Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1961) (Pécs, 1962)

Mándoki László: Búsómaszkok

BÚSÓMASZKQK 1?9 beweisen, dass man auf eine viel grossere Mannig­faltigkeit der Typen und der Stilschichten rechnen muss, als es die erwähnten Forscher annehmen. Durch die Analyse der negativen Masken Seiten, be­ziehungsweise durch das Aufführen der Querschnit­te der Masken (siehe Tafel VI — VII.) aber stellsn wir eine Reihe der Variationen dar, die statt der Typisierungsversuche vielmehr zum weiteren Sam­meln antreibt. Es ist unsere Absicht, auf Grund sämtlicher Masken, die überhaupt zu finden und näher zu bestimmen sind, den individuellen Stil der einzelnen Spezialisten der Maskenschnitzerei in einer späteren Studie darzustellen und eingehend zu besprechen. Nach Meinung des Verfassers ist heute nur so­viel festzustellen, dass der älteste Stil durch die seltenen Riesenmasken vertreten wird (siehe Tafel II.und Tafel IX., Bild Nr. 8.) zu denen sich auch eine ganz neue (im Jahre 1952 ververtigte) Maske gesellt (siehe Tafel V.), gleichsam als Beweis für das gleichzeitige Weiterleben der verschiedenen Stilschichten. Auch die Masken des Kanizsay Do­rottya Museums in Mohács unter Nr. 54. 402. 1. deu­tet an den doch vor der Ausbildung der stereotypen Formen üblichen Geschmack. Alle übrigen uns be­kannten Masken bilden eine mehr oder weniger ge­schlossene Gruppe der stereotypen Formen. Es ver­mehrt sich die Reihe der Angaben, die dafür spre­chen, dass die Ausbildung der sich nach individu­ellen Masken richtenden Stilarten erst im Laufe der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts und zwar fasst gleichzeitig vollzieht. Dass aber die individu­ellen Stilarten, die Privatinitiative der einzelnen Maskenschnitzer vorherrschend werden (können, bedeutet keinen Wandel, sondern das Verderben des gemeinschaftlichen Geschmackes. Selbst die Tatsache, dass die Maskenschnitzerei in die Hän­de der Spezialisten hinübergleitet, dient zum Be­weis für den Zerfall der Traditionen. Für die Aus­bildung der Augen und des Mundes, ferner für die des Bartes entstanden stereotype Formen auf den Masken bereits um die Jahrhundertwende; in den letzten Jahrzehnten aber verschwinden auch diese und in den Busoho-Umigängen werden allmählich die überlieferungslosen Masken vorherrschend. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der- Brauch künstlich befördert, die Masken wurden mit Prei­sen belohnt; in den letzten Janren wurden die Bu­scho und ihre Praktiken wiederholt gefilmt. Das ver­lieh dem Brauch neues Blut, verdunkelte "und ver­wirrte zugleich seinen ursprünglichen; Sinn, wie auch seine überlieferten, sich auch in Gegenstän­den widerspiegelnden Formen. .;

Next

/
Thumbnails
Contents