Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)
Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet
118 JÁNOS BOMBAY Verarmungsprozess bringen- wir auch die Anwendung der Keilschnitt-Technik Verzierung in Zusammenhang, welche bei dieser Denkmalgruppe Anwendung findet, ohne Rücksicht auf ihren Ursprung und unabhängig von der Frage, wann und wo das Rankenornament mit Keilschnitt-Technik, in den Kunstgebrauch der germanischen Volker eintrat. Jene Keilschnittornamente, die z. B. an der Fibel von Nagyvárad 16 (Grosswardein) , Sirmium, 17 an der sich, im Ungarischen Nationalmuseum befindenden, unbekannten Fundortes, 18 der von Léva, 19 der mit ihr vollkomimen übereinstimmenden Fibel von Szilágy, 20 der Versteifungsleiste (gepresst) der Kopfplatte der Fibel von Mezőkászony, 21 sowie der Scnallen von Szabolcs 22 und Mezőkászony 23 zu sehen sind, halten wir für die Nachahmung der Goldschmiedearbeit mit Edelsteineinlage und Zellentechnik. Dafür halten wir auch die Keilschnitt-Technik mit Rankenornamenten. Wenn wir die Kopf- und Fussplattè der Fibel von Domolospuszta (T. XVIIL, ,T. XX. 1.), oder von Gáva (T. XXIII. 5.), oder die Platte des Riemenbeschlages der Schnalle von Domolospuszta (T. XXI. 1.), von Bácsordas (T. XXIV. 1.), von Kiskunfélegyháza (T. XXV. 1.), oder von Aquileia, 24 mit den Fibeln des zweiten Schatzes von Szilágysomlyó, oder mit dieser verwandten, andern Fibeln vergleichen, können wir, die nach einem bestimmten System gehäuften Spiralköpfe der erster en, mit den angehäuften, aber zu der Form zu verzierenden Fläche doch sich richtenden, Edelsteineinlage der zweiten, in dje Parallele stellen. Dasselbe können wir auch mit der Rankenverzierung im Keilschnitt und der früher beliebten Goldfiligranarbeit tun. Reiche Goldfiligranarbeit sehen wir an der Kopf- und Fussplatte, des VIII. Fibelpaares, des zweiten Schatzes von Szilágysomlyó, 25 Der glatte Golddraht wurde auf die Goldplatte, die den Körper der Fibel bedeckte, in der Weise aufgelötet, dass man sich an die, zwischen den, mit Steinen eingelegten Zellen freibleibenden Flächenpartien richtete. Die Muster sind meistens die gleichen einfachen Spiralen, aus denen (aus je zweien), auch die herzförmigen Muster der Fibel und Schmalle von Domolospuszta bestehen. Auf der einen Fibel von Szilágysomlyó, 26 ist noch das Muster der verkehrten 3 zu sehen, das auch auf den Funden von Domolospuszta lebt und nichts anderes, als eine, aus gemeinsamen Stiele ausgehende Doppelspirale ist. Solche finden wir auf den Kopfplatten unserer Fibeln, auf beiden Seiten,, in der mittleren Reihe der Verzierung (T. XVIIL, T. XX. 1.). Die Keilschnittverzierung unseres Fundes von Domolospuszta erinnert- uns infolge ihrer ausserordentlich feinen Ausführung besonders an die Filigranarbeit. Die Naohahmung der Filigranarbeit sehen wir auch in der Presstechnik 27 der einfachen Spiralen, die auf dem dreieckigen Plattenaufsatz der Kopfplatte der Fibel von Mező111 J. Hampel, Alterthümer .. . II. S. 693. : 17 N. Aberg. Die Franken und Westgoten in Italien. Abb. 75. 18 J. Hampel, Alteirtlhüimer ... III. T. 10 4. 1<J A. E. XXVIII. (1908) S. 423. 2. -° Dombay J., Későrómai temetők Baranyában. Manuskript. 21 J. Hampel., Alterhümer . . . III. T. 44. 1. --' Ebendort, T. 11. la. 3 Ebendort, T. 44. 2. 24 H. Reinerth, Vorgeschichte der deutschen Stämme, III. T. 521. 2. 25 Fetticih N., A szilágysoimlyói második kincs. A. H VIII. XVII. 1. T. XVIII. 1—2. :!,i Ebendort., T. XVII. 1. '-' 7 J. Hampel, Alterthümer... II. S. 51.