfang der frühen Römerzeit bis zur Mitte des III. Jahrhunderts. Miskolc. Die auf dem Alten Truppenübungsplatz gesammelten Scherben (Taf. X, 2—4.) zeigen auf eine Siedlung aus der späten Römerzeit. Früher wurden hier auch in einem Töpfchen Münzen gefunden, die nicht vor Ende des II. Jahrhunderts in Erd gelangten. 206 Die in der Betonwarenfabrik gefundenen Siedlungsfunde, gegliederter Vorratsgefäßrand (Taf. X, 6.) und Bruchstücke mit Zahnradverzierung beweisen das Bestehen der Siedlung um das Ende des II. Jahrhundert. Im Dudujka wurden ein keltisches graphitiertes Seitenteil und eine dakische Scherbe (Taf. X, 8.) gefunden, die darauf hinweisen, dass die Siedlung in der frühen Römerzeit gegründet wurde. Die auf dem Rangier-Bahnhof gefundenen Gefäßbruchstücke (Taf. IX, 5—8.) weisen auch auf eine Siedlung hin, wahrscheinlich aus der späten Römerzeit. Die beiden Fibeln, die in der Sandgrube am Sajó gefunden wurden, gehörten wahrscheinlich zu einem Gräberfeld. Die Fibel Nr. Taf. XII, 7 kann auf die erste Hälfte des III. Jahrhunderts, die Fibel Nr. Taf. XII, 8 mit dem umgeschlagenem Fuß vom Ende des II. Jahrhunderts bis zum IV. Jahrhundert datiert werden. Aus der Umgebung von Szirma gelangten ein kannelierter Seitenteil und ein gegliederter Vorratsgefäßrand (Taf. XII, 9—10.) ins Museum. Diese Gegenstände verweisen auf die späte Kaiserzeit. In Szirma, im Fáskert (Laubgarten) entdeckte Skelettgräber können auf Grund der Fibeln (Taf. XIII, 2., 8.; Taf. XIV, 1., 10—11.) und des Gefässes (Taf. XIV, 12.) in die späte Römerzeit datiert werden. Die im Fáskert gefundenen Münzen stammen sicher aus Gräbern und gelangten Mitte des III. Jahrhunderts hierher. Hier wurden auch Überreste von Siedlungen gefunden. Unter ihnen verweisen die ungegliederten Vorratsgefäßränder (Taf. XIV, 14—16.), die Seitenteile mit eingedrückten und Zahnradverzierung (Taf. XIV, 17—18.) auf das Ende des II. Jahrhunderts, auch das Stempel verzierte Bruchstück vom Typ Blazice (Taf. XV, 10.) datiert die Siedlung auf das Ende des II. Jahrhunderts. In Szirma, in der Siedlung Sóskás am Sajó-Ufer wurden Gefässbruchstücke