Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet

DIE GOTISCHE GRABFUND VON DOMOLOSPUSZTA 127 Tierköpfe sind, wie auf jenen. 57 Der Fuss der Fibel von Gáva (T. XXIII. 4—5.) ähnelt, noch darüber hinaus, denen der Plattenfibeln. In Anbetracht des Nadel­systems ist auch kein Unterschied zwischen den zwei Gruppen. Die Verzierung unserer Fibeln hütet auch die Spuren ihrer Abstammung. Auf der geraden Seite der Kopfplatte unserer Fibeln von Domolospuszta, am Ansatz des Bügels, finden wir eine Verzierung anderer Art, als an anderen Stellen der Kopfplatte. Das ist die Reminiszenz der geschmückten Plattenaufsätze, die die Anschlusslinie des Bügels, auf der Kopf und Fussplatte, bei den Plattenfibeln bedeckten, welche man oft noch mit eingelegten Zellen schmückte. An diese erinnern die blumen­kelchförmigen Muster, auf der entsprechenden Stelle der Kopfplatte, der Fibel von Domolospuszta. Die verschwommene Spur dieser Muster finden wir. auch an einer der Fibeln von Bökénymindszent 58 und mehreren italienischen und ande­ren Fibeln. Von der engen Verbindung unserer Fibeln mit den Plattenfibeln zeugt auch, dass wir schon auf einigen der Letzteren, den selben dreiteiligen Tierkompositionen begegnen, wie sie auf unserer Fibel und dem Ende des Rie­menbeschlages unserer Schnalle von Domolospuszta zu finden sind. 69. Die Grundform der Schnallen, die unserer Fundgruppe angehören, sieht Helene L. Kovrig, was den heimischen Stoff anbelangt, in der Schnalle, die man im Sarmatenfriedhof des IV. Jahrhunderts, unter unaufgeklärten Umständen,­bei Malajdok auffand. 61 Charakteristisch für unsere Fundgruppe, ist das im Verhältnis zur Zahl der Funde häufige Vorkommen der Masken, in der Mitte des Riemenbeschlages der Schnallen (Dombóvár, Gáva (T. XXIV. 2.), Kiskunfélegyháza (T. XXV. 1.). Davon ist auch beider Schnalle von Dombóvár die Rede, doch ist ihre Zeich­nung nicht ganz klar. Trotzdem sind die beiden Augen und der mit dem Fund von Gáva übereinstimmend gezeichnete Bart zu erkennen (XXIV. 2.). Über den, in den Ecken sitzenden Augen sind je drei waagrechte Leistenglieder, sie könnte das Symbol des Haares sein; vielleicht wurde aber damit die leere Fläche gefüllt, die durch die fehlerhafte Zeichung des Gesichtes übrig blieb. Wir halten es für wahrscheinlich, dass, die in der Mitte der Fussplatte zu sehen­den Zellen, ah dem Riemenbeschlag der Schnallen von Domolospuszta (XXI. 1.) und Bácsordas (XXIV. 1.), den von Josef Hampel veröffentlichten Fibeln 03 und der von Aberg veröffentlichten transsy Ivanischen Fibel, 04 eine Maske ersetzt, oder deren Erinnerung hütet. Diese Masken treten in bestimmten Gebieten, immer in Verbindung mit dem Spiralornament auf. Der Kern dieses Gebietes ist Pannonién. 65 Ihr Erschei­nen erklärt sich dadurch, dass hier, besonders in den südlichen Teilen des Lan­des, einige der alten, römischen Werkstätten, in dieser Zeit noch bestanden und nun wieder zu arbeiten begannen, natürlich nach den Wünschen und dem Geschmack der neuen Kunden. In diesen Werkstätten wurden früher auch, die bl r Zum Beispiel an der Fibel von Nagyvárad (Grosswardein), J. Hampel, Alter­tümer II. S. 693. • 54 A. E. I. (1881) S. 204. 8. 59 N. Aberg, Die Goten und Longobarden in Italien, S. 28. Abb. 30—32. 60 L. Kovrig I., z. W. S. 116. 01 Ebendort. 02 A. E. XXI. (1901) S. 179, 3. e:i J. Hampel, Alterthümer. . . III., T. 54. 1. T. 55. 1. Я4 N. Aberg, Die Franken und Westgoten ... Abb. 83. 05 H. Reinerth, Vorgeschichte der deutschen Stämme III. S. 1220.

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