Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1961) (Pécs, 1962)

Mándoki László: Búsómaszkok

lié MÁNDOKI LÁSZLÓ Schmidt, Leopold. 1955. Die österreichische Maskenforschung 1930—1955. •tr/. In: Masken in Mitteleuropa. — Wien. pp. 4—71. Sebestyén, Gyula. 1902; A regősök. — Budapest. Magyar Népköltési Gyűjtemény V. Sirola, Bozidar. 1934. Zvoncari. Mesopusni obicaj u Kastavstini. Etnografska istrazivanja i grada. — Zagreb, pp. 15—24. Tauszïk, Sándor. 1868. Egy mohácsi népszokás. „Fővárosi Lapok" 1868. p. 183. Unyi, Bernardin. 1947. Sokáeok^bunyevácok és a bosnyák feren­cesek története. — Budapest. Vargha, Károly. 1961. Mohács és környéke. Útikalauz. — Buda­pest. Baranya megyei Idegenforgalmi Hivatal kiad­ványai. 8. Várady, Ferenc. 1896. Baranya múltja és jelenje. I— II. — Pécs. Wüdhaber, Robert. 1960. Form, und Verbreitung (der Maske, pp. 4—6. Auswahl aus der neueren Literatur zur Mas­kenforschung. pp. 7—8. In: Masken der Schweiz und Europas. — Ba­sel. „Führer durch das Museum für Völkerkunde und Schweizerische Museum für Volkskunde Basel." BUSCHO-MASKEN L. MÁNDOKI Unsere Forschungen beziehen sich auf das wich­tigste Requisit eines bei den, ungarländischen Süd­slaven, nämlich bei den Schokatzen in Mohács (Ko­mitat Baranya) üblichen Faschingbrauches, der in der ethnographischen Literatur unter dem Namen ,busójárás', das heisst, ein Umgang der Buscho' be­zeichnet wird, — auf die Buscho-Maske. Die Holz­masken, die da. geprüft werden, sind im Besitz der Sammlungen des Janus Pannonius Museums in Pécs und des Kanizsay Dorottya Museums in Mo­hács; wir haben aber zu unseren Folgerungen auch das entsprechende photographische Material dieser Museen, sowie die Buscho-Masken der Privatsamm­lung von Herrn Dr. György Novotny in Pécs un­tersucht. Die bisherigen Forschungen hielten den Um­gang der Buscho für eine Spezialität von Mohács, obwohl der Brauch —• wie es bereits von mehreren Verfassern (Unyi, Csalog, Pinterovic) nachgewiesen wurde — wenn auch rudimentarisch, in Bruchtei­len — auch in anderen südslawischen Dörfern des Komitáts Baranya zu finden ist. Das hat der Ver­fasser auch durch die eigene informative Sammel­tätigkeit bestätigen können. Man erinnert aber heute an die Benützung der Holzmasken — außer Mohács — beim Brauch nirgend. Nach der Beschreibung von Hölbling im Jahre 1845 dagegen waren die Faschingsmasken bei den südslawischen Einwohnern des Komitats überall üblich. Die Forschung des Brauches sollte in Mohács wie auch in den übrigen südslawischen Gemein­den des Komitats Baranya eingehend weiterge­führt werden. Man brauchte dabei auch ein womög­lich breites, vergleichendes Material. Gegenüber den simplifizierten und meistens nicht allzusehr tief­gehenden Schilderungen des Brauches (von Tauszik, Tarnay, Lichtnecker) können nur die Forschungs­ergebnisse von Csalog und Földes hervorgehoben werden. Mehrere Studien beschäftigen sich mit der Deutung des Brauches, sowie auch mit gewissen pa­l-allelen Erscheinungen mehr oder weniger erfolg­reich. Die Zusammenfassung und die Kritik ihrer Feststellungen müssen wir da beseitigen, es steht ja uns zu diesem Zweck selbst das nötige Material nicht zur Verfügung, Der Verfasser will sich mit diesem Problem weiter befassen und in einer spä­teren Studie den Brauch selbst genauer untersuchen Diese Mitteilung begnügt sich mit der ausführlichen Analyse der zur Verfügung stehenden Masken. Ihr Ziel ist die bisherigen Typisierungsversuche der Masken von Csalog und Földes zu überprüfen. Beide Verfasser unterscheiden zwei Stilschich­ten. Csalog stellt aber seine Masken in eine chrono­logische Reihenfolge. Er hält die dünnen, flachen, auf der Kehrseite muldenartig ausgeschnitzten Mas­ken für die ältesten (siehe zum Beispiel in unserem Material die Querschnitte L, N, R und S), die dicken auf der Kehrseite tief und steil ausgegrabenen Stücke für die neuesten (siehe die Querschnitte C, I, T, V, Y). Zwischen die beiden Typen keilen sich nach Csalog die Tiermasken, die aber eine zu den neueren Masken näher stehende Schicht bilden. Földes betrachtet diese Chronologie skeptisch und mit Recht: die verschiedenen Stilarten leben ja bereits seit den ältesten wissenschaftlich erreich­baren Zeiten nebeneinander, unter den Tienmasken aber hatte der Ochs seit Menschengedenken zu al­len Zeiten seine Rolle. Die Typologie von Földes beschränkt sich auschliesslich auf die Buscho-Mas­ken des Ethnographischen Museums von Budapest und betrachtet eigentlich die Masken der drei Sam­melperioden (1905, 1928, 1957) für die Träger der drei verschiedenen Stilarten. Er teilt die erste Mas­kengruppe von Csalog in zwei Gruppen und hält die im Jahre 1957 gekauften Masken von Salga für die Träger der dritten Stiilschicht. Von den Stük­ken, die nach Csalog den neuesten Stil vertreten, die aber eigentlich — wie das wir beweisen — den in­dividuellen Stil des Maskenschnitzers János Kovács repräsentieren — befindet sich kein Exemplar im Ethnographischen Museum. Auf Grund der ausführlichen Analyse von dreissig Masken versuchen wir in unserer Studie zu

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