Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet

114 JÁNOS DOMB A Y erfolgte schon hier im Museum, während der Reinigung und' Konservierung. Riemen, oder Textilienüberreste fanden wir nicht darunter. Die vordere Hälfte des gegossenen Schnallenreifes, hat die Gestalt eines gedrückten Halbkreises und rückwärts einen geraden Abschluss. Seine Breite beträgt 6,3, die Länge 4,6 cm (T. XXII. 1.). Den halbkreisförmigen Teil säumt unten ein 3 mm breiter waagrechter Rahmen. Diesen begleitet ein 1—2 mm breites, um 1 mm höheres, gestuftes Glied, in dessen Seite und oberen Rand man kleine Punkte getrieben hatte. Von diesem erhebt sich seine steile Seite, welche oben von einem Rahmen abgeschlossen wird, den getriebene und mit Niello gefüllte Dreieckmuster schmücken. Die steile Aussenseite ist mit einer Reihe ineinandergreifender Spiralen ausgefüllt. Der Reif wird, in der Richtung des geraden Abschlusses fortschreitend, allmählich schmaler und auch nied­riger. An seinen Enden befindet sich je ein, im Profil dargestellter Tierkopf, des­sen Rückseite konkav ist. Ihren äusseren Rand säumt ein feines Leistenglied, das mit getriebenen Dreieckmotiven und Nielloeinlage geschmückt ist. An diesen scjfrliesst . sich rechtwinklig die ebenfalls hervorstehende, leistenartige Augen­braue, welche sich gebögen an den Rahmen anschliesst, der den Scheitel ab­schliesst. In der Mitte zieht sich, eine mit Niello gefüllte, gravierte Linie ent­lang. "Das längliche Auge sitzt dicht unter der Braue, mit ihr parallel. Das halb­kreisförmige, mit Niello gefüllte, zellenartige Nasenloch ist mit einem Rahmen umgeben, dessen Querschnitt ein umgekehrtes V ist und in dessen zwei Seiten, der Kante entlang, dicht, kleine Punkte getrieben wurden. Mit ihrer Öffnung lehnt sie sich an das hervorstehende Leistenglied, welches die Nase abschliesst. Den Kopf schliesst rückwärts ein gekerbtes, geripptes Glied ab, das sich an den waagrechten Rand des Ringes anschliesst. Die Scheitellinie der Köpfe liegt aber von deren äusserem Rande ihnen; sie fällt mit dem gepunzten abgestuften Glied in eine Linie. Zwischen den Tierkopf en befindet sich die Achse des, Reifes; eine kleine silberne Stange von 2,1 cm Länge und 6 mm Durchmesser. Auf seiner, gegen den Riemenbeschlag liegenden Seite, in der Mitte ist ein 6 mm breiter, 1,5 mm tiefer Ausschnitt zu sehen (T. XXII. 1—2.). Die Achse ist an der Rückseite in der Richtung des Ausschnittes stark abgenützt (T. XXII. 2.). Beiderseits von dem Ausschnitt, schlingen sich die beiden Zweige des gabelförmigen Halses des Riemenbeschlages um die Achse. Aus dem waagrechten Rand des Schnallen­ringes, in der Mitte, wurde ein, dem geschmückten Schnallendorn entsprechen­des Stück ausgeschnitten. In den Ausschnitt wurde der Schnallendorn einge­passt. In das Spiralornament der Seite des Schnallenringes, in der Richtung des fehlenden Teiles, wurde ein, etwas über die Ebene der Spiralen erhobenes sich nach unten zweiseitig, bogenförmig verbreiterndes Glied eingeschaltet; seine Spitzen schliessen sich der Linie der Spiralen an (T. XXII. 1.). Dieses Glied schützte das Spiralornament des Schnallenreifes vor der Abnutzung. Der Schnallenring ist rückwärts 7 mm breit; seinen inneren Rand begleitet ein 2,5 mm breites Bändchen, das mit getriebenen und Nielloeinlage versehenen Dreieckmotiven geschmückt ist und sich bis zu den Tierköpfen hinzieht (T. XXII. 2.). Der geschmückte, silberne Schnallen dorn (T. XXII. 3.) ist 7,7 cm lang. Seinen 1,2—1,7 cm breiten, dreiseitigen Prismenkörper schliesst eine 4—5 mm starke, mit der Spitze nach oben stehende dreieckige Platte ab (in der Richtung der Vogelfigur). Auf zweien seiner Seiten ist ein Ornament, das aus, sich in­einader fügenden Spiralen, beziehungsweise aus einem eigenartigen Viereck-

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