Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet

DIE GOTISCHE GRABFUND VON DOMOLOSPUSZTA 113 der Umrandung des Auges und begegnen sich in einer Spitze in der Mitte der Stirne. Die gestreckte, halbkreisförmige Vertiefung am unteren Ende des Leistengliedes, ist wahrscheinlich das Zeichen der Nase. Unter dieser, befindet sich eine grössere, 6 mm tiefe, mit der Spitze nach unten stehende Zelle, von der Form eines gleichschenkligen Dreiecks. Es wurde mit der . Grundlienie an die äussere Seite des Riemenbeschlages gelötet. In ihm befindet sich ein Al-' madinplättohen. An den in Vorderansicht dargestellten Tierkopf, in der Mitte, schliesst sich von beiden Seiten je ein, auf einem nach oben gebogenen Hals sitzender, hakenschnabeliger Vogelkopf an. Die diesen änihlichen Vogelfiguren, an den beiden Seiten des oberen Endes des Riemenbeschlages, umschliessen infolge ihrer Krümmung, eine grössere, kreisförmige Durchbrechung, welche ihre Plasti­zität noch mehr hervorhebt. Diesen Durchbrechungen entsprechen, bei den Vogelfiguren um die es sich handelt, je ein Nagelloch und der darin platzneh­mende Kopf des Nagels, sowie der Rahmen mit dem Querschnitt eines verkehr­ten V, der die Nagellöcher umgibt, deren Kanten zweiseitig, dicht mit getrie­benen Punkten begleitet sind. In Ermanglung einer Durchbrechung hebt sich der Hals der VögeL nicht rein hervor, deshalb deutete man diesen, mit je drei gerippten Gliedern, von gleichem Querschnitt eines verkehrten V an. Die äussersten bilden zugleich auch den Rahmen der halbkreisförmigen Kompo­sition, aus dessen Bogen nur die dreieckförmige Zelle hervorspringt. Die an­deren, je zwei gerippten Glieder gehen, rechts von der Nase des mittleren Tierkopfes und etwas höher, links beide von einem etwas höheren Punkt aus . und laufen, sich einander nähernd, unmittelbar unter den Nagelköpfen zu den Ansätzen der Zellen (zum Kopf) hinauf. In die Káhte der äusseren Rippe und in beide Seiten der inneren, wurden, an der Kante entlang, dicht kleine Punkte getrieben. Auf beiden Hälse sitzt eine zylinderförmige Zelle (der Kopf), mit einem Almadinplättchen (das Auge). Am Ansatz des Kopfes, vorne und hinten (auf der äusseren Seite), befindet sich je ein glattes Leistenglied. Dieses trennt den Kopf von Hals und Schnabel. Der Riemenbeschlag fügt sich mittels einer glatten, zweiarmigen gabel­artigen Pla^e an den Schnallenring. Der auf die Rückenplatte des Schnallen­ringes zurückgebogene Teil der Platte, ist unvollständig (T. XXIII. 3). Die reich mit Motiven geschmückte Platte des Riemenbeschlages, die äussere und innere Seite der Rahmenleiste der Platte, die äussere Seite der Zellen ringsherum, das nach unten blickende Vogelpaar, mit Ausnahme der gekerbten äusseren Seite des Halses, sowie die ganze obere und seitliche Fläche der drei­teiligen Tierkomposition ist, mit Ausnahme der oberen, gekerbten Platte des Leistengliedes, in der Mitte des mittleren Tierkopfes, vergoldet. Auf der Rückenblatt des Riemenbeschlages ist eine Silberplatte. Ihre Ränder sind von der einwärts gekehrten Rückseite, dicht mit getriebenen Punkten gesäumt. Die gleiche Punktreihe zieht sich an der unteren Spitze der fünfeckigen Platte, auch in die Richtung der beiden, dicht nebeneinander be­findlichen Zellen (T. XXI. 2.). Die vier Silbernägel dringen durch die Platte, doch soweit es die Länge der Nägel erlaubt ist sie bewegbar, also an die gegos­sene Platte des Schnallenibesehlages nicht festgelötet. Wir haben keinen be­stimmten Anhalt, ob der Riemen zwischen ihr und der gegossenen Platte, oder auf der Silberplatte war. Unserer Meinung nach könnte das letztere der Fall gewesen sein, da der feine Guss und hauptsächlich die innere Seite der Zellen, des Schutzes bedarf, den die Unterlagplatte bot. Die Bewegung der Silberplatte 8

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