Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 17-18 (1972-1973) (Pécs, 1975)

Régészet - K. Zoffmann, Zs.: Die unveröffentlichten Pläne des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony

UNVERÖFFENTLICHTEN PLÄNE 49 Im Jahre 1948 hat Dombay auf den 3062, 3070, 3071 Grundstücken erneut Gräber lokalisiert, mit deren Erschliessung er aber laut seinen Tage­buchaufzeichnungen bis zu dem in Budapest 1948 tagenden Archäologischen Weltkongress wartete. Diese — letzten Endes — unerschlossen gebliebe­nen Gräber wurden in der Publikation nicht er­wähnt, auch die Grabnummerierung erfolgte nicht; auf unseren Kartenblättern sind sie auf dem Kartenblatt der Gruppe XIII (Plan 12) ange­führt. Die Zeichnungen Dombays beziehen sich nur auf die freigelegten Gräber, von den Siedlungs­spuren, die erschlossen wurden, sind keine ähnli­chen Dokumentationen erhalten geblieben. Die nungen geht hervor, dass der Schädel fehlt, der Grä­berfeldplan besagt das Gegenteil; Grab 179: (T: 55 cm), Grab 180: (T: 65 cm), Grab 187: (T: 40 cm), Grab 188: (T: 35 cm), Grab 189: (T: 30 cm), Grab 195: (T: 35 cm) die Handknochen des Skeletts lagen unter dem Grab 194, dessen Tiefe 25 cm betrug; Grab 204: (T: 25 cm) Dombay vermutet, dass der Schädel um­gepflügt wurde; Grab 205: (T: 30 cm), Grab 206: (T: 40 cm), Grab 207: (T: 30 cm), Grab 208: (T: 25 cm), Grab 210: (T: 25 cm), Grab 211: (T: 20 cm). Grab 213: (T: 30 cm), Grab 214: (T: 95 cm) das Grab lag unter Grab 174 (dessen Tiefe 50 cm war), anstelle des feh­lenden Schädels stand ein zoomorphes Gefäss; Grab 256: (T: 30 cm), Grab 261: (T: 80 cm); Gruppe VIII, Grab 82: (T: 20 cm) der Schädel wurde umgepflügt; Grab 83: (T: 25 cm), Grab 268: (T: 20 cm) der Schädel wurde umgepflügt, Grab 302: (T: 20 cm) der Schädel wurde umgepflügt; Gruppe IX, Grab 92: (T: 48 cm) anstelle des Schädels lag der Unterkiefer eines Schweines; Grab 93: (T: 70 cm), Grab 103 j A : (T: 15 cm) der Schädel wurde umgepflügt; Grab 108: (T: laut Tagebuch 15 cm, laut Publikation 80 cm) das Ta­gebuch besagt, dass die neben dem fehlenden Schä­del stehenden Gefässe zum Teil vom Pflug fortgeris­sen wurden; Grab 110: (T: 20 cm) laut Tagebuch stan­den neben dem fehlenden Schädel Gefässe, die der Pflug zum Teil fortgerissen hat; Grab 113: (T: 20 cm) anstelle des fehlenden Schädels lag der Unterkiefer eines Schweines, laut den Tagebuchaufzeichnungen wurde der Schädel vom Pflug fortgerissen; Grab 114: (T: 20—40 cm), Grab 115: (T: 15 cm) vom Skelett des Erwachsenen dieser Doppelbestattung fehlte der Schädel, an seiner Stelle lagen die Beinknochen des Kinderskeletts; Grab 119: (T: 20 cm) anstelle des Schädels lag der Unterkiefer eines Schweines; Grab 126: (T: 40 cm) „dem Skelett ohne Schädel" fehlten die Becken- sowie Beinknochen; Grab 128: (T: 65 cm) der Schädel fehlte, die Becken- und Beinknochen wiederum lagen in sekundärer Lage; Grab 137: (T: 75 cm). Bei einigen in der obigen Aufzählung angeführten Gräbern schrieb Dombay, dass der Schädel infolge Umpflügens fehlt. (Die