Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi IX. Vol. 6. (Budae, 1838.)

leitet durch die Aehnlichkeit des Flussnamens Jug, eines Siidlichen Querstromes der Dwina, Jugrien an dem Flusse Jug im Nord Russischen IJwalli, suchen /u miissen. — liichtiger hestirnmt aber wohl Lehr­berg in seinen Untersuchungen iiber dieses Land und die Lage desselben auf folgende Weise : Ersagt, das alte Jugrien lag nicht in Kuropaischen Russland, son­dern an der Ostseite des Lral von 56 — 67. N. Rr. Ostwarts iiber den Oby hinaus, bis ZUIII Flusse ISaddym, der in den Obyschen Rusen gehet, und Liszum Agan der sich oberhalb Surgut, in deu Oby ergiesst, Es gehort also dazu die Landschaft an unterem Irtisch an der Tawda. Tura und Tsrhusovaja ; irn Siiden voni Tartarischen Gebiete begrenzt, im Aorden von dem Lande der ehemahligen Sainojeten. Fs war dem­nach ein nicht unbetrachtlicher Theil des INord-West­lichen Asien, und bestand aus grossen Miicken der jetzigen Gouvernenients Tobolsk und Perui, ungefahr von 16,000 Q Meillen; eben so weir reichte auch die Ausbreitung des Jugrischen Volkstamnies ; den die jetzt dort nieist vorherrschenden Tataren-Stam­me haben sich erst spater auf Kosten der Jugrien ausgebreitet. Noch jetzt reichen die Wohnsitze der Tartaren am oberen Obi von Tomsk her, nur bis Marim, und an der Ostseite des Irtisch Nordlich von To» bolsk nur gegen 40 Meilen weit. Auf der Westseite des Tobol erstreckte sich das Tatarer Land , wie das nachmalige Gebieth der Baskiren, von Siiden her, nur bis in die Gegenden des Iset-Flusses. In den Stadten Tjumen und Turinsk an der Tura sind die Tataren erst spatere Ankommlinge, dennsiefan­den bei ihrer Einwanderung dasselbst schon Jugrier vor." Fe. H. Miiller 1 c. p. 108 — 12. Lehrberg I. c. Pallas Reisen M. p. 14. Miiller Sammlungen VIII. p. 62— 75. 80. VI. p. 189. 237. §.32. Voguli et Ostiaki, stirpes sunt Ugoriae, de quibus modo diximus ; a Syrianis ho­diedum Jograjas nuncupati. Tradunt se terram fluvio Kama vicinam, ortum versusad fluvios Dwina et Jug, incoluisse ac Jugorskios compellatos; hodie in montanis Ural borealis,

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