Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)

Régészet - Gaál, István: Die chronologische Grundfragen des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony

DAS NEOLITHISCHE GRÄBERFELD VON ZENGÖVÁRKONY 105 Im südlichen Teil der Grabgruppe, in dem die riiz­verzierte Keramik auftrat, fallen die folgenden in die Augen: Ausser den Gräbern mit ritzverzierter Ke­ramik gibt es 13 Gräber, in denen sich archaische alte Keramik befand, diese sind: Gräber 177, 178, 173, 175, 180, 181, 186, 187, 194, 205, 214. Es gibt auch einige Gräber, die Übergangskeramik enthiel­ten: 183,209. In den Gräbern, der nödichen Hälfte der Grabgruppe, welche für die Formen der jüngeren Periode und der Übergangsperiode charakteristisch sind, kamen keine Gefässe der archaischen Periode zum Vorschein. Aber diese bilden die Mehrzahl in südlichem Teil der Grabgruppe, wenige Gräber ha­ben Übergangskeramik, und in einem Grab kamen auch die Gefässe der jüngeren Periode hervor. Zwei Gräber der Grabgruppe VI/D. enthielten ritzverzierte Keramik: Im Grab 252. an einer Ge­fässschen b/33, und im Grab 263. an einer vom Typ" b/276. Etliche Gräber hatten Kupferbeigaben, aber Gefässtypen aus diesen kennen wir nur in zwei Fallen: im Grab 230. kam ein Gefäss a/14, im Grab 243. ein Schüssel b/20 vor. Diese Gräber und auch die anderen mit Kupfer sondern sich von dem Teil ab - vom nördlichen Teil der Grabgruppe - in der die Gräber mit ritzverzierter Keramik lagen. Auch hier brauchen wir solche Untersuchung, wie früher. Blicken wir das Gebiet der Gräber mit Ritzver­zierung an: Im Grab 256. befand sich ein Gefäss­chen b/25, in dem Gräbern 157, 166, 257. kennen wir keine Keramik, nicht einmal in den Gräbern 172, 253, 244, 249, 250, und in den Gräbern 245, 246. sind die Typen unbekannt. Die in die zwei äusseren Perioden gehörenden Gräber dieser Grabgruppe sondern sich territorial von solchem Mass nicht, wei bei der vorangehenden. Im Gebiet der Gräber mit Kupfer kamen Gefässe grösstenteils vom Übergangscharakter mit einigen älteren For­men zum Vorschein. Die Gräber der äusseren Pe­rioden mischen sich nicht einmal hier, in dieser Grabgruppe können hauptsächlich die Gräber der jüngeren Periode abgesondert werden. Es ist anzu­nehmen, dass die Gräber der Grabgruppe VI/A. ­mit archaischer keramik - und die der älteren der Grabgruppe VI/D. miteinander zusammenhängen. Dombay legte einen Grab in die Grabgruppe VII. hinein, erwähnte, dass die übrigen ausgepf lugt wur­den. Zottmarm orientiert uns noch über zwei Grä­ber, die auf Dombay's Karte nich bezeichnet sind 3 ' 1 / 0 . Das material des Grabes kann auf Grund der Ritzverzierung, die sich an einer Gefässchen b/25 befand, in die ältere Periode datiert werden. In der Grabgruppe VIII/A. kannen wir einen einzigen Gefässtyp, den Schüssel b/10, der in die jüngere Periode gehört, in der Grabgruppe IX/B. kam er mit den Gefässen der jüngeren Periode vor. Auch im Grab 83. gib: es Kupfer. Die be­schprochene Grabgruppe ist auf diesem Grund in die jüngere Periode zu datieren. Im Material der Grabgruppe VIII/B. kam weder Ritz Verzierung noch Kupfer zum Vorschein. Das Vorkommen verschiedener bekannten Typen ist bei drei Gräbern sichtbar, so können wir die Grab­gruppe in die jüngere Periode legen. Dombay sah die Lage der Grabgruppe IX. un­klar 35 . Er beobachtete, dass die Gräber in der süd­lichen Hälfte der Grabgruppe IX/B. dicht nebenei­nander liegen, in nördlicher Richtung sind sie sel­tener 36 . J. Pavuk stellte fest, dass die Grabgruppe IX. chronologisch uneinheitlich ist 37 , näherem hat er das aber einmal betrachtet. In den Gräbern der Grabgruppe IX/A. kam we­der die Ritzverzierung noch das Kupfer hervor. Die Typen b/3 und b/25 verträten die ältesten Formen. Das Material der Grabgruppe, auf Grund des Gra­bes 137., ist in die ältere Periode zu legen. Aus den Gräbern der Grabgruppe IX/B. kam so die ritzverzierte Keramik, wie der Kupfer hervor. Die drei Gräber mit ritz verzierter Keramik liegen weit voneinander, die sechs Gräber mit Kupfer be­finden sich nebeinander. Aus dem Grab 317. kam ein Gefäss der älteren Periode hervor, im Grab 135. war ein Gefäss a/16 mit ritzverzierter Keramik, im Grab 108. deutet der ritz verzier ter Keramikbruch­stück dagegen nicht auf den Typ. In den Gräbern mit Kupfer kennen wir Typen nur in dreien. Um die Beziehung der Gräber mit ritz verzierter Keramik und mit Kupfer erklären zu können, soll das Ma­terial der übrigen auch untersuch werden: im Grab 318 (neben dem Grab 317.) war ein Gefäss vom Übergangscharakter. Der Grab 320., der ferner liegt, enthiel Keramik vom älteren Typ und ein solches Stück dessen Vorkommen in anderen Grab­gruppen nicht folgbar ist. Neben dem Grab 135. mit ritzverzierter Keramik liegender Grab 134. hat­te ein Gefäss vom Übergangscharakter. Die Lage der zwei Gräber mit ritzverzierter Keramik ist nicht klar, weil aus den umliegenden Gräbern kaum einige Typen bekannt sind. Die Lage ist nicht ein­mal bei dem Grab 108. besser: Unter den umlie­genden enthielten nur drei Gräber bekannte Typen: alle sind Gefässe der jüngeren Periode (mit einer Ausnahme). Die Gräber 85, 87-88, 91, 100 mit Kup­fer, lagen in einer kleineren Gruppe. Aus den ne­ben-und umliegenden sieben Gräbern kamen nur in zweien bekannte Typen vor: Im Grab 107. befand sich archaische Keramik, im Grab 99. Keramik der Übergangs- und der jüngeren Periode. Es sind noch weitere Gräber, in denen noch Kupfer war, sie bil­deten eine andere kleinere Gruppe, bekannte Typen sind aber nur im Grab 93. mit archaischer, im Grab 133. mit Übergangskeramik und der jüngeren. Die chronologische Lage der Grabgruppe ist wegen der wenigen Keramiktypen schwer zu erklären. Sicherer 35 Dombay 1960. 194. 36 e. d. 37 Pavuk 1972. 96.

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