Solymos Ede: Élet a Dunán. A halászok, vízen járók élete Baján és környékén. A Türr István Múzeum Élet a Dunán című kiállításának vezetője - A Bajai Türr István Múzeum kiadványai 29. (Baja, 2004)
laichen und sich vermehren konnten. Auch die Fischer hatten ihre Zünfte, wie die anderen Handwerker, der Herrscher verlieh ihnen ihre Zunftordnung, das regelte ihre Arbeit, ihr ganzes Leben. Ihr Zunftzeichen war der goldene Karpfen in Glasbarke gesperrt. 1815 wurde in Baja die Fischerzunft gegründet. Das Fischerrecht gehörte den Grundbesitzern, in unserer Gegend hauptsächlich dem Erzbischof von Kalocsa, der bei einer Versteigerung/Auktion es Gesellschaften mit 6-8 Personen vermietete. Nach der Abschaffung der Zünfte und dem Erscheinen des Fischergesetzes gründeten die Rechtbesitzer Fischergesellschaften. 1945 wurden die von den Fischergesellschaften gepachteten Gewässer verstaatlicht, was das Leben der Fischer veränderte. Die Fischer lebten vom Frühling bis Herbst in runden Schilfhütten am Ufer oder aus Ruten geflochtenen Lehmhäusern im Dorf. Mit dem mehrere Hundert Meter langen Zugnetz arbeiteten sechsköpfige Gruppen, mit den kleinen Netzen, Haken, Hackenspießen arbeiteten Kleinfischer. Die meisten Werkzeuge haben sie selber gemacht sogar das Garn für die Netze. Eine große Erleichterung bedeutete, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts erschienene Kunstfaden. Die Beute wurde auf dem Fischmarkt von den Fischern selbst oder von Fischhändlern verkauft. Die Fischsuppe, die die Fischer täglich in Kesseln im Freien gekocht haben, ist heutzutage eine Spezialität der Stadt Baja. Jeden Sommer wird in Baja das sogenannte „Fischsuppenfest” veranstaltet. Baja wurde wegen seines guten Hafens im 19 Jahrhundert eines der Zentren des Getreidehandels von der Tiefebene. Das Getreide der Bácska und Bánát wurde auf Holzschiffen mit Pferdekraft nach Westeuropa transportiert. In der Ausstellung kann man auch den prachtvollen Bug eines solchen Schiffes und einen Wasserfilter aus Kalkstein sehen, der bis zu den 1950-er Jahren in Mühlen und auf Schiffen eingesetzt wurde. Das rege Handelsleben hat auch die Industrie angezogen. Der Ausbau der Eisenbahnlinie, außerhalb von Baja, hat am Ende des 19. Jahrhunderts dem pulsierenden Handelsleben ein Ende gesetzt. Das Getreide wurde aus einem Umkreis von 60-70 km in die Donaumühlen gebracht. Die Räder der am Donauufer angelegten Schiffmühlen wurden vom Wasserstrom angetrieben und das betrieb die Mühle. Im 19. Jahrhundert waren in der Umgebung von Baja 76 Mühlen in Betrieb. Das Erscheinen der Dampfmühlen verringerte diese Zahl aber die Mühlen verschwanden erst endgültig durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bzw. durch die Verstaatlichung im Jahre I 952. 30