Bárth János – Wicker Erika szerk.: Cumania 16. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 1999)

Tanulmányok - Janó Ákos: Szőlő- és gyümölcstermesztés a szanki homokon

Ill Ákos Janó WEIN- UND OBSTANBAU AUF DEM SAND VON SZANK - Auszug ­Szank ist eine neuzeitliche Siedlung in der Mittes des Gebietes zwischen der Donau und der Theiß. Die früher unbewohnten Weiden lösten die Bewohner von Kunszentmiklós und Lacháza im Jahre 1745 von den Gutsherren ab und nutzten sie als Gemeindeweiden für die Großtierzucht. Nach der Ablösung ging ein Teil der Felder in Privatbesitz über. Bereits ab der 2. Hälfte des 18.Jahrhunderts zeigten sich die ersten Zeichen des Ackerbaus auf den dafür geeigneten Gebieten. In dieser Zeit erfolgten die ersten Weinanbauversuche, die nördlich von dem heutigen Dorf, in den sogenannten "Alten Weinreihen" lagen. Infolge des Bevölkerungswachstums war es in den 1890er Jahren nicht mehr zu vermeiden, die an das Dorf angrenzenden Gebiete nun restlos aufzuteilen und die Felder in Privatbesitz zu nehmen. Gegenüber dem alten Hirtenleben förderte diese Aufteilung nun die Herausbildung der Ackerwirtschaft mit den zentralen Einzelhöfen welche schon eher für die Tiefebene charakteristisch war. Die billigen Grunderwerbsmöglichkeiten zogen die arme Bevölkerung aus der Umgebung noch mehr an. Diese brachten von ihren ehemaligen Wohnsitzen Kenntnisse des Wein­und Obstanbaus mit und erhofften hier einen wirtschaftlichen und gesellschaftlich]! Aufstieg. Ein wesentlicher Teil des Gebietes zwischen der Donau und der Theiß ist durch Flugsand bedeckt, der für den Getreideanbau weniger geeignet ist. Die ungünstigen Umwelt-bedingungen schlössen jedoch die frühe Erscheinung des Wein- und Obstanbaus in dieser Region nicht aus. Die für andere Zwecke weniger geeigneten Sandfelder boten sogar unbegrenzte Möglichkeiten für die Herausbildung der Gartenkultur. In den naheliegenden Siedlungen gab es schon im 18.Jahrhundert blühende Obst- und Weingärten. Die Praxis des bäuerlichen Weinanbaus zeigte bis zum Ende des 19.Jahrhunderts jedoch die Charakteristik der extensiven Produktion, welche durch die Rückständigkeit der Produktionstechniken und der Anspruchlosigkeit der Anbauweisen geprägt war. Dazu kamen noch das niedrige Niveau der Most- und Weinbehandlung und der Mangel an Kellern. Diese Faktoren gefährdeten den heimischen und internationalen Rang der Sandweine. Am Ende des 19. Jahrhunderts brachte das Erscheinen der Phylloxera (Reblaus) im Weinanbau landesweit eine entscheidende Veränderung, da sie auf den geschichtlichen Weingebieten den größten Teil der Weinreben zerstörte. Die Mehrheit der Sandreben waren von diesem Schädling nicht betroffen, da die Phylloxera in einem Boden, dessen Quarzgehalt über 75 % lag, nicht leben konnte.

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