Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)

Régészet - Gaál, István: Die chronologische Grundfragen des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony

DAS NEOLITHISCHE GRÄBERFELD VON ZENGÖVÁRKONY 103 Dreiteilige, runde Gefässchen b/33, mit längerem unteren Teil (Vl/B. 76.), zweiteilige Gefässchen mit rundem Unterteil, mit nach innen geschweiftem Oberteil (IX. B. 317.). Ein Topf vom Butmir-Typ a/11 (VI/C. 206.) und a/16 (IX, B. 135.), ein doppelkonischer Topf a/17 (VI/A. 59.) und ein Schüssel b/3 von archaischem Charakter, alle diese wurden mit Ritzverzierung versehen. Die Ritzverzierung kommt am häufigsten eben an den Typen vor, deren Paralellen auch in Se oder in Aszód hervorkamen. Frühere Typen kennen wir aus Zengővárkony nicht. Es ist anzu­nehmen, dass die Besiedlung von Zengővárkony zur Zeit von Sé, aber eher zur Zeit von Aszód begann. Falls die ritzverzierte Keramik in Zengővárkony am ältesten ist, dann können auch die Gräber, in denen diese gefunden wurden, die frühesten sein. Ebenso, wie die Gefässe, die - neben den ritz­verzierten - aus diesen Gräbern zum Vorschein ge­langen : Der Fussschüssel typ a/2 lag in vier Gräbern mit ritzverzierten Keramik (IX/B. 135., VI/A. 56., VI/B. 76., VII. 79.) Der Fussschüsseltyp a/9 (VI/ 188.), der Butmir-Typ a/ll (VI/A. 56., VI/B. 76., VII. 79.), der Krug a/18 (VI/206, 174, 188., VI/A. 57, 59.), der runde Schüssel b/2 (VI/57, 59., VI/B. 76.), das runde Schüsselchen b/18 (VI/C. 174.), das zweiteilige Gefässchen b/44 (VI/D. 252.), der runde Gefäss b/48 (XIII/A. 351.), das geschweifte Gefässchen (VI/C. 189.) und der dreiteilige Ge­fässtyp b/32 (VI/C. 189.) kamen gemeinsam mit ritz verzierten Gefässen hervor. Ausser den schon beschprochenen dreiteiligen Gefässen b/25 und b/27 (VI/A. 59, VI/B. 76, VII. 79.) kommt der Typ b/34 mit solchen zum Vorschein (VI/A. 56, 51., VI/C. 174.). Viel weniger Keramik steht zur Vorfügung zur Untersuchung der Keramik, die aus den mit Kup­ferbeigaben versehenen Gräbern vorkamen. Die Typen sind meistens nicht bekannt, nur die For­men: der geschweifte Schüssel b/5 (I. 1.), der runde Schüssel b/6 (V/C. 218.), das runde Ge­fässchen b/13 (IX/B. 91.), der konische Schüssel b/20 (III/A. 51., VI/D. 243.), das dreiteilige Ge­fässchen mit geschweiftem Unterteil, b/24 (VI/C. 218.), die dreiteilige Gefässchen b/27 (IX/B. 91.), die a/11 und b/27 Typen stehen mit beiden Perioden doppelkonische geschweifte Gefässchen b/39 (I. 3.), und der Typ b/52 (V. 44.), bzw. der Typ b/42 lagen mit Kupfer in demselbem Grab. Der Fus­schüs seityp a/2 kam mit ritzverzierter Keramik und auch mit Kupfer zusammen hervor, sogar solcher Typ trägt die weisse Bemalung, und auch die a/ll und b/27 Typen stehen mit beiden Perioden in Beziehung. Unter den beschprochenen 75 Gefässtypen be­finden sich 20, die mittelbar oder unmittelbar Beziehung zur Ritzverzierung haben, also, die Gefässtypen, die mit Ritzmuster verziert wurden oder mit solchen in demselbem Grab gewesen sind. Diese Typen sind die frühesten, und die ritzverzi­erte Formen sind die archaichsten. 11 Typen zeigen unmittelbaren Zusammenhang mit den Kupferbeigaben, solche Gefässe, die aus mit Kupfer versehenen Gräbern zum Vorschein kamen. Es gibt nur 3 Typen, die sich - wenn auch nur sporadisch - in Gräbern beider Perioden befanden. Aus den obererwähnten kommt es klar vor, dass in der Frühphase (I.) der Lengyel-Kultur in SO­Transdanubien zwei Perioden von abweichender Chronologie existierten, mit voneinander ab­weichender Keramik. Die Keramik der früheren Periode ist durch Ritzverzierung, runden, profili­erten Formen charakterisiert, bis in der Spät­periode hatte die Keramik einen ganz anderen Charakter: die Gefässe verlierten ihre früheren runden formen, sie wurden schmaler, oft sind die nach innen geschweiften Unterteile und der scharfe Umbruch kennzeichend. Das Vorkommen früherer Formen gemeinsam mit den späteren Gefässen sind nicht kennzeichend, nicht einmal das Vorkommen der Kupferbeigaben mit früheren Typen. Wir nehmen an, dass zwischen der zwei äusse­ren Perioden der Früphase (I.) der Lengyel-Kultur eine Übergangsperiode existierte, weil die späte Typen von abweichendem Charakter unmittelbar von den früheren nicht ableitbar sind. Es gibt 44 Gefässtypen, die — auf Grund der bisherigen ­weder die frühe noch die späte Periode kennzeich­nen, und ihre Formen zeigen Übergangscharakter. In den weiteren verfolgen wir die Entwicklung der Keramik, die Beziehungen beider Perioden, als wir bei den Grabgruppen untersuchen, was bisher bei einzelnen Gräbern und Typen festge­stellt wurde. Wir überblicken in allen Grabgruppen die hervorgekommenen Keramikformen und Typen, ihr gemeinsames Vorkommen, hauptsöchlich im Fall der Gräber mit ritzverzierter Keramik und haupt­sächlich mit Kupferbeigaben. In den Fällen, wo Dombay nur die Formen erwähnte, benützen wir den Fragezeichen (?), die bekannten Typen werden mit den Typenzeichen bezeichnet (Beilage 1.). Die Gräber der Grabgruppe I. bieten wenig Möglichkeit zur Analyse. Ritzverzierte Keramik kam nicht zum Vorschein Kupferbeigabe wurde gefunden. In den Gräbern der Grabgruppe Il/A. wurden keine ritzverzierte Keramik und keine Gefässtypen, die mit solcher hervorkamen, gefunden. Auf Grund der Kupferbeigaben und der Gefässe ist diese Grabgruppe in die jüngere Periode zu datieren. In der Gräbgruppe II/B. treffen wir keine ritzver­zierte Keramik, Kupfer kommt jedoch vor. Von unter

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