H. Tóth Elvira - Horváth Attila: Kunbábony (Kecskemét, 1992)

II. Das Fundinventar der Gräber von Kunbábony

verschmalernden Seite. Der Finder hat das verknitter­te Blech versucht zu glätten. An den Blechrändern zum Aufnähen dienende Lochpaare bzw. Löcher. L.: 13,0 cm, B.: 5,0-2,6 cm, Gewicht: 5,23 g, Feinheit:980. (Inv.Nr.: 71.2.179.) (Taf. XXVI. 1.). b) BLATTFÖRMIGES GOLDBLECH: Dem Vorange­henden ähnlich. Teils von den Findern, teils aus dem Erdreich des Grabes kam es in mehreren Teilen zum Vorschein. Seine Ränder sind eingerissen, seine Ober­fläche stark zerdrückt, am Rand sind zum Aufnähen dienende Lochpaare bzw. Löcher sichtbar. L.: 12,8 cm, B.: 4,6—2,5 cm, Gewicht: 4,19 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.180.) (Taf. XXVI. 2.). 83. a) RHOMBUSFÖRMIGER KLEIDERSCHMUCK: Ausgeschnitten aus einem dünnen Goldblech; das obere, zugespitzte Ende ist abgerundet, das andere, sich gewölbt verengende Ende ausgegerissen, frag­mentiert. Auf seiner Oberfläche sind die Spuren von scharfen Faltungen in Längsrichtung, an der Spitze und am Rand zum Aufnähen dienende Lochpaare bzw. Löcher zu sehen. L: 14,5 cm, B.: 4,5 cm, Gewicht: 3,15 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.181.) (Taf. XXVII. 16.). b) RHOMBUSFÖRMIGER KLEIDERSCHMUCK: Ähn­lich dem Vorangehenden aus dünnem Goldblech ausgeschnitten. Sowohl die Spitze, als auch das schmaler werdende Ende sind eingerissen, beschä­digt. In der Mitte Spuren scharfer, parallel verlaufen­der Faltungen, am Rand ein zum Aufnähen dienendes Lochpaar, auch die zerdrückten Ränder sind eingeris­sen. Aus zwei Fragmenten zusammengesezt. L.: 9,0 cm, B.:4,5 cm, Gewicht:2,60 g, Feinheit:980. (Inv.Nr.: 71.2.182. ) (Taf. XXVII. 17.). 84. GOLDBAND: Aus einem stärkeren Goldblech ausgeschnittenes Bandstück mit gebrochener Wöl­bung, das wir aus den von den Findern abgelieferten Stücken sowie den vom Sieben der Graberde stam­menden Teilen zusammensetzen konnten. An einem Ende zeigen Löcher den einst unversehrten Rand an, das andere Ende fehlt. Seine unversehrten Ränder müssen in einer Breite von 2—3 mm mit einem stärke­ren Material bedeckt gewesen sein. L.: 9,2 cm, B.: 2,3-2,1 cm, Gewicht: 8,30 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.183. ) (Taf. XXVI. 4.). 85. KLEIDERSCHMUCK MIT SICH VERBREITERNDEM ENDE:Aus zahlreichen, zum Großteil zueinander pas­senden Fragmenten zusammengsetzt bzw. teilweise rekonstruiert, die die Finder versuchten, durch Erwär­men über einer Flamme zusammenzuschmelzen. An den Rändern des langen Goldblechs mit sich gebogen verbreiterndem, abgerundeten Ende sind zum Aufnä­hen dienende Lochpaare und Löcher zu finden. Ein Ende fehlt und die Blechkanten der sich an das gera­de Bandstück anschließenden Enden sind beschädigt. Maße der erhaltenen Fragmente: L.: 21,5 cm, B.: 2,5-3,5 cm, Gewicht: 6,5 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.184.-71.2.189.) (Taf. XXVI. 3.). 86. a) SARGKLAMMER: Nach Art der Zimmer­mannsklammern aus flachgeklopftem Eisenband ge­bogen. Ihr Rücken ist gewölbt, die eine Spitze leicht nach innen verbogen, die andere fehlt. An der Innen­seite, diagonal verlaufend, aufoxidierte Holzreste. L.: 9,9 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 2,8 cm. (Inv.Nr.: 71.2.215.) b) SARGKLAMMER schmal, flach, plattenhaft oxi­diert; der eine Dorn ist lang, kompakt, fragmentier, am anderen, schräg verbogenen Dorn diagonal dazu verlaufender Holzrest. L.:8,7 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 3,1 cm. (Inv.Nr.: 71.2.217.) c) SARGKLAMMER kurz, breiter, mit plattenhaft korrodiertem Rücken. Beide Dorne nach innen gebo­gen, an der Innenseite diagonal verlaufende, mit Eisenoxid durchtränkte Holzreste. L.: 7,9 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 4,1-4,2 cm. (Inv.Nr.: 71.2.219.) d) SARGKLAMMER aus breiterem Eisenband gefer­tigt, plattenhaft korrodiert. An ihrer Innenseite diago­nal verlaufende Holzreste. Sowohl der kompaktere, als auch der zugespitzte Dorn sind beschädigt. L.: 7,8 cm, B.: 1,7 cm, Dorn-L.: 1,7—2,0 cm. (Inv.Nr.: 71.2.214.) e) SARGKLAMMER aus schmalerem Eisenband ge­fertigt, der Rücken ist konkav gewölbt, eine der Spi­tzen kurz und kompakter, beide Enden sind fragmen­tier. L.:6,8 cm, B.: 1,3 cm, Dorn-L.: 1,7—1,2 cm. (Inv.Nr.: 71.2.216.) f) SARGKLAMMER mit gebogenem Rücken, ist plat­tenartig gebrochen. Eine der kompakten Spitzen ist fragmeniert, die andere fehlt. L.: 7,7 cm, B.: 1,6 cm, Dorn-L.: 3,0 cm. (Inv.Nr.: 71.2.207.). g) SARGKLAMMER gewölbt, plattenartig oxidiert. Eine der Spitzen ist schlank, unversehrt, die andere fehlt. An der Innenseite befinden sich in Querrich­tung Holzspuren. L.: 7,2 cm, B.: 1,3 cm, Dorn-L.: 3,1 cm. (Inv.Nr.: 71.2.207.). h) SARGKLAMMER ihr Rücken ist stark verbogen, beschädigt, der Dorn an einem Ende gebrochen. L.: 5.4 cm, B.: 1,4 cm, Dorn-L.: 2,5 cm. (Inv.Nr.: 71.2.208.) i) SARGKLAMMER aus breiterem Eisenband gefer­tigt. Von ihrem geraden Rücken haben sich platten­artige Stücke gelöst. Ihr eines Ende fehlt zusammen mit dem Nagel, das andere ist kurz, seine kompakte Spitze verkürzt. An der Innenseite und auf dem Nagel befinden sich in Querrichtung Holzfaserreste. L.: 7,9 cm, B.: 1,7 cm, Dorn-L.: 2,2 cm. (Inv.Nr.: 71.2.218.). j) SARGKLAMMER, ihr breiterer Rücken ist platten­artig oxidiert, ein Ende fehlt zusammen mit dem Dorn, das andere ist verkürzt. L.: 6,0 cm, B.: 1,6 cm, Dorn-L.: 3,3 cm. (Inv.Nr.: 71.2.218.). k) SARGKLAMMER, ihr einer Dorn fehlt, der andere ist plattenartig beschädigt. Ihr vorhandener Dorn neigt sich nach außen. L.: 7,5 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 2.5 cm. (Inv.Nr.: 71.2.220.). 56

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