Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)

Régészet - Gaál, István: Die chronologische Grundfragen des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony

104 ISTVÁN GAÂL den bekannten Typen der Grabgruppe wurde nur der Typ b/25 - in anderen Grabgruppen - mit eingeritztem Ornament verzirt, und mit solcher in derselbem Grab nur der Schüsseltyp b/2 und das doppelkonische Gefässchen b/44, bzw. der Fuss­schüssel a/2 gefunden. Der letztere kam aber auch mit Kupfer hervor, wie auch das Gefäss a/11. Die Gefässe b /б, b/24, b/31 - in anderen Grabgruppen - kamen mit Kupfer zum Vorschein. Von den 16 bekannten Typen haben 3 Typen zur früheren und 3 Typen zur jüngeren Periode Beziehung. Es sind wenige Gefässe vom älteren Typ, in grösserer Zahl sind aber die Typen charakteristisch, die in der Frühperiode nicht gefunden wurden. Das gemein­same Vorkommen der meissten bekannten Typen ist im Grab 14. zu beobachten: Die Neben dem Skelett gefundenen Gefässe zeigen den Zug der Ke­ramikänderungen : Übergangstypen und jüngere ka­men hervor, archaische Formen wurden gar nichi gefunden. Im Doppelgrab 12. sonderte Dombay die Gefässe der Skelette nicht ab. Solche Typen sind unter jenen nicht, die - in anderen Grabgruppen - ritzverziert waren, das Gefäss b/44 hat Bezie­hung zur älteren Periode, das Typ b/24 gehört schon in die jüngere. In der Grabgruppe Ш/А. gibt es weder Ritzver­zierung noch Kupfer, der Schüssel b/20 wurde - in anderer Grabgruppe - mit Kupfer gefunden. Die Gruppe kann an die jüngere Periode datiert wer­den. Von den Gräbern der Grabgruppe III/B. sind 5 vollkommen beigabenlos. Weder ritz verzierte Ke­ramik, noch Kupferfunde kamen hervor. Keine der bekannten Typen haben Beziehungen zur älteren Periode (mit Ausnahme des Fusschüssels a/2). Die Typen b/14, b/20, b/24 - in anderen Grabgruppen - kamen mit Kupfer vor. Gemeinsam vorkommen­de bekannten Typen waren nur im Grab 34.: Ge­fässe der jüngeren Periode. Wir können diese Grab­gruppen unter die jüngsten datieren, ältere Formen kamen nicht einmal vor. In der Grabgruppe IV. können wir auf Grund der bekannten Typen die nähere chronologische Lage nicht definieren. In der Grabgruppe V. lag keine ritzverzierte Keramik, aber Kupfer wurde gefunden. Die Gefäss­typen b/25 und b/27 wurden - in anderen Grab­gruppen - mit Ritzverzierung versehen, letzterer kam aber auch mit Kupfer hervor. Gemeinsam vor­kommende bekannten Typen sind in 3 Gräbern: im Grab 49. lagen archaische Gefässe b/25 un zwei­teilige Gefässchen b/41, letztere ist vom Übergangs­charakter. Die Typen b/28 und b/31 kamen weder mit Ritzverzierung noch mit Kupfer zum Vorschein. In der Grabgruppe VI/D. (Gr. 238.) wurde das Gefäss b/28 gemeinsam mit den Typen der jüngeren Periode gefunden, ähnlich wie in der Grabgruppe XIV/A. (Gr. 363.) In der beschprochenen Grab­gruppe kam dieser Typ mit den Gefässen der älteren Periode vor. Das Vorkommen der Gefässchen b/41 ist in anderen Grabgruppen nicht folgbar. In klei­nerer Zahl sind die Gefässe vom älteren Typ zu finden, die Übergangsformen und die Typen der jüngeren Periode sind aber charakteristischer. In der Grabgruppe Vl/A. kommt die Ritzverzie­rung, mit Rotbemalung kombiniert vor: am drei­teiligen Gefässchen b/25, und an einem doppslkoni­schem Topf a/17. Mehrere Typen sind, die in an­deren Grabgruppen Ritzverzierung haben: Gefässe a/ll, a/16, b/3, b/27. Gemeinsam mit ritzverzierter Keramik lagen die folgenden Typen: a/ll, a/2, a/17, a/18, b/2, b/3, b/9, b/17, b/25, b/27, b/34. Kupfer wurde nicht gefunden. Die Gefässe, welche mit Ri:z­verzierung versehen sind, gehören unter jenen archaischen Formen, die die älteste Periode der Be­siedlung von Zengővárkony vertreten. Das gemein­same Vorkommen bekannter Typen ist in den Grä­bern 56, 57, 58, 60 sichtbar: archaische Typen. Wir finden auch in der Grabgruppe VI/'B. ritz­verzierte Keramik, der Typ ist aber nicht bekannt. Kupfer wurde nicht gefunden. Es sind 8 Gefässe, die Beziehung zur Ritzverzierung haben. Das ge­meinsame Vorkommen bekannter Typen können wir bei 3 Gräbern beobachten: Im Grab 72. gab es Ma­terial vom Übergangscharakter, im Grab 77. kamen Formen vom archaischen und Übergangscharakter. Übergangstypen charakterisieren auch den Grab 76. Auch bei dieser Grabgruppe erfahren wir, dass sie in der älteren Periode begonnen hat, aber auch während der Übergangsperiode benützt wurde. Die Grabgruppe VI/C. hatte so ritzverzierte Ke­ramik wie auch Kupferbeigaben. Ritzverzierte Ge­fässe kamen aus 4 Gräbern zum Vorschein, diese Gräber enthielten - ausser der ritzverzierten Kera­mik - Gefässe vom älteren Typ. Diese Gräber be­fanden sich von gleicher Entfernung voneinander im Quadrat, in der südlichen Hälfte der Grab­gruppe. Die Kupferbeigabe lag im Grab 218, mit den Gefässen b /б, b/24, b/31, a/2, letzteres ist weiss­bemalt. Alle diese Typen kennzeichen die jüngere Periode. Um festzustellen, wie sich der Kreis der Gräber mit ritzverzierter Keramik und mit Kupfer voneinander absondert, müssen wir das Vorkom­men verschiedener Typen überblicken. Zuerst schau­en wir die Begrabungen um den das Kupfer und die Weissbemalung enthaltenden Grab 218. an, die sich - den Grabungsplänen nach - auch territorial vom Gebiet absondern, wo sich die ritzverzierte Keramik und andere älteren Typen befanden. Unter diesen Gräbern gibt es 5 ohne Beigaben, aus 5 Gräbern kennen wir keine Typen nur Formen. Von den Ty­pen des Grabes 217. gehört der Schüssel b/20 in die jüngere Periode, der Schüssel b/11 kam nur hier hervor. Das Gefässchen b/26 und der Fussschüssel a/1 des Grabes 201. sind vom Übergangscharakter. Auch die Keramik des Grabes 203. zeigt das gleiche.

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