Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)
und die für die Néppárt (Volkspartei) stimmte, konnte ihren Glanz aus der Redemptenzeit nicht wiedererobern, und sie ließ ihren Verbündeten schnell allein. Nach 1900 schloß die Volkspartei mit den 48ern einen Bund, und diese Koalition unterstützte den die Oppositionspolitik befördernden Abgeordneten. 1906 wurde Lajos Holló wieder einstimmig zum Abgeordneten und einige Tage später zum Ehrenbürger der Stadt gewählt. Seit 1907 wurde wieder eine die Unabhängigkeitspolitik unterstützende Persönlichkeit, Béla Molnár zum Bürgermeister. Die Unabhängigkeitspartei wurde Regierungspartei für drei Jahre, und das verschaffte der Stadt mehr staatliche Unterstützung als die vorgegangenen drei Jahrzehnte zusammen." Die epochewechselnde Veränderung während der zwei Jahrzehnte der Jahrhundertwende vermehrte auch die Lasten, neben den sehenswerten und dauerhaften Ergebnissen, die vor allem am Stadtbild zu sehen sind. Der Personenverkehr der Eisenbahn, der sich zwischen 1899 und 1908 verdoppelte, bedeutet nicht nur die Zunahme der Zahl der Besucher und Händler in Félegyháza. Es bedeutet gleichzeitig, daß es sich in der Stadt eine Arbeitslosigkeit ausbildete, und die Arbeitssuchenden zu pendeln begannen. Die erhöhten Gemeinausgaben, die z.T. die Folgen der Urbanisation waren, konnte man nur aus regelmäßigen Zusatzsteuern bezahlen, der Steuerschlüssel wurde immer größer. Im Jahre 1910 mußte die Stadtvertretung eine Zusatzsteuer von 92,9% votieren. 23 Zusammenfassend kann es gesagt werden, daß die Jahrzehnte der Jahrhundertwende trotz den Sorgen der Wirtschaft und der Lebensformveränderung eine aufsteigende Epoche in der Geschichte von Félegyháza bedeuten. 22 Olvasókönyv, 1985. Lesebuch, 1985. 23 Magyar városok... 1912. 195