Veress Endre: Gyula város oklevéltára. 1313-1800. (Budapest, 1938.)
von Temeschwar hart verwundt worden. Nach solchem haben die Unsern auch wiederumb angefangen inwendig zu bauen, dergleichen die Feindt heraus ferner herwieder hineinwärts zum heftigsten zu arbeiten etc. Und dieweil den unsern noch ein ziemlicher guter Wall zu ihrer gleichwol einigen und letzten Wöhr überbelieben, so haben auch die Feind sich understanden demselben sich mit Undergraben auch hart zuzusetzen. Haben darzu einen neuen Berg, sieben und zwainzig Ellenbogen hoch dargegen aufgeworfen und sich dahin gericht daselbst hinein under einsten ihr Heil mit einem gemeinen General-Sturm zu versuchen und [nach] ihrem Verhoffen also der Sachen ein Endschaft zu machen. 1 Wie nun der Oberst vorgemeldter Keretschini solches gespürt und erfahren, hat er in derselben Nacht einen Brief in einem Pfeil hinaus in das türgkisch Läger geschossen und dardurch wol zu erkennen geben, dass ihme das Herz schon empfallen, und er nit vermut gewest solche äusserste Gefahr zu überstehn. Also ist gleich des folgenden Tags ein Türgk fürs Schloss kommen und mit diesen Worten hinein geschrieen : Keretschini, seind wolgemut, habt Gedult. Es soll noch heut Antwort auf euer Schreiben werden. Aus dem dann Jenigen leichtlich zu vermerken gehabt, welchs gestracks under das hungerisch Kriegsvolk kommen, sie es aber verteutscht wie sie es kiindt, damit 's die Türken 2 nit erführen. Jedoch sind die beyde ehrliche hungerische Hauptleut : Jaz Lucas und Bizi Janusch zu ihme Keretschini gangen und ihme gesagt : <Ach Herr, wo gedenkst du hin, w ras thust du, dass du in der Feind Läger schreibst? Weisst du nit, was wir alle zusammen geschworen, hie auf diesem Blatz : eintweders ritterlich zu sterben, oder den Blatz unserm Herrn Kayser zu erhalten.» Darauf er geantwort, er hätte allein an die Teutschen begehrt, dass sie ihm vergtinnen wollten, damit seiner Schwager einer, so beim Weyda in ansehenlichen Diensten 3 zu ihme hinein gelassen werden möchte, von dem verhofft er allerbey, wie es stünde zu erfahren. Es ist aber wol zu ermessen, dass er den Feinden von wegen Ergebung des Schloss etwas Hoffnung gemacht haben muss. Dieweil [sie] von Stund an gen W'ardein zum W Teyda um gemeldten seinen Schwager geschickt, und als aber derselb nit verbanden, solcher Weyda andere zwen Diener zu ihme abgefertigt, nämlichen [den] Bornemissa 4 W 7olffgang und Julay Michael, welche auch hernach hinein zu ihme Keretschini gelassen, bis ermeldter sein Schwager erst nachgehendts auch gefolgt. Und da entzwischen haben die Feind mit allem ihrem Schiessen und Stürmen innen gehalten etc. Aber underdes und ehe derselb sein Schwager ankommen, soll er immerzu weiter mit seinen Waschen heimlich gehandelt haben, also dass auch noch vor [seines Schwägern Hineinkunft] der Pertaw Bascha ein Tschauss und zwen Janitscharii zu Bürgen dem Keretschini hinein zugeschickt. Dargegen er gedachtem Bascha hinaus in sein türgkisch Läger auch zwen Bürgen gestellt, nämlich den Budai 5 Janusch, Sackan 6 Andreas und Tollkető Albert etc., etc. Nach solchem ist der Schwager sampt einen Türgken auch zum Keretschini kommen. Der hat darauf ainen seiner Edelleut mit allerley Geschenke und Uhrwerk, schönen Harnisch und ander Kriegsrüstung zum Pertaw Bascha 1 A szegletes zárjelben közölt szavakat a nyomtatvány eredeti kéziratából pótoltuk, a szöveg jobb megértése végett. 2 A nyomtatványban hibásan : Teutschen. 3 Jegyzetként a szövegbe írva zárójelben : Ist gewesen ein Mammaluck Rebeck, azaz Bebek Ferenc. De ez hibás adat, mert a «sógor» Somlyai Báthory Kristóf erdélyi tanácsúr volt. 4 írva hibásan így : Berne Missa. 5 Hibásan írva : Bussles. 6 Értendő : Csákány.