Levéltári Szemle, 34. (1984)

Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.

würde, zu unserem Bedauern nicht als völlig befriedigend angesehen werden können, Gesandter v. Rosenberg: Ich stimme mit dem Herrn Vorsitzenden der russischen Delegation völlig darin überein, dass nicht die Tat­sache, dass Russland sich entschliesst , den von uns vorgeschlagenen Frieden anzunehmen, als Agitation oder Propaganda gegen unsere Regierung ausgenutzt werden kann. Nicht der Entschluss, sondern die Begründung, die der Herr Vorsitzende der russischen Delegation da­für gab, ist zu einer solchen agitatorischen Wirkung geeignet. Was die Sprachenfrage anlangt, so bitte ich, mich einen Augen­blick mit den Herren Vorsitzenden der Delegationen unterhalten zu dürfen. Nach einer kurzen Unterbrechung erklarte. Gesandter v. Rosenberg: In Namen der vier verbündeten Delega­tionen habe ich die Ehre mitzuteilen, dass wir den Vorschlag der russischen Delegation, zunächst nur den deutschen Text für den Haupt vertrag, für die Anlagen und für die rechtlichen Zusatzvertrage zu unterzeichnen, in Prinzip und mit folgenden Vorbehalt annehmen: Einigkeit muss darüber bestehen, dáss die Vertrage an sich in fünf Sprachen abgeschlossen werden und dass diejenigen Texte, die in der Kürze der Zeit nicht zu beschaffen sind, nachgelie­fert werden. Die Feststellung dieser Tatsache müsste in einen förm­lichen Protokoll erfolgen, das gleichzeitig mit den Vertragen zu unterzeichnen und nach Beibringung der noch fehlenden Texte und Er­ledigung der ganzen Angelegenheit zu vernichten wäre. Auf diese Weise würde zum Ausdrucke kommen, dass es sich hierbei nur um einen provisorischen Übergangszustand handelt. Ein weiterer Vorbehalt ginge dahin, dass die übrigen Texte, die mit den deutschen Texte völlig gleichberechtigt sind, mit gröss­ter Beschleunigung nachgeliefert werden müssen. Es ist noch Gegen­stand der Erwägung, ob nicht für die einzelnen Texte gewisse Fristen vorgesehen werden müssen. Wir werden uns erlauben, morgen im Laufe des Vormittags einen Entwurf für das provisorische Protokoll vor­zulegen. Das Protokoll würde, wie ich schon vorhin andeutete, neben den Verträgen einherzulaufen haben. Die Fassung und Fertigstellung der Vertragstecte würde also dadurch nicht aufgehalten werden. 24 6

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