Bárth János – Wicker Erika szerk.: Cumania 16. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 1999)

Tanulmányok - Janó Ákos: Szőlő- és gyümölcstermesztés a szanki homokon

113 spiegelte die früheren extensiven Traditionen der Region wider. Es wurde wenig gedüngt, und dem Rebeschneiden - sowie der Pflanzenpflege im Allgemeinen­wurde nicht genug Beachtung geschenkt. Die lokalen Traditionen der Weinbehandlung und -lagerung zeigten auch eine gewisse Rückständigkeit und konservative Formen der Verarbeitung. Die Mostfässer wurden anfänglich in die Speisekammer gestellt, erst später wurden in den Boden gesenkte Keller gebaut, die mit Kostanthaltung der Temperatur die wichtigste Bedingung der Weinreifung und -lagerung erfüllten. In diesen Kammern und Kellern wurden aber neben dem Wein auch die für den Winter aufgehobenen Kartoffeln, Petersilien, Karotten, Krautköpfe und eventuell das Faß mit den Essiggurken gelagert. Im Sommer konnten hier die Milch und eingekochte Obst abkühlen. Die Speisekammer und die in den Sand gegrabenen, zumeist außerhalb der Häuser liegenden Keller waren für die Lagerung der Altweine nicht geeignet. Die Fußböden der Kammern mußten im Sommer mit Wasser begossen werden, um die Luft des Raumes und damit auch den Wein möglichst kühl zu halten. Es war kein Zufall, daß die Käufer gegen die Weine der Kleinwinzer oft Einwände brachten. Die Intensivierung des Weinanbaus war erst in den 30er Jahren zu beobachten, was in den wachsenden Ansprüchen des Marktes begründet war. Die Hersteller nahmen in diesen Jahren an verschiedenen Bauernkursen teil, wo sie die modernen Kenntnisse des Weinanbaus kennenlernen und erlernen konnten. Durch diese Anstrengungen der Winzer und die staatlichen Unterstützungen verbesserte sich der Weinanbau und damit auch die Qualität der Weine. Mit dem Bau der Eisenbahn wurde der Vertrieb und die Vermarktung von Waren erleichtert, die Bahn verband das Dorf mit den Märkten größerer Ortschaften. Die Entwicklung der Weinkultur von Szank wurde von verschiedenen Einflüssen geprägt. Die Umsiedler aus Südungarn brachten die Anbaumethoden und -brauche der Szegeder Region mit, durch die Großgrundbesitzer waren Kontakte zu dem Weinanbau der Berge nachweisbar und auch die Nähe von Kecskemét schien darauf Einfluß zu haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden während der Bodenreform unter anderem auch die großen Weingärten unter den weniger Wohlhabenden aufgeteilt; leider verstanden die neuen Eigentümer aber oftmals nicht viel vom Weinanbau. Da sie aber im allgemeinen auch Ackerland zugeteilt bekamen, arbeiteten sie eher auf diesem und vernachlässigten die Weinreben. Ein großer Teil dieser Reben ging damit zugrunde, was den Rückfall der Weinproduktion zur Folge hatte. Die neueren Regierungsmaßnahmen hatten eine positive Wirkung auf den Wein- und Obstanbau, so konnte die Weinwirtschaft ihr früheres Niveau bald erreichen. In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts entwickelte sich der Obstanbau der Tiefebene vor allem auf den Weingebieten. Die Obstbäume wurden zwischen die

Next

/
Thumbnails
Contents