Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 17-18 (1972-1973) (Pécs, 1975)
Régészet - K. Zoffmann, Zs.: Die unveröffentlichten Pläne des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony
48 ZS. К. ZOFFMANN geht, dass er diese Angaben in den letzten Jahren der Ausgrabungen aufgenommen hat. 1 Wegen der ziemlich subjektiven Orientierungsbezeichnungen „NO-SW", „O-W" usw. bedeutet das auf alle Kartenblätter extra von Dombay eingetragene Nordzeichen eine wichtige Angabe, die verglichen mit den Skelettzeichnungen eine gewisse Informierung bezüglich der Orientierung der Bestatteten gibt. Verglichen mit den Daten der Katasterkarten zeigen diese Nordzeichen in allen Fällen kleinere oder grössere Abweichungen von der tatsächlichen Nordrichtung. Der genauen Katasterkarte entsprechend, haben wir ausser der Angabe der tatsächlichen Nordrichtung neben den entsprechenden Gräberfeldteilen auch unverändert der Nordzeichen Dombays auf die Kartenblätter eingetragen. Dombay hat in seinen Gräberfeldplänen die Gräber mit gezeichneten Skeletten bezeichnet, Grabgruben sind auf diesen Zeichnungen mit Ausnahme der Ausgrabungen in den letzten Jahren nicht eingetragen. In seiner Publikation schreibt Dombay (1960.197.) folgendes: „Die Gräber sind nach ihrer Füllerde nicht zu erkennen, auch konnten weder ihre genaue Form noch die Masse bestimmt werden." Im Gegensatz dazu spricht er in seinen Tagebuchaufzeichnungen an einigen Stellen von den Massen der Grabgruben. 2 In einigen Fällen (Gruppe IX: Grab 316—320, 323—328, 331; Gruppe XIII: Grab 344—361, 365, 366) hat er die Gräber unter Weglassen der Skelettzeichnungen nur als leere Rechtecke eingetra1 In Dombays Tagebuch aufgezeichnete Orientierungsdaten (die in Grade umgerechneten Angaben sind von Norden nach Osten zu verstehen) : Gruppe VIII: Grab 303 (18'= 78,68°) ; Gruppe IX: Grab 316 (17' = 84,30°), Grab 317 (19' = 73,06°), Grab 320 (18' = 78,68°); Gruppe XIII: Grab 344 (22'=56,20°), Grab 347 (24' = 44,96°), Grab 348 (26' = 33,72°), Grab 351 (20' = 67,44°), Grab 355 (20' = 67.44°), Grab 356 (22' = 56,20°), Grab 357 (20' = 67,44°), Grab 359 (20'= 67,44), Grab 365 (20' = 67,44°) ; Gruppe XIV: Grab 312 (10' = 123,64°), Grab 313 (20 = 67,44°), Grab 314 (16' = 89,92)°, Grab 342 (19' = 73,06°), Grab 343 (16 = 89,92 û ), Grab 362 (20' = 67,44°), Grab 363 (14' = 101,16°). Bei den mit dem Kompass eingepeilten Gräbern kommt ein einziges umgekehrt orientiertes Grab vor : Gruppe XIV: Grab 341 (54' = 123,64°, von Norden nach Westen). In den Tagebuchaufzeichnungen weist keine Angabe darauf hin, welche Achse der Skelette in Hocklage Dombay bei der Orientierung diente. 2 Zum Beispiel: Gruppe II, Grab 20: Die Wände und der Boden der Grabgrube wurde laut den Tagebuchaufzeichnungen nach sorgfältigem Ausschmieren stark ausgebrannt (in der Publikation — DOMBAY 1939, 13. — ist dies Angabe bei Grab 19 zu finden). Gruppe II, Grab 12: „Im Unterboden vertieft ist die Grabform zu erkennen." Gruppe IX, Grab 137: „Grab grossen Ausmasses": Gruppe XIII, Grab 346: „Nachdem die Knochen herausgenommen wurden, zeichnete sich die Grabgrube deutlich in der Richtung Ost-West ab." gen. In diesen