Levéltári Közlemények, 51–52. (1980–1981)
Levéltári Közlemények, 51–52. (1980–1981) - FORRÁSKÖZLÉS - Fábiánné Kiss Erzsébet: Duschek Ferencnek az 1848–1849-i működéséről az osztrák bíróság számára írt összefoglalója, 1850 / 267–312. o.
310 F. Kiss Erzsébet Nach dem Abzüge Görgeys mehrte sich die Zahl dieser Prätendenten ständlich, und ich wurde durch sie im strengsten Sinne des Wortes förmlich belagert. Der Andrang so vieler Menschen, die lärmend auf die Berichtigung ihrer liquiden Forderungen gedrungen haben, dann die lauten Äusserungen ihrer Misstimmung darüber, dass selbst die ihnen angewiesenen geringen Abschlagszahlungen in ungarischen 100 fl Noten geleistet wurden, erregte bei der wallachischen Bevölkerung von Világos das Besorgniss der Entwerthung des ungarischen Papiergeldes, und brachte auch diese in Aufregung. Die vor meiner Wohnung gelagerte grosse Zahl der Gläubiger der Insurgentenregierung wurde bald durch eine Menge von Landleuten vermehrt, welche die Einwechslung des ung[arischen] Papiergeldes verlangten. Hiezu gesellte sich der Umstand, dass bald nach dem Abmärsche Görgeys Streifzüge der Kosaken nach Világos kamen, dort plünderten und raubten. Ein russischer Offizier hatte zwar die Gefälligkeit, auf mein Ansuchen einige Kosaken mir als Bedekung zu geben, doch diese machten mit ihren herumstreifenden Kameraden gemeinschaftliche Sache, und haben mich nach wenigen Stunden verlassen. Die Magazine, in welchen Aerarialeffekten hinterlegt waren, wurden gewaltthätig geöffnet, die Kisten erbrochen, und was die Kosaken nicht mitnahmen, dessen bemächtigten sich die wallachischen Bauern. Ich war in einer höchst kritischen Lage, und besorgte: auch die wertvollen Depositen, dann die Vorräthe an ungemünzten Gold und Silber im Werthe von mehr als einer halben Million Gulden, welche ich bis dahin mit so vieler Sorgfalt, und Mühe zu erhalten, und dadurch, dass ich die Verwendung dieses Metalls zum Ankaufe der in Widin für die Insurgentenregierung bereit gehaltenen Waffen verhinderte, für den Staatsschatz zu retten wusste, dem Raube, mich selbst aber Misshandlungen Preis gegeben zu sehen. Das Erstere wurde lediglich durch den Umstand verhindert, dass der erwähnte Schatz in einem Lokale untergebracht war, zu welchem man durch ein bewohntes Zimmer gelangen konnte, und dass dazu keine Wache gestellt, somit davon die Aufmerksamkeit der Plünderer abgelenkt war. Um das Leztere zu vermeiden, erübrigte mir nichts anders, als einerseits zur Beruhigung der über die befürchtete Entwerthung der ung[arischen] Geldnoten gehegten Besorgnisse der Vüagoser Bevölkerung eine Geldverwechslung zu improvisiren, und dazu das in der Kassa noch zurückgelassene Metallgeld, meist aus 6 xr Stücken bestehend, zu verwenden, andererseits aber die begonnenen a Conto Zahlungen an die Lieferanten nach einer angenommenen Prozentualverhältnisse fortzusetzen, wozu theils das durch die Verwechslung eingegangene Papiergeld, theils einige in der Kassa vorfindigen, jedoch a[ber] nicht real in Empfang genommenen Interimseinnahmspo sten ai dieser Geldgattung verwendet worden sind. Zur einigen Beruhigung der Prätendenten, die behaupteten, mit dem grossen Geldwerthzeichen nicht weiter reisen zu können, und darüber laute Klagen erheben haben, habe ich verfügt, dass jener Parthey der Betrag von 100-200 fl in Silber verabfolgt werde. So musste ich die Kassageschäfte den 13 et 14. ten August ununterbrochen fortsetzen und hiebei darauf bedacht seyn, dass ich durch Verzögerung der Manipulation mit den geringen Kassamitteln bis zur Ankunft des kaiserlichen Militärs von Arad auslange.' 06 Das Erscheinen des über mein vorerwähnten Ansuchen nach Világos entsendeten k.k. Herrn Oberstlieutenants Fürsten v. Lobkovicz machte endlich dieser meiner lezten Geschäftsfürhung, und der Gefahr, welcher meine Person, und meine Beamten dabei ausgesezt waren, als auch den peinlichen Qualen das heissersehnte Ende, welche mir die gezwungene Theilnahme an der verfassten revolutionären Verwaltung bereitete. Nach dem Abzüge Görgeys brachte ich in Erfahrung, dass seine Armeeintendatur mehrere Forderungen für in Vüagos geleisteten Lieferungen, und gemachten Requisitionen, statt mit Gelde, mit Schlachtochsen bezahlt habe. Ich lies a i mir den Ausweis dieser Forderungen von etwas über 6000 fl vorlegen, selbe bar bezahlen, und die dafür abgelassenen, obige Summe im Werthe vielfach übersteigenden 400 Schlachtochsen nach Arad zur Disposition der kaiserlichen] Armee abtreiben. Am 15 ten August fuhr ich mit meinem Amtspersonale, welchem sich auch zwei auswärtige Individuen (B. Perényi und Stuhler)' ° 7 angeschlossen haben, und mit dem geretteten Staatsschatze in Begleitung des vorbeleblen [?] Herrn Oberstlieutenants nach Arad ab. 1849. máj. 29-től az új hétszemélyes tábla elnöke. Az osztrákok kivégezték. Stuller Ferenc (Újhuta, 1806 - Bp. 1874. ápr. 6.). Ügyvéd, újságíró. 1848-ban a Pénzügyminisztérium miniszteri titkára, majd 1 °* Erről az utolsó pénzkifizetésről Horváth M. is szól, i. m. III. köt. 515. o. 107 Br. Perényi Zsigmond (Ardó, 1783 - Pest, 1849. okt. 24.) A főrendi ellenzék egyik vezéralakja. 1848. júl. 14-től a felsőház másodelnöke, majd elnöke, a Honvédelmi bizottmány tagja.