Bárth János – Wicker Erika szerk.: Cumania 16. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 1999)
Tanulmányok - Janó Ákos: Szőlő- és gyümölcstermesztés a szanki homokon
114 Weinreben gesetzt oder die Weingärten wurden mit diesen umgegeben. Zudem wurden auch Obstbäume in die Gemüsegärten gepflanzt. Mit dieser Wirtschaftsweise, die auch zweistufig genannt wird, wurde der Ertrag der Feldes gesteigert und auch sicherer. Der Zwischenanbau von Gemüsen, Wein und Obst füllte wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung den Platz der ehemaligen Großtierzucht aus. Der Anbau von Obstbäumen erwies sich in den Weingärten zudem als eine wirksame Methode, den Flugsand noch besser zu binden. Da sich nur Wenige mit Züchtung der Bäume beschäftigten wurden zu Beginn nur einfache, wertlose Obstbäume angepflanzt,. Die Verbreitung der neueren und modernen Obstanbautechniken war der Verdienst der Kecskeméter Landbesitzer, die mit einem guten Beispiel den Bauern naheliegender und auch weitentfernter Dörfer vorangingen. Der Obstmarkt der Stadt übertraf sogar die Märkte von Budapest. Die im Jahre 1853 eröffnete Bahnlinie brachte eine bislang ungeahnte Entwicklung im Obstanbau. Dem Beispiel von Kecskemét folgten bald Nagykörös, später Halas. Diese Region war früher eine öde, größtenteils durch Sand gedeckte, unfruchtbare Landschaft. Durch die Übernahme vieler Neuerungen wurde sie jedoch in der Zeit des Weinanbaus zu einem Gebiet, das sich sowohl im Wein- als auch im Obstanbau vom mittelalterlichen Niveau zu einer Landschaft mit moderner Gartenkultur entwickeln konnte. Die erste landesweite Statistik des Obstanbaus wurde 1895 aufgestellt. Laut dieser Statistik bildeten die Mehrheit des Obstbaumbestandes die Pflaumenbäume. Diese Entwicklung kann mit der allgemeinen Bekanntheit dieser Bäume erklärt werden. Zum Anbau von Pflaumenbäumen brauchte man kein Fachwissen und die Bäume konnten sich von selbst fortpflanzen. Den Pflaumenbäumen folgten in der Stastistik (in Größenordnung) die Äpfel-, Sauerkirschen-, Pfirsich-, Birnen-, Aprikosen-, und Kirschenbäume. Zu dieser Zeit gab es in Szank Pflaumen- und Sauerkirschenbäume in größter Zahl, doch später waren die Aprikose und die Birnen, bzw. die Pfirsiche häufiger bevorzugt. Der Anbau von Pflaumen, Sauerkirschen und Äpfel blieb jedoch bis in den vorigen Jahren bedeutend. Aus der Statistik von 1959 wird auch ersichtlich, wo die Obstbäume angepflanzt wurden. In diesem Jahr hatte das Dorf auf seiner 19.788 hold Grundfläche nur 819 hold Obstgärten. Die meisten Bäume (29.798 Stück) standen in den Gärten von Wohnhäusern und unter Weinreben (57.090 Stück), und nur viel weniger (8.978 Stück) wurden in reinen Obstgärten angesetzt. Dies zeigt, daß sich der Obstanbau in Szank auch zur Zeit dieser Statistik nach dem Weinanbau richtete, und er neben der Weinwirtschaft seine sekundäre, ergänzende Funktion bewahrte.