Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi X. Vol. 3. (Budae, 1838.)
fern, in welcher die Zeitangabe ausgedruckt ist. Eine Urkunde aus einer Zeit, in welcher man die arabisshen Ziffern noch nicht dazu anwandte, mit solchen datirt, wiirde es verdachtig betrachtet werden miissen , falls nicht erwiesen werden konnte, dass die Urkunde friiher undatirt, nachaber zu der Zeit, in welcher man sich der arabischen Ziffern bediente, nachdatirt sey. Umgekehrt passt der Schluss aber nicht; da man auch nach Aufkommen des Gebrauchs mit arabischen Ziffern zu daliren, hin und wieder die romischen Zahlzeichen anwandte. Besonders vorsichtig muss man in dieser Hinsicht seyn, wenn man sich auf im Druck erschieneneUrkunden bezieht. Sollten dieselben mit arabischen Zahlen datirt seyn, so folgt daraus noch nicht, dass das Original auch mit solchen datirt sey. —- Oft sind die Urkunden von einem Orte datirt, und am anderen Orle zur Unterschrift vorgelegt, und unterschrieben. Solches fand vorziiglich bey koniglichen, kaiserlichen, und ftirstlichen Urkunden , so lange sie Hoflager, und keine bestiindige Residenz hatten."V. Gruber Lehrsystem. Band II. Abth. I. Hauptst. 5. p. 731. sqq. Gatterer, praktische Diplomatik. pag. 47. sqq. P. Georgisch. Regesta chronoiogico-diplomatic.Frankf. et Lips. 1740. torn. III. in fol. 41. Par est formularum certificaiionis ratio: Reges et alii diplomatum editores ante saeculum XV. subscripti manu propria haud occurrunt; tunc etiam vel primariis tantum nominum literis,vel complete. Certificatio proin facta est per sigilla essentialis: astilla iara in parte auersa, iam in aduersa, cum subligaturis vel sine, appressa, vel appensa duntaxat, simplicia vel dupplicia, maioris vel minoris, aut annularis moduli,