Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)
Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet
126 JÁNOS BOMBAY dem von Domolospuszta ähnlich ist, nietete man Mittels eines Bandes an den Riemenbeschlag. Daraus, sowie den Massen des Riemenbeschlages und seiner Form, kann man daran denken, dass man aus einer zerbrochenen Fibel eine Schnalle gemacht hatte. Auf Grund ihrer Ornamente, der an ihrem Ende sichtbaren Tierkomposition und der getriebenen Ornamente, gehört sie auch in diese Gruppe. Die Ohren die aus der Rähmenleiste hevorstehen sind Nagelstellen (o). Den Schnallen von Domolospuszta und Gáva nah verwandt ist die von Dombóvár. 54 Am Ende ihres Riemenbeschlages befindet sich die gleiche dreiteilige Tierkomposition, auf der selben Stelle. Aus der Mitte des Randes des unteren, bogenförmigen Abschlusses der Tierkomposition, steht eine dreieckige Spitze hervor, die der dreieckigen Zelle, an der selben Stelle, der Schnalle von Domolospuszta entspricht; dort sind farbige Steine darin. Die Platte seines Riemenbeschlages ist mit reichen Rankenornamenten bedeckt. Der Schnalle von Domolospuszta am nächsten, steht die von Bácsordas (T. XXIV. 1.) Die dreiteilige Tierkomposition am Ende des Riemenbeschlages die über die Leiste des Rahmens schreitenden zwei Vögel, die Zelle in der Mitte der Platte des Riemenbeschlages das reiche Rankenornament der Platte des Riemenbeschlages, das Schnallenringes und des gescmückten Domes, ist abgesehen von kleinen Abweichungen in den Details, sozusagen die Kopie der Schnalle von Domolospuszta. Wesentlicher Unterschied liegt bloss darin, dass an der von Bácsordas, an den Ecken des Riemenschlages, die gegen den Schnallenring sehen, die beiden abwärtsblickenden, hakenschnabeligen Vögel der Schnalle von Domolospuszta fehlen, weiter, dass die von Bácsordas runde, die von Domolospuszta aber mandelförmige Zellen, in der Mitte der Platte des Riemenbeschlages hat. Ein weiteres, nahverwandtes Denkmal ist die Schnalle von Kiskunfélegyháza (T. XXV. 1.). Am Ende ihres Riemenbeschlages finden wir dieselbe dreiteilige Tierkomposition, wie an der Schnalle von Domolospuszta. An dem mittleren Tierkopf, welchen in Vorderansicht dargestellt ist, spiegelt sich bei beiden Schnallen das Leid, dass die Vögel die es zerfleischen verursachen. In der Mitte der Platte des Riemenbeschlages, zwischen einfachen, fleischigen Spiralen, sitzt die, nach dem Schnallenring blickende Maske. Der Schnallenring ist auch mit reichen Rankenornamenten, bedeckt. Am Ende des Fusses der Fibel, die Nils Aberg mit der Bezeichnung ,,Erdély" (Siebenbürgen, Transsylvanien) veröffentlicht hat, finden wir die gleiche dreiteilige Tierkomposition, wie an unserer Fibel von Domolospuszta. Auf der Rahmenleiste des Fusses, am Bügelansatz, und den seitlichen Spitzen des Rombus ist je ein Paar hervorspringenden Zellen. Aus dem halbkreisförmigen Kopf stehen fünf Knöpfe hervor, in der Ordnung, die der Fünferteilung entspricht, doch fehlen die beiden seitlichen (man kann nicht wissen ob sie ursprünglich auch fehlten). Die Platte des Kopfes und des Fusses, sowie die zwei Seiten des Bügels, bedeckt reicher Rankenschmuck. In der Mitte der Fussplatte, in der Richtung der seitlichen Spitzen, ist eine runde Zelle, mit einem Stein darin. Unsere Fibeln stammen, wie es schon erwähnten von den Plattenfibeln ab. 56 Darauf deutet ihr halbkreisförmiger Kopf, auf welchen auch Knöpfe und 54 A. F. XXI. (1901) S. 179, 3. . , . . f 53 N. Aberg, Bie Franken und Westgoten ..., Abb. 83. M H. Reinerth, Vorgeschichte der deutschen Stämme III., S. 1220. N. Aberg, Bie Franken und Westgoten ... S. 64—65.