Levéltári Közlemények, 83. (2013)

Forrásközlések - Cziráki Zsuzsanna: Szemelvények Melchior Klilesl és a bécsi Titkos Tanács 1611 és 1613 között keletkezett, erdélyi vonatkozású írásos véleményeiből

Forrásközlések comitatibus protestation schrifft, das er an einfihrung der teutschen, verfälsch[ung] deß landtags Schluß, und nithalttung irer Satzungen unschuldig. Auß welchem ervolgt, d[a]ß er alle länder in Sicherheit gesetzt, im öffentlich[en] landtag wider Irer M[ajestät] intention volckh zuwerben dissuadirt und bishero biß auf den 27. july solches durch schreiben und andern persuasionibus allenthalben continuiert hat. Weil aber er diß beede in seiner natur hat, ehewige feundtschafft wider die teutschen, und d[a]ß er Irer M[ajestät] nach dem scepter und khön[iglicher] authoritet trachtet, desto weniger sein mittel disem werckh zuhelffen, weil er sich alberait nunmehr undterstehet, ohne Irer M[ajestät] vorwissen dem Bathori freye licenz zuwerben, und d[a]ß besste volckh auß dem landt zufihren, unangesehen der türgg allenthalben an denen ungarisch[en] gränizen ligt, bewilliget. Ob nun wol mit ime mechte gehandlet werden, wirdt doch niemands sein natur verändern khinnen, und daher bei allen nationibus die diffidenz dgegen seiner persohnd, bei ime aber die untreu, Verbitterung und Vermessenheit verbleiben, und daher unmüglich, bey seiner persohn ettwas fruchtbarliches ein disem haubtwerckh6 zuverrichten, weil er allezeit, wo er wirdt khinnen, daß werckh verhindtem wirdt, allermaßen bishero seiner persohn halben, die erfahrung mit sich bringt. Die dritte difficultet sein die Ungarn in gemain, welche durchauß khein frembdes khriegsvolckh dulden wollen. Ungarn begehrt der Bathori, Palatinus, Forgätsch, und mit Ungarn allein wollen sie dise macht abtreiben, d [a] ß gemeine volckh ist schon verbittert, d [a] ß also, do Ir M[ajestät] auch gefasst wär[e]n, dise ungarische türggen erstlich geschlag[en], oder auf andere weiß persuadirt werden müessten. Die virtte difficultet ist an deme, d[a]ß der Bathori schon vilmalen zum Schelmen worden, kheinen christlich[en] glauben oder gewissen hat, ein tyran und den teutschen von herzen feundt ist, daß hat er erzaigt an denen Sachsen, daß geben seine undterschidliche vorige schreiben und practicen zuvememben, welche er sowol in Ober Ungarn, alß zu Constantinopl an der Portten der teutschen halben fürgebracht und tractirt hat. Soll nun diser die teutschen nicht einlassen, oder in seinem landt also losiren und dirigiren, daß er den türggen zugewihnnen und sein provinz zuerhallten, ime diselbe, sein türggische treue zuerzaigen, in die handt andwortten mechte, abermalen wäre solches gefährlich, dann hat er dem türggen die ganze provinz offerirt, dieselbe von ime zuempfa[ngen] sich anerboten, mittl und weeg wie Moldau und Walachei einzunemmen, Poll[e]n zu turbirn, gegen dem türggen durch den Gezi seinen g[e]sandten offerirt, vil weniger würde er bedenkhen haben, ein solches werckh zu erzaigung seiner fidelitet gegen dem türggen ime gleichesfalß in den rachen zusteckh[en]. Geschähe nun dises, so erhieltte er gleichwol sein provinz, der türgg aber wurde solche assistenz für einen fridbruch von Irer Khay[serlichen] MJajestät] verstehen und sich fnichts desto weniger* * rechen wollen. Die fünffte difficultet ist d[a]ß landt 7bürgen, die nation umbständt und gelegenheit selbst, welche untreu unbestendig, frembden nationen von natur feundt, sonderlich weil sie in denen khriegen vil tyranney, raub und mord von solchen ausstehen müessen, daher unser volckh in höchster gefahr stehen und sie sich «deß altten« zurächen khein gelegenheit versäumen, auch vil lieber den türggen selbst, alß frembde nationen dulden würden, darzue sie dann, solle der Bathori die direction haben, hundert g[e]legenheiten ergreiffen khundten. So ist d[a]ß lanndt durch und durch veröedet, daher inen an proviant leichtlich manglen, od[er] die 7bürger selbst nicht sufficienter solche volgen lassen mechten. d betoldás e betoldás * betoldás 8 betoldás 334

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