Fällen ist es leider nicht möglich zu entscheiden, ob das Rechteck eine Grabgrube oder die Vergrösserung des Grabens bezeichnet. Mit einem besonderen Zeichen haben wir auf unserer Karte die von Dombay aus irgendeinem, heute bereits unbekannten Grunde nicht einge2eichneten Skelette bzw, umgepflügten Gräber und diese Gräber, deren anthropologisches Material vermordert und verfallen ist, versehen. Die Grösse der eingezeichneten Skelette, der Grad ihrer Hocklage und ihrer Orientierung wurde aus Dombays Zeichnungen unverändert, aber schematisch übernommen. 3 Auf diesen die Gräber bezeichnenden Skelettzeichnungen ist in manchen Fällen der Schädel nicht eingezeichnet. Es handelt sich dabei zum Teil um Bestattungen ohne Schädel, zum Teil um teilweise ausgepflügte Gräber. Mit Rücksicht darauf, dass es aufgrund Grabbeschreibungen Dombays nicht immer möglich war, diese zwei Fälle zu unterscheiden, haben wir diese nicht besonders bezeichnet in unsere Pläne aufgenommen. 4 3 Abweichungen zwischen den ursprünglichen Karten und den Publikationen Dombays (1939, 1960) : Gruppe II, Grab 8: Der im Gräberfeldplan angeführte Schädel ist laut der Publikation nicht vorhanden. Gruppe VI, Grab 181, 193, 196 und 197: In der Publikation haben die Skelette aus diesen Gräbern Schädel, laut Gräberfeldplan fehlen diese. Gruppe IX, Grab 88: Das Grab beinhaltet drei Skelette, von denen das mit „B" bezeichnete Kinderskelett auf dem Gräberfeldplan nicht angeführt ist; Grab 101, 103: Beide Gräber sind in der Publikation als Doppelgräber angeführt, auf dem Gräberfeldplan fehlen die Kinderskelette; Grab 109 und 112: Aus der Publikation geht hervor, dass es sich hier um umgepflügte Skelette handelt, aus dem Gräberfeldplan wiederum, dass es Skelette ohne Schändel sind; Grab 119: Das Kinderskelett des Doppergrabes ist auf dem Gräberfeldplan nicht angeführt. Gruppe XI, Grab 281: Das Kinderskelett aus dem Doppelgrab ist auf dem Gräberfeldplan nicht eingetragen. Gruppe XIV, Grab 368 : Laut der Publikation wurde das Grab beim Graben von Pfostenlöchern zerstört, in situ lagen nur die Bekkenknochen und Beinknochen. Auf dem Gräberfeldplan sind diese Knohcen ihrer anatomischen Lage entsprechend angeführt, im Gegensatz dazu ergaben die anthropologischen Untersuchungen (ZOFFMANN 1969/70), dass dies Knochen mehrer Individuen unterschiedlichen Alters sind. 4 Skelette ohne Schädel: Gruppe II, Grab 8: (T [= Tiefe] : beträgt laut den Tagebuchaufzeichnungen 38 cm, laut der Publikation 53 cm) im Tagebuch und in der Gräberbeschreibung (DOMBAY 1939) ist angeführt, dass der Schädel durch die Wurzeln der über dem Grab wachsenden Sträucher vernichtet wurde, aus der Publikation aus dem Jahre 1960 wiederum geht hervor, dass das Fehlen des Schädels auf Bestattungsriten zurückzuführen sei. Auf dem Gräberfeldplan hat Dombay auch den Schädel des Skeletts eingezeichnet. Grab 13: (T: 60 cm); Gruppe V, Grab 48: (T: 20 cm); Gruppe VI, Grab 58: (T: 55 cm), Grab 64: (T: 25 cm) der Schädel wurde umgepflügt, Grab 155: (T: 40 cm), Grab 162: (T: 90 cm) das Skelett, dessen Schädel fehlt, lag unter dem Grab 159, dessen Tiefe 85 cm betrug; Grab 178: (T: 60 cm) aus den Auf zeich-