Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)
Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet
116 JÁNOS DOMB AY 7. Perle aus dünner Goldplatte gepresst, in Fassform, an beiden Enden röhrenförmig gedehnt, in der Mitte kanneliert (T. XVII. 5.). Inventarnummer: 53.20.2. Gewicht 0,39 gr. j Technische und stilistische Eigenheiten und der Gebrauch der Gegenstände Im Laufe der Beschreibung der einzelnen Stücke des Fundes sprachen wir schon von den hauptsächlichsten technischen dharakteristiken. namentlich davon, dass die Oberfläche der Stücke, nach dem Guss minuziös bearbeitet wurde, sowie davon, dass die Zellenteehnik, die Einlage von farbigen Steinen und die Vergoldung angewendet wurde. Wir denken, dass es nicht überflüssig sein wird, wenn wir kurz, aber ausführlicher als wir es 1 taten, uns nochmals mit den technischen Einzelheiten befassen, da diese uns in wesentlichem Masse dazu verhelfen können, heute noch unentschiedene Fragen zu lösen. Die an den verschiedenen Stellen vorkommenden Punkt-, Halbkreis-, Kreis- und Dreieckmuster, wurden mit der Punze eingetrieben. Die linienartigen Muster verfertigte man mittels Trassierung von verschiedener Tiefe. Trassierte Linien wurden nicht nur zur Andeutung bestimmter Einzelheiten des tierischen Körpers • (z. Bsp. Augenbrauen) angewendet, sondern auch um bestimmte Teile des tierischen Körpers hervorzuheben (z. Bsp. zur kräftigeren Unterscheidung der Flügel, der auf dem Rande des Riemenbeschlages der Schnalle schreitenden Vögel und des Halses der an der selben Stelle sichtbaren herabblickenden Vogelpaares). Sowohl die getriebenen, als auch die linienartigen Motive wurden/ mit Niello gefüllt. Das Punzieren, Trassieren und die Nielloekilage spielte in der Oberflächenbehandlung eine .hervorragende Rolle. Ein charakteristischer Zug unserer Fibeln und unserer Schnalle ist auch die Zellentechnik, mit farbiger Steineinlage. Die runden Zellen, die sich an die äussere Seite der Rahmenleisten anschliessen, tauchen auf den Untersiebénbrunner Plattenfibeln, 7 in Form von kleinen Silberknoten und Kügelchen auf. An dem Rahmen der Schnallen dürfte man. zuerst die kleinen, runden Ohren angewendet haben, im Zusammenhang 8 mit der Befestigung an den Riemen, damit die Nägel die Verzierung des Schnallenbeschlages nicht stören. Da solche auf den Fibeln keinen praktischen Zweck gehabt hätten, die Schnalle und das Fibelpaar aber eine wahrhafte Schmuckgarnitur ist, verwendete man ihrer statt, auf den Fibeln, Knoten und Kügelchen. Sowohl an den, als Prototyp in Betracht kommenden Sohnalle von Malajdok, 9 wie an mit den von Domolospuszta, verwandten Schnallen von Szécsény 10 und Tiszalök 11 sind nur noch' runde, in der Mitte durchlochte Ohren, a^ den betreffenden Stellen sichtbar (Nagelstellen). Im Laufe der späteren Entwicklung, besonders, als die Nagelstellen, auf dem, mit Rankenornamenten verzierten Riemenbeschlag weniger störend wirkten, geschah die Befestigung am Riemen 7 N. Aberg, Die Franken und Westgoten in der Völkerwanderungszeit. Uppsala, 1922. S. 54. Abb. 56—57. 8 Fettich N., Régészeti tanulmányok a késői hun f émiművesség történetéihez.* A. H. XXXI., S. 43. 9 L. Kovrlg I., A tiszalöki és a mádi-lelet. A. É. 78/1951./, S. 116;- A. É. 1946— 1948, T. LXV. 5. 10 A. É. VII. (1887), S. 429. 11 L. Kovrig I., z. W. T. XI., III. 3.