Bárth János – Wicker Erika szerk.: Cumania 16. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 1999)
Tanulmányok - Janó Ákos: Szőlő- és gyümölcstermesztés a szanki homokon
112 Die Abwehrfáhigkeit der Sandböden vor Phylloxera führte dazu, daß der Mut zum Anbau von Weinreben erheblich wuchs und der Preis für Grundstücke mit Sandböden rapid anstieg. Der Weinanbau auf Sandboden wurde zudem dadurch staatlich gefördert, dass die Bauern phylloxerafreie Reben und Rebsorten bekamen die sich besser an den sandigen Boden anpassteil. Neben den großen Weingärten schössen die kleineren Gärten wie Pilze aus dem Boden. Diese oft nicht größer als ein paar Hundert öl ( öl=ca.3,6 qm) kleinen Landwirtschaften sorgten in den bis dahin wirtschaftlich rückständigen Ortschaften der Sanddünen für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Parallel zu den Rebanbauen trat in der Weinwirtschaft neben der quantitativen Entwicklung auch eine qualitative Veränderung ein. Die alten Anbautechniken wurden durch rationellere Methoden ersetzt. Es wurde immer offensichtlicher, daß man die Ansprüche des Marktes beachten muß. So war ein erfolgreicher Weinanbau nur dann möglich, wenn die Reben in Reihen angesetzt werden und die Anpfanzung mit bewurzelten Reben erfolgt. Desweiteren war es nötig, die Reben sachgemäß zu schneiden und zu binden, die Früchte richtig zu lagern und zu behandeln. Zur Lagerung mußten geeignete Keller gebaut werden. Dank des intensiven Weinanbaus und der sachgemäßen Weinbehandlung stieg nach der Jahrhundertwende der Preis der Sandweine. Sie wurden sowohl auf den heimischen als auch auf den internationalen Märkten immer beliebter. Neben den Großgrundbesitzern legten auch schon Banken und Weinhandelsunternehmen Weingärten auf dem Sand an und kauften zu ihrem Weinertrag noch den Most von anderen Weinbesitzer auf. Nach der notwendigen Behandlung füllten sie den Wein in Flaschen ab und brachten ihn auf den Markt. Szank hat eine Grundfläche von 15.900 hold (1 hold = 1600 öl = ca. 5715qm), von denen 13.940 hold durch Sand bedeckt sind. Der größte Teil der Weingärten im Dorf und um das Dorf herum kam um die Jahrhundertwende und in den darauffolgenden Jahrzehnten zustande. Für den Weinanbau erwiesen sich die ehemaligen Nutztierkoppeln als besonders geeignet. Während die ältere Generation auf den Feldern um ihr Getreide kämpfte, entdeckte die jüngere Generation, daß die Pflanzung von Weinreben auf dem Sand viel mehr Profit und Erfolg versprach. In den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts bildete sich die Meinung , wer keinen Weingarten hat, sei kein richtiger Landwirt. Es konnten jedoch keine größeren Weingärten entstehen, da der Anbau, besonders die Vorbereitung des Bodens, mit sehr viel Arbeit und Kosten verbunden war. Neben dem Kapitalmangel bremste auch der unzulängliche Düngervorrat das Tempo des Anbaus. Wegen der anfänglichen Schwierigkeiten, dem Mangel an Fachwissen und Arbeitskräften, erfolgte der Weinanbau eine Zeit lang nur auf einem niedrigen Niveau. Die Rückständigkeit der Produktionstechniken und der Weinbehandlung