Bodó Sándor: A Bodrogköz állattartása (Borsodi Kismonográfiák 36. Miskolc, 1992)

nomade, sich auf ferner liegenden Gegenden ausreichende und die das Winterquartier - Sommerquartier für sich wechselnde Haltungsart im Laufe der historischen Entwicklung dadurch erfolgt wurde, dass die Weidegegend im Mittelalter - die zu zwei Zeiten existiert hat - in die gesperrte Dorfflur eingedrängt wurde. Dort gestalten sich die abgeson­derten Sommer - und die separierten Winterhütengegende. Der Verfas­ser strebt sich mit historischen Angaben aus dem 18. Jh. es zu demonstrieren. In der zweiten Hälfte des 18. Jh-s - zur Zeit des Auf­schwungs des Wirtschaftslebens auf den Meierhöfen - haben die Guts­herren fast 50% des Landgutes den Dorfgemeinschaften weggenommen, das die Gemeinschaften bis zu dieser Zeit gebraucht hatten. Man hat die enteigneten Territorien hauptsächlich aus den Wei­den und Wiesen ausgerissen, wodurch die Winterweide abgeschafft wurde, und es führte zu der intensieven Zucht in Bodrogköz. Die Gutshöfe und die Wirtschafte von Leibeigenen hielten je ver­schiedene Herden auf der Weide. Die Meierhöfe Hessen die Tiere (5-6 Typen von Herden nach Alter und Geschlecht) von einem Hirte hüten. Die Mitglieder der Bauerngemeinschaften, von der Landnahme im 10. Jh. ab, hielten immer und ständig auf der Weide die täglich ausgehenden und heimkehrenden Viehherden (ung.: csorda). Die Csorda-Herde ent­hielt milchgebende und fortpflanzungsfähige Kühe, während die Och­senherde - die Arbeitstiere. Bis zur Zeit der Verminderung der Weidenterritorien, d. h. bis Ende des 18. Jh-s, weideten die Fronbauern ihre eigenen Viehherden von Familienmitgliedern, später nahmen sie für die Gemeinschaft einen Rinderhirt (ung.: gulyás) auf. Die Dörfer Hessen bei ihren Csorda -Herden Rindtiere verschiedenen Alters und Ge­schlechtes hüten. Die Rindherden (sowohl die von Meierhöfen wie später die im Dorfe) befanden sich ständig auf der Sommerweide, sogar auch in der Nacht. Die Rindherden verbrachten die Sommermonate auf den Rasenwei­den und die Wintermonate in den Wäldern oder in Rohrdickichten. Zur Sommerzeit wurden sie nie im Gebäude gehalten, sie wurden höchstens vor dem Nordwind durch eine aus stechenden Baumästen oder aus Wasserrohr geflochtete Hecke gehütet. Den Winter verbrachten sie in einem auf Pfosten stehenden, bedeckten Schuppen (ung.: akol), zu dem noch ein aus Stangen zusammengefügter Pferch gehörte. In den 19.-20. Jahrhunderten verbreitete sich das bedeckte Gebäude auf der Sommer­weide, wo es dann ständig blieb. Die Ochsenknechte und die Kuhhirten in Bodrogköz kamen meistens aus urtümlichen Hirtengeschlechten. Diese Schicht gehörte bis zur Bau­ernbefreiung von 1848 zu der Gruppe von //fcer/wMs-Fronbauern mit 194

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