Dobrik István: Mokry Mészáros Dezső (Borsodi Kismonográfiák 18. Miskolc, 1985)

RESÜMEE MOKRY MÉSZÁROS DEZSŐ (1881-1970) In der ungarischen Kunstgeschichte neben den Meistern von epochemachender Bedeutung ist es viele solche Meister zu finden, die keine Schule schaffenden Lebenswerke hervorgebracht haben, trotzdem ist ihre Tätigkeit ein wertvoll glänzendes Mosaikstück in der Gesamtheit der ungarischen bildenden Kunst. Dazu lässt sich das Lebenswerk von Mokry Mészáros Dezső zählen, der ein unruhiger Mann von reicher Phantasie war, der durch Schwung seiner Imagination von anderen Welten träumte. Seine tief aus Instink­ten und der Welt der Kinderzeit gehegte Kunst kann man nicht einmal eindeutig mit Attribut „naiv" bezeichnen, obzwar ein Teil seiner Tätigkeit mit der von ungarischen Bauernmahlern in Verwandschaft gebracht werden kann. Er wurde 1881 in Sajóecseg geboren. Sein Lebenspfad dauerte durch die zwei Weltkriege bis 1970. Dieses Leben voller Ungewissheit, Entbehrung und Heimsuchung war ebenso ungleich wie die periodische Wechslung seiner künstlichen Unternehmungen. Mokry Mészáros Dezső war ein Autodidakt. Seine Verpflichtung und in deren Spiegel sein Schicksal lässt sich ganz gut von anderen Künstlertypen der Zeit trennen. Anerkennung seiner Werke in weiten Kreisen ist durch die Begeisterung für „Entdeckung" der naiven Kunst vor sich gegangen. Einen Teil seiner Werke kann man doch schwer zum Kreis der naiven Kunst rechnen. Seine schöpferischen Perioden lassen sich eindeutig absondern. Durch seine auf weitreichendes Erlebnismaterial bauende individuelle Weltan­schauung, seinen Symbolismus von surrealistischer Abtönung ist ein Teil seiner Tätigkeit auch an Grand Art herangekommen. Seiner Kunst wurde mit monographischem Anspruch noch nicht abgelegen. Diese kleie Monographie engagiert sich seinen Lebensweg kurz zu durchblicken, sein Lebenswerk zu periodisieren und dessen Werte zu erschliessen. Es wird versucht über das Gesamtwerk dieser weltgereisten, aufregenden Schöpfer-Persön­lichkeit einen Überblick zu bieten. Mokry Mészáros Dezső schöpfte die Inspiration nicht aus der sehbaren, sondern der imaginären Wirklichkeit wozu gleichende Tiefe unter den Autodidakten vielleicht nur Rousseau gelangt ist. Um die im Leben erfahrenen Konflikten interpretieren und lösen zu können hatte er eine individuelle Erklärung „naive Philosophie" gefunden und dachte quasi in kosmischen Dimensionen. Nach dieser Erklärung ist die Welt auf deduktive und nicht induktive Art zu begreifen. Neben Instinktive spielt auch die Absichtlichkeit eine bedeutenden Rolle in seiner Kunst, jedoch beschränkte er sich mit dieser Absichtlichkeit nicht auf die Analyse der Wirklichkeit, sondern auf die Veranschaulichung der von ihm geschaffenen Erscheinung. Stileinwirkungen von professioneller Kunst der Zeit habe ihn nicht betroffen. Seine Imagination ausgenommen hat er keinem Gesetz Folge geleistet. Seinen Werken gebühren abwechslungsreiche Attribute. Dekorativität seiner Werke wird mal durch naive Einfachheit, mal eine ganz verwickelte Bildkomposition gegeben. Mal die erzählerische 85

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