sich auf das Umpflügen bezie­henden Angaben bei diesen Gräbern in der obigen Aufzählung stammen von Dombay.) Von den mit dem Bestattungsritus erklärten Skeletten ohne Schädel sind die in geringer Tiefe (20 bis 30 cm) liegenden mit Vorbehalt zu behandeln, weil das an den Ritus ge­knüpfte Fehlen des Schädels nicht zu beweisen ist, es ist wahrscheinlicher, dass auch diese Schädel um­gepflügt wurden. archäologischen Erscheinungen ausserhalb der Gräber kamen gebietsmässig aus den gleichen Gräben bzw. bei den Ausgrabungen im Jahre 1948 aus den gleichen Blockausgrabungen zum Vorschein, und so verändern sie auf unseren zu­sammenfassenden Gräberfeldplänen Nr. 1 und 2 das Gesamtbild des erschlossenen Gebietes nicht. Auf den von den zusammenhängenden Block­ausgrabungen aus dem Jahre 1948 angefertigten und 1960 publizierten Plänen hat Dombay die Re­lation der Gräber und Siedlungsspuren zueinan­der festgelegt, und er erwähnt diese auch bei der Gräberbeschreibung. Über die Relation der Grä­ber und Siedlungsspuren, die bei den früheren Ausgrabungen zu tage gekommen sind, sind nur verstreut einzelne Anmerkungen in den Tage­buchnotizen zu finden. * Bei den von Dombay zwischen 1933 und 1948 durchgeführten Ausgrabungen in Zengővárkony kamen 368 Gräber zum Vorschein. Beim Verg­leich des zusammenfassenden Gräberfeldplanes und der Höhenlinienkarte stellt sich heraus, dass die in den Publikationen oft hervorgehobene starke Erosion den grösseren Teil der Gräber ver­nichtet hat ; dazu kamen noch die auf diesem Ge­biet durchgeführten intensiven Erdarbeiten, im Laufe derer von den in geringer Tiefe liegenden Gräbern sehr viele umgepflügt wurden. Ausser den oben erwähnten und bereits bekannten Tat­sachen weisen die Gräberfeldpläne auch auf die Methoden der Ausgrabungen. Im Laufe der Aus­grabungen nach dem Grabensystem ist man auf viele Gräber nicht gestossen, das bezieht sich hauptsächlich auf die Kindergräber. Die sich auf mehrere Jahre erstreckenden Ausgrabungen hat­ten einen Sondierungsckarakter ; das Hauptziel Dombays bestand in der Bestimmung der Aus­dehnung des Gräberfeldes und der Siedlung. Wenn wir auch die Zerstörung durch die Erosion und Erdarbeiten in Betracht ziehen, hat dies zum Ergebnis, dass die Grabungsflächen kein einheit­liches Ganzes bilden und es auch kein einziges vollkommen erschlossenes Gräberfeldteil gibt. Die Existenz der eventuell hier bestattenden Bestattungsgruppe, deren Gräberfeld sich auf den ganzen Hügelrücken ausdehnt, kann man durch diese teilweisen Ausgrabungen weder bestätigen noch widerlegen. Aufgrund des Gräberfeldplanes ist es jedoch möglich, mit Sicherheit festzustellen, dass die 368 erschlossenen Gräber nur ein Fünftel bzw. ein Sechstel des Gräberfeldes darstellen. 5 5 Auf diesem Wege danke ich N. Kalicz für die Lektorierung der Arbeit, K. Szíjártó für die Rekonst­ruktion- und Zeichnungsarbeiten des Gräberfeld­planes sowie A. Kiss für die mir im Laufe der Arbeit erteilte Hilfe und U. Jákváry für die Übersetzung.

Next

/
Thumbnails
Contents