Veress Endre: Gyula város oklevéltára. 1313-1800. (Budapest, 1938.)

Nota, zuvor ist der Hauptmann Grünenwald mit seinen starken Fähndlin auch darvor innest gewesen. Nun ist nit ohne, dass der Pertaw 1 Bascha, des türgkischen Kaysers Visier oder geheimer Rath einer, den 2. Julii in 5000 stark darfür kommen. Folgends auch der Bascha von Temeswar alsbald zu ihm gestossen, und sie sich gar streng und ernstlich umb die Stadt angenommen mit heftigem, unablässigen Schiessen aus Mauerprechern und andern grossen Stucken, also dass sich die unsern nit länger, als bis an den 5. Tag auf solcher Stadt, so doch für wolbefestigt gehalten worden gewehrt. Folgends als ihres Erachtens solche Stadt länger zu erhalten, haben sie die angesteckt, verprennt und hinein in den Huszarwar, das ist in die Befesti­gung vor dem inneren Schloss begeben etc. Daselbst haben sie sich 18 Tag lang ritterlich und wol gehalten, und heraus grossen Schaden gethon, aber auch nicht geringen hinein empfangen ; wiedann insonderheit der Hauptmann Olcharowith 2 damals umbkommen und doch letztlich auch von wegen, dass durch Geschütz ihnen die Wöhren und Pollwerk zertrieben und zu Haufen gelegt, dasselb Vorschloss auch zersprengt, und ferner gar hinein in das inner Schloss gewichen, die Pruggen abwerfen wollen, aber doch der Feind embsig stark Abwöhrung halben solches über halb Theil nit verrichten künden. Daselbst hart an die Pruggen haben die Feind behend in der selben Nacht ein Schanz aufgeworfen und gleich des folgenden Tags all ihr Geschütz in den abgeprennten Huszarwar geführt. Daraus auf die drey Pasteyen und dem innern Schloss-Thurn stark ohn Underlass aus den groben Stucken geschos­sen ; auch ermeldten alten festen Thum, so für ein alt Gepew der Roemer gehalten, bis auf die Hälft hinweg genommen. Und soll der Gewalt 3 des Schiessens so gross gewesen, dass sie in kurzer Zeit auch die gemeldte drey Pasteyen dahin gearbeit, dass man sich darauf und daraus weiter nicht wehren künden, derwegen sie sich folgends umb die vierte angenommen und es darmit auch bald aufgericht etc. So haben sie auch denen im Schloss das Wasser aus dem Graben genom­men, unangesehen, dass es lebendig selbs quellende Adern und derselben ein grosse Menig 4 gehabt, die sie durch sondere ihre Künsten abgegraben, das quel­lendt Wasser versenkt, durch Rinnen und andere darzu gerichte Gräben abge­führt und also den rechten Schlossgraben allerdings gar ausgetrücknet etc. Gleich bey der Schlossporten haben die Feind einen merklichen grossen Berg aus dem Graben in alle Höhe, also, dass derselb dem innern W rall des Schloss eben gleich worden, aufwerfen und sonderlich künstliche Holzgepew darauf machen lassen, welche dermassen zugericht gewesen, dass ihnen kein Feuer geschaden mögen und eben dergleichen ist auch geschehen mit dem andern Gehültz, damit sie dem Graben ausgefüllt, dass es gleichfalls nit möge verbrennt werden etc. Hierauf haben die Feind am drittep Augusti, gleich mit angehendem Tag ein gewaltigen Sturm von dem angeregten I3erg und über den ausgefüllten Graben angeloffen, wellicher ungefährlich bis auf den Mittag gewehrt. Und die­weil die unsern sich unangesehen alles Vortheils dapfer gewöhrt, 5 so ist auch ein grosse Anzahl Türken darunter umbkommen, und sonderlich der Bascha 1 írva hibásan így : Portaw, de később már helyesen : Pertaw. 2 Olcharowith Demeter, neve ekként eltorzítva : Holcha Zowith. 3 Ma úgy mondjuk : die Gewalt. 4 Régies, Menge helyett. 5 Innen kezdve végig való szövegének eredeti kézirata megvan a bécsi államlevéltár Ungarn 375. fasciculusa 53—60-ik lapján. Ezt nyomatta ki — apró szóváltoztatásokkal — a jelen «Zeitung» egykorú kiadója.

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