H. Tóth Elvira - Horváth Attila: Kunbábony (Kecskemét, 1992)

II. Das Fundinventar der Gräber von Kunbábony

l) SARGKLAMMER, eine Spitze fehlt, die andere hat sich plattenhaft gelöst. L.: 6,5 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 1,9 cm. (Inv.Nr.: 71.2.221.). m) SARGKLAMMER, plattenhaft gesplittert. Eine der kurzen, kompakten Spitzen ist heil. An der Innen­seite in Diagonalrichtung Holzfaserreste, das andere Ende fehlt. L.: 5,1 cm, B.: 1,3 cm, Dorn-L.: 3,5 cm. (Inv.Nr.: 71.2.222.). n) SARGKLAMMER, eines der Enden fehlt, am ande­ren Ende ist der kurze, kompakte Dorn nach innen geneigt. L.: 5,2 cm, B.: 1,4 cm, Dorn-L.: 2,3 cm. (Inv. Nr.: 71.2.223.). o) SARGKLAMMER, aus schmalem Band gebogen, konkav gewölbt. Ein Dorn fehlt, der andere ist splitterartig verkürzt. An der Innenseite mit Holzre­sten in diagonal verlaufender Faserrichtung. L.: 6,1 cm, B.: 1,4 cm, Dorn-L.: 1,9 cm. (Inv.Nr.: 71.2.224.). p) SARGKLAMMER, ihr Rücken wölbt sich stark, ein Ende ist nach außen gebogen, fehlt. Die unversehrte Spitze ist lang, schmaler werdend. An der Innenseite in diagonal verlaufender Faserrichtung Holzspuren. L.: 4,2 cm, B.: 1,5 cm, Dorn-L.: 3,9 cm. (Inv.Nr.: 71.2.225.). r) SARGKLAMMER, kurzes Fragment, aus breitem Eisenband flachgehämmert. Die an einem Ende aus­gebildete kompakte Spitze biegt sich nach außen. L.: 2,7 cm, B.: 1,7 cm, Dorn-L.: 3,1 cm. (Inv.Nr.: 71.2.226.). s) Längere und kürzere FRAGMENTE des Rücken­teils von SARGKLAMMERN, 10 Stück. L.: Zwischen 7,3 und 3,3 cm. (Inv.Nr.: 71.2.227.). t) Teile der SPITZEN von SARGKLAMMERN, mit kleineren oder größeren Holzresten, die von Eiseno­xid durchtränkt sind, und mit Teilen der Klammer (18 Stück). L.: 4,2-4,1-3,6-3,2 cm. (Inv.Nr.: 71.2.227.) (Taf. XXXI. 1-11. XXXII.1-13.). 87. a) EISENBÄNDER: Aus dünnem Bandeisen gefer­tigt, deren zwei im Winkel einander überkreuzende Enden man mit einem flachköpfigen, starken, langen Nagel durchschlug und so an einem abgerundeten und rechteckigen Holzstük befestigte. Es bildete ur­sprünglich einen geschlossenen, im großen und gan­zen „8"-förmigen Reifen, dessen eine Seite allerdings ausgebrochen ist. Das leicht gedrehte Band hielt nicht parallel stehende Holzteile zusammen, deckte diese aber nicht genau, deshalb wurde es auf der kreisförmigen Seite durch einen am Ende umgeschla­genen Nagel gesichert. Die gesamte Oberfläche des so entstandenen Bandes überzog man zusammen mit den Nägeln - wie die an der Oberfläche erhalten gebliebenen größeren Fragmente sowie die unter den Blechen entstandene spiegelglatte Eisenoxidoberflä­che beweisen — mit vergoldetem Silberblech. An der Innenseite des Bandes, nahe der Nägel, sind in verti­kaler Fasserrichtung Holzreste aufoxidiert. Vollständi­ge L.: 14,5 cm, B.: 6,5 cm, bzw. Durchm. d. Kreisbo­gens: 7,5 cm. Eisenband-B.: 2,6-2,9 cm. Am Treff­punkt der sich überlappenden Enden: 3,4 cm, Nagel­länge zusammen mit dem Kopf:6,5 cm, Länge des an beiden Enden fragmentierten, auf das kreisbogige Bandstück aufoxidierten Nagelrestes:6,5 cm. (Inv.Nr.: 71.2.195.) Nagelkopf-dnv.Nr.: 71.2.203. 71.2.199.) (Taf. XXIX. 1, 1a). b) Zwei zusammengehörende, aber nicht genau zueinander passende, ähnlich wie das vorangehende aus Bandeisen gefertigte BANDFRACMENTE. Die ein­ander im Winkel überkreuzenden Enden wurden mit einem großen, langen Nagel durchschlagen. Das Ei­senband wurde mit seinem abgeflachten halb Ende kleineren Durchmessers durch einen hakenar­tig umgehämmerten Nagel am Stab befestigt. Seine Außenseite war zusammen mit den Nägeln vollstän­dig mit vergoldetem Silberblech bedeckt, das an der einen Seite in großen Teilen erhalten blieb. Um den Eisennagel herum sind in vertikaler Richtung zum Band stärkere Holzreste, an der Innenseite des entge­gengesetzten Bogens ebenfalls Holzspuren sichtbar. Meßbare L.: 13,5 cm, B.: 2,5—2,9 cm, bzw. am Treff­punkt der Bandenden 3,6 cm. L. d. Nagelrestes mit dem Kopf: 6,1 cm, Fragment des Nagelhakens: 3,8 cm. (Inv.Nr.:71.2.196, 71.2.205, 71.2.199.) (Taf. XXIX. 2, 2a). c-d) 2 St. EISENBAND-FRAGMENTE ähnlich den Vorangehenden, die nur zum Teil voneinander trenn­bar sind. Aus Bandeisen gefertigtes, deformiertes Fragment mit größerer Wölbung, an dessen einem Ende die einander im Winkel überkreuzenden Stücke von einem Kopfnagel mit kompaktem, gebrochenen Schaft zusammengehalten werden. Am anderen En­de beginnt der andere Bogen der „8"-Form mit schar­fer, ein wenig schrägstehender Beugung. An der Au­ßenseite des Bandes blieb in kleineren Stücken ver­goldetes Silberblech erhalten, das stellenweise mit von Eisenoxid durchtränktem, grobkörnigen Sand be­deckt ist, ebenso wie der Nagelkopf. Letzterer war nicht vergoldet, den Nagel hatte man in das mit vergoldetem Blech überzogene Eisenband einge­schlagen. L. d. Fragments: 10,5 cm, B.:2,7-2,9 cm. Am Treffpunkt der beiden Blechenden: 3,3 cm, Nagel-L.: 3,7 cm. (Inv.Nr.: 71.2.194.) (Taf. XXX. 2, 2a). EISENBANDFRAGMENT, das mittels eines Kopfna­gels mit kompaktem, abgebrochenen Schaft befe­stigt war. Seine Außenseite ist vollständig mit der unter dem Edelmetallbezug entstandenen, glänzen­den Korrosion überzogen, mit einem kleinen Stück vergoldeten Silberblechs. Die Innenseite bedecken in vertikaler Richtung zum Bandeisen mit Eisenoxid durchtänkte Holzfasern. L.: 6,0 cm, B.: 3,0 cm, Nagel- L.: 3,1 cm. (Inv.Nr.: 71.2.197.). EISENBAND, gefertigt aus Bandeisen, an dem das größere Fragment eines an der Außenseite dickeren, hakenartig gebogenen und in den Blechrand geschla­57

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